Schweizer Franken 2026

Warum ist der Schweizer Franken 2026 so stark?

Der CHF erreicht historische Höchststände. Erfahren Sie, was das für Schweizer Freelancer, Unternehmer und Konsumenten bedeutet – und wie Sie davon profitieren können.

Schweizer Berglandschaft

Der Schweizer Franken erlebt 2026 einen historischen Moment: Die Währung hat gegenüber dem US-Dollar ein Elf-Jahres-Hoch erreicht und notiert derzeit bei 0,77 CHF pro Dollar. Allein im Januar 2026 legte der Franken um 3,5% zu – nach einem bereits beeindruckenden Anstieg von 12,7% im Jahr 2025.

Für Schweizer Bürger, Freelancer und Unternehmer bedeutet diese Entwicklung konkrete Auswirkungen auf Ihren Alltag: günstigere Importe und Ferien, aber auch Herausforderungen für exportorientierte Geschäfte.

Wichtig: Der Franken ist aktuell "die einzige verlässliche sichere Währung für globale Investoren", wie ein Analyst der Financial Times betont.

Aktuelle Situation: Der Franken auf Rekordkurs

Die Zahlen sprechen für sich:

  • USD/CHF: 0,7667 (Stand Januar 2026) – höchster Stand seit 2015
  • EUR/CHF: rund 0,92 – zeitweise sogar 0,9210, ein historisches Tief
  • Jahresperformance: +12,7% vs. USD (2025), +3,5% allein im Januar 2026
  • SNB-Leitzins: 0% (unverändert seit Ende 2024)

Was treibt diese Entwicklung an? Neben den strukturellen Stärken der Schweiz spielen aktuelle geopolitische Faktoren eine Rolle. Die Handelspolitik der USA unter Präsident Trump, insbesondere Zolldrohungen gegen Europa, haben die Nachfrage nach sicheren Währungen befeuert.

Was Experten für 2026 prognostizieren

Die Mehrheit der Analysten von Grossbanken wie Deutsche Bank, Bank J. Safra Sarasin, Raiffeisen und Société Générale sind sich einig: Der Franken wird 2026 moderat weiter aufwerten, während der US-Dollar unter Druck bleibt.

Konkrete Prognosen:

  • Raiffeisen erwartet EUR/CHF zwischen 0,93 und 0,94
  • Economic Forecast Agency sieht seitwärts Bewegung um 0,929 CHF
  • Die SNB wird voraussichtlich den Leitzins bei 0% belassen
  • Keine Rückkehr zu Negativzinsen erwartet

Der Franken im historischen Kontext.
Was Sie wissen müssen.

Die SNB hat deutlich gemacht, dass sie bei Bedarf im Devisenmarkt intervenieren wird – Negativzinsen möchte sie aber vermeiden. Dies zeigt: Die Nationalbank nimmt die Frankenstärke ernst, ohne in Panik zu verfallen.

📈

Rekordhöhen erreicht

CHF auf 11-Jahres-Hoch gegenüber dem USD
🌍

Globale Unsicherheit

Geopolitische Spannungen treiben Nachfrage nach sicheren Häfen
🏦

SNB bleibt wachsam

Interventionen möglich, aber Negativzinsen unwahrscheinlich
Geschichte des CHF

Die Geschichte hinter der Stärke: Vom Gold zum modernen Franken

Um die heutige Position des Frankens zu verstehen, lohnt sich ein Blick zurück.

1850

Von regionalen Währungen zur nationalen Einheit

Die Geburt des Schweizer Frankens

  • Vor 1850 war die Schweiz ein Flickenteppich aus lokalen Währungen
  • Bundesverfassung 1848 gab Zentralregierung das alleinige Recht zur Geldausgabe
  • 1850 wurde der CHF offiziell eingeführt – gekoppelt an 4,5 Gramm Silber
  • Diese Vereinheitlichung wurde zum Symbol der jungen Nation
Schweizer Tresor
1936

Die einzige Abwertung in der Geschichte

Weltwirtschaftskrise zwingt die Schweiz zum Handeln

  • Schweiz hielt zunächst am Goldstandard fest
  • 1936 folgte die Schweiz anderen Ländern und wertete ab
  • Abwertung um etwa 30% – die einzige in der CHF-Geschichte
  • Zeigt die grundsätzliche Stabilität der Währung
Historisches Schweizer Büro
2000

