Arbeitszeiten für Freiberufler in der Schweiz: Was ist legal, was ist praktisch und wie Sie die Kontrolle behalten

Ein Schweiz-spezifischer Leitfaden zu Wochenlimits (45/50), Überzeitgrenzen (170/140), Nacht- & Sonntagsregeln – und wie Freelancer ihre Zeit nachhaltig erfassen und souverän abrechnen.

Schweizer Freiberufler bei der Arbeit im Büro

Freiberufliche Tätigkeit in der Schweiz bietet Flexibilität – aber Sie sind auch selbst verantwortlich für Ihre Arbeitsbelastung, Ihre Grenzen und (manchmal) Ihre Compliance-Fragen.

Wenn Sie nach Arbeitszeiten für Freelancer in der Schweiz suchen, wollen Sie wahrscheinlich eine dieser Fragen beantworten:

  • Gibt es eine gesetzliche Höchstarbeitszeit pro Woche für Selbstständige?
  • Wie gelten die Schweizer 45/50-Stunden-Regeln für Selbstständigerwerbende?
  • Was bedeuten die Überzeitgrenzen (170/140 Stunden), die ich online sehe?
  • Darf ich nachts oder sonntags arbeiten?
  • Wie erfasse ich meine Arbeitszeit richtig – für die Abrechnung und meine eigene Übersicht?

Dieser Leitfaden gibt Ihnen einen klaren, schweizspezifischen Überblick – basierend auf offiziellen Quellen – und bleibt ehrlich bezüglich der wichtigen Nuance: Viele Arbeitszeitregeln sind für Angestellte gemäss dem Schweizer Arbeitsgesetz (ArG) geschrieben, nicht unbedingt für wirklich selbstständige Freiberufler. Wir zeigen Ihnen, wann die Regeln doch für Freelancer relevant sind und wie Sie Ihre Arbeitszeit in jedem Fall professionell managen.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Arbeitszeitregeln können von Ihrem Beschäftigungsstatus (Angestellter vs. Selbstständiger), der Branche und Ihrer Situation abhängen. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an das SECO/kantonale Arbeitsbehörden oder eine qualifizierte Fachperson.

Die wichtigste Erkenntnis: Das sind Arbeitnehmerschutzregeln. Als Freelancer lautet Ihre eigentliche Frage: Werden Sie in einem bestimmten Auftragsverhältnis wie ein Angestellter behandelt – oder sind Sie wirklich selbstständig und bestimmen Ihre Arbeitszeiten selbst? Diese Unterscheidung ist entscheidend.

Gelten die Schweizer Höchstarbeitszeiten für Freelancer?

Die wichtige Unterscheidung: Angestellter vs. Selbstständiger vs. Geschäftsführer

Der Schweizer Arbeitszeitschutz gemäss Arbeitsgesetz (ArG) ist primär für Angestellte konzipiert. Viele Freelancer arbeiten als Selbstständigerwerbende und bestimmen ihre Arbeitszeiten selbst – die strengen 45/50-Stunden-Grenzen werden daher in der Regel nicht gleich durchgesetzt wie bei Anstellungsverhältnissen.

Dennoch können Freelancer in mehreren typischen Szenarien von den Arbeitszeitregeln betroffen sein:

1) Sie sind «Freelancer», werden aber rechtlich wie ein Angestellter behandelt (Scheinselbstständigkeit)

Wenn Sie unter Bedingungen arbeiten, die wie eine Anstellung aussehen (starke Kontrolle durch den Auftraggeber, Integration in dessen Organisation, fester Zeitplan, Abhängigkeit), können bei Streitigkeiten oder Prüfungen die Arbeitnehmerregeln relevant werden – insbesondere beim Arbeitnehmerschutz.

2) Sie führen Ihr Geschäft über eine GmbH/AG und zahlen sich selbst ein Gehalt

Als Inhaber-Geschäftsführer Ihrer eigenen Firma können Sie in gewisser Hinsicht Angestellter dieser Firma sein. Das kann Arbeitszeit-, Überzeit- und Dokumentationspflichten wieder ins Spiel bringen – besonders wenn Sie auch Mitarbeitende beschäftigen.

3) Sie beschäftigen Mitarbeitende (auch Teilzeit)

Sobald Sie Angestellte haben, können die ArG-Arbeitszeitregeln für diese gelten, und Sie benötigen Systeme für Arbeitspläne, Ruhezeiten und Überzeitmanagement.

4) Sie arbeiten vor Ort oder in regulierten Umgebungen

Manche Branchen und Kundenumgebungen (z.B. Gesundheitswesen, Transport, regulierte Betriebe) handhaben die Arbeitszeitplanung deutlich strenger.