Das Ende der Goldbindung

Vom Goldstandard zur modernen Fiat-Währung

  • Jahrzehntelang mussten 40% der Währung in Gold gedeckt sein
  • 1999 stimmte die Bevölkerung für Aufhebung dieser Anforderung
  • Ab Mai 2000 reine Fiat-Währung ohne Golddeckung
  • Gab der SNB mehr geldpolitische Flexibilität
Schweizer Alpen
2011-2015

Die Francogeddon-Episode

Die dramatischste Währungsbewegung der modernen Geschichte

  • September 2011 - SNB begrenzt Wechselkurs bei 1,20 CHF pro Euro
  • Januar 2015 - Plötzliche Aufgabe der Bindung
  • Franken schoss um bis zu 30% nach oben
  • Massive Verluste für Unternehmen und Anleger weltweit
Finanzielle Dokumente

Wenn Sie hauptsächlich exportieren (Kunden im Ausland)

Ihre Herausforderung: Sie rechnen in CHF ab, Ihre Kunden zahlen in EUR oder USD. Ein starker Franken bedeutet, dass Ihre Leistungen für ausländische Kunden teurer werden.

Strategien, die jetzt helfen:

  1. Preise in Kundenwährung anbieten: Rechnen Sie direkt in EUR oder USD ab, um Wechselkursrisiken auf Sie zu übertragen – aber kalkulieren Sie einen Puffer ein
  2. Währungsabsicherung prüfen: Bei grossen Projekten können Forward-Kontrakte Ihr Risiko begrenzen
  3. Mehrwert statt Preis betonen: Fokussieren Sie auf Qualität und Expertise, die den Preis rechtfertigen
  4. Diversifizierung: Suchen Sie auch Schweizer Kunden, um nicht vollständig von Fremdwährungen abhängig zu sein
  5. Effiziente Tools nutzen: Eine Software wie Magic Heidi hilft, den administrativen Aufwand niedrig zu halten

Wenn Sie hauptsächlich importieren (Software, Tools, Services aus dem Ausland)

Ihre Chance: Sie profitieren von günstigen ausländischen Leistungen.

So maximieren Sie den Vorteil:

  1. Jetzt investieren: Software-Lizenzen, Online-Tools, Ausbildungen in Fremdwährung sind aktuell günstig
  2. Langfristige Verträge: Fixieren Sie Preise in EUR/USD, solange der Franken stark ist
  3. Wettbewerbsvorteil nutzen: Ihre niedrigeren Kosten erlauben attraktivere Preise für Schweizer Kunden
  4. Kostenstruktur optimieren: Prüfen Sie systematisch, welche Ausgaben Sie ins Ausland verlagern können

Wann sollten Sie Fremdwährungen halten oder umtauschen?

Fremdwährung halten, wenn:

  • Sie regelmässige Ausgaben in dieser Währung haben
  • Sie mittel- bis langfristig eine Frankenabschwächung erwarten
  • Sie diversifizieren möchten (nicht alle Eier in einen Korb)

In CHF umtauschen, wenn:

  • Sie das Geld kurzfristig für Schweizer Ausgaben benötigen
  • Der aktuelle Kurs historisch sehr günstig ist (wie jetzt)
  • Sie Wechselkursrisiken eliminieren wollen

Praxistipp: Nutzen Sie ein Multi-Währungskonto, um flexibel zu bleiben. Wandeln Sie nicht automatisch alles um – behalten Sie einen strategischen Mix.

Für Schweizer Freelancer

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Rechnungen
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    Magic Heidi

    CHF 500

    Jan 29

  • Rechnung #2

    Webbiger LTD

    CHF 2000

    Jan 24

  • Rechnung #1

    John Doe

    CHF 600

    Jan 20

Die SNB und ihre Rolle: Wird sie eingreifen?

Die Frage, die alle beschäftigt: Wird die Schweizerische Nationalbank aktiv werden, um den Franken zu schwächen?

Die aktuelle Haltung:

  • Der Leitzins bleibt voraussichtlich bei 0%
  • Eine Rückkehr zu Negativzinsen ist unwahrscheinlich – die SNB zieht Devisenmarkt-Interventionen vor
  • Die SNB beobachtet die Situation genau und bleibt "bereit zu intervenieren"
  • Massive Eingriffe sind möglich, wenn die Situation eskaliert

Warum die SNB vorsichtig ist: Die Erfahrung von 2011-2015 hat gezeigt, dass eine Bindung gegen die Marktkräfte auf Dauer nicht haltbar ist. Interventionen kosten die Nationalbank Milliarden und können trotzdem scheitern. Deshalb agiert sie heute deutlich vorsichtiger.