Praktisches Fazit für Freelancer:
Auch wenn Sie nicht rechtlich wie Angestellte «gedeckelt» sind, ist das Schweizer 45/50-Stunden-System ein ausgezeichneter Massstab für nachhaltige Kapazität – und wird entscheidend, sobald Ihre Arbeitsstruktur wie eine Anstellung aussieht oder Sie andere beschäftigen.

Schweizer Massstab

Maximale wöchentliche Arbeitszeit:
45 vs. 50 Stunden (und wie Freelancer das nutzen)

Laut SECO-Zusammenfassung des Arbeitsgesetzes (ArG) fällt die maximale wöchentliche Arbeitszeit je nach Tätigkeit in zwei Kategorien. Auch als Selbstständiger sind diese Zahlen ein praktischer Kapazitätsmassstab.

Analytics-Dashboard für wöchentliche Kapazitätsplanung

Laut SECO-Zusammenfassung des Arbeitsgesetzes (ArG) fällt die maximale wöchentliche Arbeitszeit in zwei Kategorien: 45 Stunden oder 50 Stunden, je nach Art der Arbeit.
Quelle: SECO.
https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Arbeit/Arbeitsbedingungen/Arbeitnehmerschutz/Arbeits-und-Ruhezeiten.html

45 Stunden/Woche (typisch für «Büro-/Wissensarbeit»)

Dies umfasst häufig Tätigkeiten wie:

  • IT / Softwareentwicklung
  • Design und kreative Dienstleistungen
  • Beratung, Marketing, Projektmanagement
  • viele technische und bürobasierte Tätigkeiten

Wenn Sie als Solo-Freelancer Wissensarbeit leisten, ist dies die Zahl, die Sie am häufigsten finden, wenn Sie nach Höchstarbeitszeit Schweiz 45 Stunden googeln.

50 Stunden/Woche (typisch für andere Branchen)

Diese Kategorie wird oft mit Tätigkeiten wie diesen verbunden:

  • Detailhandel und einige Dienstleistungsberufe
  • manuelle Arbeit und operative Tätigkeiten
  • andere Kategorien, bei denen das Arbeitsgesetz das höhere Wochenmaximum vorsieht

Was das für Freelancer bedeutet

Wenn Sie wirklich selbstständig sind, gibt es normalerweise keine «gesetzliche Obergrenze», die Ihre persönliche Woche überwacht. Aber diese Zahlen sind trotzdem wichtig, weil sie beeinflussen:

  • Kundenerwartungen (besonders bei Grosskunden mit strenger Compliance-Kultur)
  • Ihre Preisgestaltung (ein 45-Stunden-Kapazitätsmodell verhindert Unterangebote)
  • Ihre langfristige Nachhaltigkeit (Burnout ist teuer)
Überzeit-Begriffe

Überzeit in der Schweiz:
Überstunden vs. Überzeit

Zwei Begriffe werden oft verwechselt. Den Unterschied zu verstehen hilft, wenn Kunden in Verträgen Angestellten-Sprache verwenden.

Überstunden

Mehrarbeit über den vereinbarten Zeitplan hinaus

Stunden, die über das im Vertrag oder der normalen Arbeitszeit Vereinbarte hinausgehen – ohne zwingend das gesetzliche Maximum zu überschreiten. Meist relevant bei Arbeitsverträgen.

  • Vertrags-/arbeitsrechtlich begründet
  • Oft geht es um Vergütungsregeln und interne Richtlinien
  • Kann auch unter 45/50 Stunden bestehen
Überstunden-Konzept
Überzeit

Gesetzliche Überzeit über dem legalen Maximum

Stunden, die die maximale wöchentliche Arbeitszeit (45 oder 50) gemäss Arbeitsgesetz überschreiten. SECO gibt Jahresgrenzen von 170 oder 140 Stunden an, je nach Maximum.

  • An die 45/50-Stunden-Grenzen gebunden
  • Primär im Arbeitnehmerschutz-Kontext
Überzeit-Konzept

SECO fasst die Jahresgrenzen für Überzeit wie folgt zusammen:

Das Schweizer KMU-Portal bietet ebenfalls praktischen Kontext zu Überzeit im Anstellungsverhältnis:
https://www.kmu.admin.ch/kmu/de/home/praktisches-wissen/personal/arbeitsrecht/arbeitszeit/ueberstunden.html

Was das für Freelancer bedeutet (verständlich erklärt)

Für die meisten selbstständigen Solo-Freelancer gilt:

  • Sie erhalten keine gesetzliche «Überzeitvergütung», ausser Ihr Vertrag sieht das vor.
  • Ihr grösstes Risiko ist nicht der Arbeitsinspektor – es sind chronisch zu tiefe Preise, schleichende Mehrarbeit und nicht nachhaltige Wochen.