Was das für Sie bedeutet: Rechnen Sie nicht damit, dass die SNB den Franken kurzfristig deutlich schwächt. Planen Sie mit einem starken Franken für mindestens die nächsten 12-24 Monate.

FAQ

Die wichtigsten Fragen zum starken Franken

Ist der Schweizer Franken stärker als der Euro?

Ja, eindeutig. Der Euro notiert aktuell bei rund 0,92 CHF – deutlich unter der Parität. 2007 erhielt man noch 1,67 CHF für einen Euro. Der Franken hat sich also massiv aufgewertet.

Wird der Franken 2026 weiter steigen?

Die meisten Experten erwarten eine moderate weitere Aufwertung oder Stabilisierung auf hohem Niveau. Die Raiffeisen Bank prognostiziert EUR/CHF zwischen 0,93-0,94. Extreme Sprünge wie 2015 sind unwahrscheinlich, aber die grundsätzliche Stärke bleibt bestehen.

Sollte ich jetzt Gold kaufen oder CHF halten?

Beide gelten als Wertspeicher. Gold hat seit 2000 etwa 700% zugelegt, der CHF rund 60% (gegenüber wichtigen Währungen). Gold bietet mehr Aufwärtspotenzial, aber auch höhere Volatilität. Für Schweizer macht eine Kombination Sinn: CHF als Basiswährung für den Alltag, Gold als zusätzliche Absicherung.

Was ist der faire Wechselkurs zwischen CHF und EUR?

Ökonomen diskutieren über die 'Kaufkraftparität' – theoretisch sollten gleiche Warenkörbe gleich viel kosten. Verschiedene Modelle sehen Parität (1:1) oder leicht darüber als 'fair' an. Die Realität: Märkte bestimmen den Kurs, nicht theoretische Modelle.

Warum sind Negativzinsen in der Schweiz kein Thema mehr?

Negativzinsen belasten das Bankensystem, führen zu Verwerfungen bei Pensionskassen und treffen Sparer. Nach Jahren mit Negativzinsen (2015-2022) will die SNB dieses Instrument vermeiden. Sie greift lieber direkt am Devisenmarkt ein.

Was passierte 2015 beim "Francogeddon"?

Am 15. Januar 2015 hob die SNB überraschend die Bindung von 1,20 CHF pro Euro auf. Der Franken schoss innerhalb von Minuten um bis zu 30% nach oben. Viele Anleger, Unternehmen und Banken erlitten massive Verluste. Es war eine der dramatischsten Währungsbewegungen der modernen Geschichte.

Wie sollten Freelancer Rechnungen stellen – in CHF oder Fremdwährung?

Das hängt von Ihrer Situation ab. CHF eliminiert Ihr Wechselkursrisiko, macht Sie aber potenziell teurer für ausländische Kunden. Fremdwährung gibt Kunden Planungssicherheit, Sie tragen aber das Risiko. Bei langfristigen Projekten: CHF. Bei einmaligen Aufträgen: Kundenwährung mit Puffer.

Ist die Schweiz immer noch politisch neutral genug für den Safe-Haven-Status?

Trotz gewisser Annäherungen an internationale Positionen (z.B. Sanktionen gegen Russland) gilt die Schweiz weiterhin als neutral und stabil. Die Institutionen, das Rechtssystem und die Währungspolitik bleiben verlässlich – das ist entscheidender als absolute Neutralität in allen Fragen.

Ihre nächsten Schritte

  1. Analysieren Sie Ihre persönliche Währungssituation
  2. Überprüfen Sie Ihre Preise und Kostenstruktur
  3. Nutzen Sie günstige Fremdwährungspreise für strategische Investitionen
  4. Implementieren Sie eine effiziente Buchhaltung, die Mehrwährungstransaktionen automatisch verarbeitet
  5. Bleiben Sie informiert über Entwicklungen bei SNB und Währungsmärkten

Der starke Franken ist nicht nur eine abstrakte wirtschaftliche Grösse – er beeinflusst Ihren Alltag, Ihre Kaufkraft und Ihre Geschäftsergebnisse konkret. Mit der richtigen Strategie können Sie diese Stärke zu Ihrem Vorteil nutzen.

Behalten Sie den Überblick über Mehrwährungs-Finanzen

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