Trotzdem sollten Sie diese Begriffe verstehen, weil:

  • manche Kunden sie in Beschaffungssprache und Verträgen verwenden
  • wenn Ihre Situation wie eine Anstellung aussieht, der Angestelltenrahmen relevant werden kann
  • wenn Sie Personal beschäftigen, müssen Sie deren Überzeit korrekt verwalten
Nacht & Sonntag

Nachtarbeit (23:00–06:00) und Sonntagsarbeit:
Was Freelancer wissen müssen

Das Schweizer Recht enthält strengere Regeln für Nacht- und Sonntagsarbeit im Rahmen des Arbeitnehmerschutzes. Für Freelancer ist der Status entscheidend (selbstständig vs. anstellungsähnlich) sowie ob Sie Personal haben.

Freelancer arbeitet spätabends mit Laptop und Kaffee

Das Schweizer Recht enthält strengere Regeln für Nachtarbeit und Sonntagsarbeit im Rahmen des Arbeitnehmerschutzes – oft mit Bewilligungspflichten und Ausnahmen je nach Branche. SECO erklärt Arbeits- und Ruhezeiten sowie den Schutzzweck hinter diesen Regeln.
Quelle: SECO.
https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Arbeit/Arbeitsbedingungen/Arbeitnehmerschutz/Arbeits-und-Ruhezeiten.html

Wenn Sie selbstständig sind: Dürfen Sie nachts oder sonntags arbeiten?

In der Praxis arbeiten viele Freelancer tatsächlich nachts oder sonntags, weil es die ruhigste Zeit zum konzentrierten Arbeiten ist. Wichtig ist dabei:

  • Wenn Sie wirklich selbstständig sind, verwalten Sie generell Ihren eigenen Zeitplan.
  • Wenn Sie in einem anstellungsähnlichen Verhältnis arbeiten oder Angestellte haben, können Nacht-/Sonntagsregeln viel formeller relevant werden.

Ein Freelancer-freundlicher Weg auf der sicheren Seite

Wenn Sie unsicher sind, ob Nacht-/Sonntagsbeschränkungen für Ihre Situation gelten:

  1. Prüfen Sie Ihren Status (selbstständig vs. anstellungsähnliches Engagement).
  2. Prüfen Sie Ihren Vertrag (manche Kunden verbieten Nacht-/Wochenendarbeit, besonders bei Vor-Ort-Zugang).
  3. Wenn Sie Personal beschäftigen, gehen Sie davon aus, dass Arbeitnehmerschutz gilt, und klären Sie die Anforderungen mit offiziellen Quellen oder einer Fachperson.

Was Sie nicht tun sollten: Sich darauf verlassen, dass «niemand kontrolliert». Das ist riskant, untergräbt Vertrauen und kann bei Kunden oder Behörden Probleme verursachen, wenn Ihr Status angezweifelt wird.

Ruhezeiten und Erholung: Die Faustregel, die Freelancer übernehmen sollten

Auch wenn Sie als Selbstständiger nicht direkt an die ArG-Ruhezeiten gebunden sind, existieren diese Regeln, weil Erholung für nachhaltige Leistung unverzichtbar ist.

SECO behandelt Ruhe- und Arbeitszeitprinzipien als Teil der Arbeitnehmerschutz-Übersicht.
Quelle: SECO.
https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Arbeit/Arbeitsbedingungen/Arbeitnehmerschutz/Arbeits-und-Ruhezeiten.html

Ein einfacher Freelancer-Standard, der funktioniert

Nutzen Sie dies als Basis für Ihre eigene Arbeitsplanung:

  • Streben Sie eine konsistente tägliche Schlusszeit an (damit die Arbeit nicht in jeden Abend expandiert)
  • Vermeiden Sie mehrere späte Nächte hintereinander
  • Bauen Sie mindestens einen administrationsarmen Tag pro Woche ein (oder halben Tag) für Rechnungen, E-Mails und Planung

Das ist nicht nur «Wellness-Gerede». Es verbessert direkt:

  • Lieferqualität
  • Kundenkommunikation
  • genaue Zeitschätzungen
  • Ihre Fähigkeit, Preise selbstbewusst zu erhöhen

Wie Sie Arbeitszeiten als Schweizer Freelancer erfassen (für Abrechnung, Preisgestaltung und innere Ruhe)

Zeiterfassung ist nicht nur für Berichte – sie schützt Ihre Margen.

Was Sie erfassen sollten (Minimal-Tracking)

Erfassen Sie diese Kategorien separat:

  1. Kundenprojektarbeit (verrechenbar)
  2. Kundenkommunikation (oft verrechenbar, aber leicht vergessen)
  3. Korrekturen / Scope-Änderungen (kritisch für Änderungsanfragen)
  4. Admin & Finanzen (Rechnungen, Belege, MWST-Vorbereitung)
  5. Akquise/Marketing (Leads, Offerten)

Innerhalb von 2–4 Wochen wissen Sie:

  • Ihre tatsächliche Stundenprofitabilität
  • welche Kunden Sie mehr kosten als sie zahlen
  • ob Ihre «verfügbare Kapazität» real oder imaginär ist

Eine einfache Wochenvorlage (zum Kopieren)

Nutzen Sie diese Struktur:

  • Mo–Fr:
    • Kunde A (Projekt) — Xh
    • Kunde A (Calls/E-Mail) — Xh
    • Kunde B — Xh
    • Admin/Finanzen — Xh
    • Akquise/Marketing — Xh
  • Sa/So (optional):
    • Nur erfassen, wenn es passiert – dann fragen, warum

Der grösste Gewinn: Erfasste Zeit in Rechnungen umwandeln

Wenn Ihre Zeiterfassung und Rechnungsstellung in separaten Tools (oder Tabellen) leben, verlieren Sie Geld durch:

  • vergessene verrechenbare Minuten
  • Rundungsfehler
  • verzögerte Rechnungsstellung
  • unklare Positionen

Wenn Sie über das «Solo-Chaos» hinauswachsen wollen, ist der beste Schritt: Stunden → Rechnung → Zahlungsverfolgung in einem Workflow verbinden.

Für die Schweiz gebaut

Zeit erfassen, schneller fakturieren,
Schweizer Admin im Griff behalten

QR-Rechnungen, MWST und Schweizer Anforderungen machen Ihren Workflow spezifischer, als viele globale Tools annehmen. Magic Heidi ist für Schweizer Freelancer und Solo-Unternehmer gebaut.

Rechnungslisten-Ansicht

Wenn Sie in der Schweiz freiberuflich arbeiten, ist Ihre Administration nicht generisch – QR-Rechnungen, MWST-Handling und Schweizer Anforderungen machen den Workflow spezifischer, als viele globale Tools annehmen.

Magic Heidi ist für Schweizer Freelancer und Solo-Unternehmer gebaut, die weniger Zeit mit Admin und mehr Zeit mit verrechenbarer Arbeit verbringen wollen.

Mit Magic Heidi können Sie:

  • Zeit erfassen, damit Sie immer wissen, wie viele Stunden Sie tatsächlich geleistet haben
  • Schweiz-konforme Rechnungen erstellen (inkl. QR-Rechnungen wo relevant)
  • Ausgaben schnell erfassen (damit sich Belege nicht stapeln)
  • Geräteübergreifend organisiert bleiben (arbeiten Sie von Handy, Laptop oder Web)

Nützliche Links:

  • Rechnungsstellung:
  • KI-Belegerfassung:
  • MWST-Verwaltung:
  • Preise:
  • Funktionen:

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FAQ

FAQ: Arbeitszeiten für Freelancer in der Schweiz

Gelten die maximalen Wochenarbeitszeiten (45/50) für selbstständige Freelancer in der Schweiz?

Die strengen 45/50-Stunden «maximale wöchentliche Arbeitszeiten» sind oft als Arbeitnehmerschutz gemäss Arbeitsgesetz (ArG) formuliert. Wirklich selbstständige Freelancer verwalten typischerweise ihre eigenen Arbeitszeiten – aber die Regeln werden relevant, wenn Ihre Situation einer Anstellung ähnelt, wenn Sie über eine Firmenstruktur arbeiten oder wenn Sie Personal beschäftigen. Quelle: SECO-Übersicht: https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Arbeit/Arbeitsbedingungen/Arbeitnehmerschutz/Arbeits-und-Ruhezeiten.html

Was ist die Überzeitgrenze in der Schweiz (170/140 Stunden)?

SECO fasst die Jahresgrenzen für gesetzliche Überzeit zusammen als 170 Stunden/Jahr (bei Geltung des 45-Stunden-Maximums) und 140 Stunden/Jahr (bei Geltung des 50-Stunden-Maximums). Dies gilt primär im Kontext des ArG-Arbeitnehmerschutzes. Quelle: https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Arbeit/Arbeitsbedingungen/Arbeitnehmerschutz/Arbeits-und-Ruhezeiten.html

Was ist der Unterschied zwischen Überstunden und Überzeit?

Im Schweizer Sprachgebrauch bedeutet Überstunden meist Stunden über das vertraglich/betrieblich Vereinbarte hinaus (Anstellungskontext), während Überzeit typischerweise Stunden über die gesetzliche maximale Wochenarbeitszeit (45/50 gemäss ArG) bezeichnet. Die Unterscheidung ist wichtig für Compliance und Vergütungsregeln im Anstellungsverhältnis. Quelle: https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Arbeit/Arbeitsbedingungen/Arbeitnehmerschutz/Arbeits-und-Ruhezeiten.html

Dürfen Freelancer in der Schweiz nachts arbeiten (23:00–06:00)?

Nachtarbeit ist im Rahmen des Arbeitnehmerschutzes (für Angestellte) reguliert und kann je nach Kontext und Branche Einschränkungen/Bewilligungen beinhalten. Wenn Sie selbstständig und unabhängig arbeiten, können Sie Ihre Arbeit anders planen – aber wenn Sie Angestellte haben oder in einem anstellungsähnlichen Verhältnis arbeiten, behandeln Sie Nachtarbeit als Compliance-Thema und prüfen Sie offizielle Quellen. Quelle: https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Arbeit/Arbeitsbedingungen/Arbeitnehmerschutz/Arbeits-und-Ruhezeiten.html

Dürfen Freelancer in der Schweiz sonntags arbeiten?

Sonntagsarbeit ist ebenfalls im Rahmen des Arbeitnehmerschutzes reguliert, mit Ausnahmen in bestimmten Branchen. Für Selbstständige geht es oft mehr um Kundenverträge, Zugangsregeln und nachhaltige Arbeitsbelastung. Wenn Sie Personal beschäftigen, können Sonntagsarbeitsregeln für diese gelten und sollten sorgfältig behandelt werden. Quelle: https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Arbeit/Arbeitsbedingungen/Arbeitnehmerschutz/Arbeits-und-Ruhezeiten.html

Ich bin GmbH/AG-Inhaber – gilt das Arbeitszeitrecht für mich?

Das kann sein, abhängig von Ihrer Rolle, wie Ihr Anstellungsverhältnis strukturiert ist und ob Sie als Angestellter Ihrer Firma behandelt werden. Wenn Sie unsicher sind, klären Sie das früh – besonders bevor Sie Kundenverträge unterschreiben, die Angestellten-Compliance voraussetzen.

Wie erfasse ich als Schweizer Freelancer am besten meine Arbeitszeiten?

Erfassen Sie Stunden nach Kunde + Projekt + Aktivitätstyp (Delivery, Kommunikation, Korrekturen, Admin). Nutzen Sie die Daten zur Verbesserung von Preisgestaltung und Rechnungsgeschwindigkeit. Das beste Setup ist eines, bei dem erfasste Stunden einfach zu Rechnungspositionen werden – damit Sie keinen Umsatz verlieren.

Fazit: Kennen Sie die Regeln, dann bauen Sie ein System, das Ihre Zeit schützt

Wenn Sie in der Schweiz freiberuflich arbeiten, ist der klügste Ansatz:

  1. Verstehen Sie den Schweizer Arbeitszeitrahmen (45/50 Stunden, Überzeitkonzepte, Nacht-/Sonntagsschutz) – und für wen er geschrieben ist.
  2. Behandeln Sie die Angestelltengrenzen als Massstab für nachhaltige Kapazität, auch wenn Sie selbstständig sind.
  3. Erfassen Sie Ihre Zeit konsequent, damit Sie selbstbewusst kalkulieren, genau abrechnen und «unsichtbare Überzeit» vermeiden können.

Wenn Zeiterfassung und Rechnungsstellung verstreut sind, verlieren Sie Stunden und Geld. Wenn sie verbunden sind, gewinnen Sie Klarheit – und Kontrolle.

Bereit, Ihre Arbeitszeiten messbar (und verrechenbar) zu machen?
Testen Sie Magic Heidi, um Zeit zu erfassen, die Rechnungsstellung zu vereinfachen und Schweizer Admin an einem Ort zu behalten.

Machen Sie Ihre Arbeitszeit messbar – und verrechenbar

Erfassen Sie Zeit, erstellen Sie Schweiz-konforme Rechnungen und behalten Sie den Admin-Aufwand in einem Workflow im Griff.