Schluss mit Mahnungen: Automatisieren Sie Ihre Erinnerungen
Zahlungsverzug belastet Ihr Geschäft. 85% der Freelancer sind betroffen. Erfahren Sie, wie Automatisierung Zahlungsverzug um 45% reduziert – ohne Kundenbeziehungen zu gefährden.

Zahlungsverzug trifft Schweizer Freelancer.
Härter als gedacht.
Laut Remote's 2025 Contractor Management Report erleben 85% der Freelancer Zahlungsverzug. Noch schlimmer: 21% werden häufiger verspätet als pünktlich bezahlt. Jede Stunde, die Sie überfälligen Rechnungen hinterherlaufen, ist eine Stunde weniger für bezahlte Arbeit.
Stunden verschwendet
Manuelles Schreiben von MahnungenUnangenehme Gespräche
Persönlich nach Geld fragen müssenLiquiditätsengpässe
Ersparnisse anzapfen für laufende KostenDie wahren Kosten des Mahnwesens
Die 2025 Global Freelance Payment Analysis zeigt das Ausmass des Problems:
- 63% der Freelancer warten mehr als 30 Tage auf Zahlung nach Projektabschluss
- 31% erleben Verzögerungen von über 60 Tagen
- Zahlungsverzug kostet die globale Freelance-Wirtschaft geschätzte CHF 79 Milliarden jährlich an verlorener Produktivität
Eine Studie der Association of Independent Professionals ergab, dass 43% der Freelancer erwogen haben, die Selbständigkeit aufzugeben – wegen Zahlungsstress.
Was das Schweizer Recht zu Mahnungen sagt
Was viele Schweizer Freelancer nicht wissen: Zahlungserinnerungen sind in der Schweiz rechtlich nicht vorgeschrieben.
5% Verzugszins
Erheben Sie ab dem ersten Mahndatum jährliche Zinsen gemäss Schweizer Obligationenrecht.
Mahngebühren
Verrechnen Sie Mahngebühren, wenn diese in Ihrem Vertrag oder AGB festgelegt sind.
Keine Wartefrist
Setzen Sie 10, 14 oder 30 Tage Zahlungsfrist – was für Ihr Geschäft passt.
Sofortige Betreibung
Sie können direkt nach Fristablauf eine Betreibung einleiten – ohne Vorwarnung.
Der dreistufige Mahnprozess
Schweizer Unternehmen folgen typischerweise einem Drei-Stufen-Prozess:
- Zahlungserinnerung – Ein freundlicher Hinweis
- Mahnung (formelle Mahnung) – Eine bestimmtere Aufforderung mit Konsequenzen
- Betreibung (Schuldbetreibung) – Der rechtliche Durchsetzungsweg
Die Automatisierung der ersten beiden Schritte wahrt Ihre Professionalität und schützt gleichzeitig Ihren Cashflow.
So funktionieren automatische Zahlungserinnerungen
Statt Fälligkeitsdaten manuell zu verfolgen und individuelle Mahn-E-Mails zu schreiben, übernimmt die Automatisierung den gesamten Mahnablauf. Einmal einrichten, und das System überwacht Ihre Rechnungen und versendet Erinnerungen genau zum richtigen Zeitpunkt.

So sieht gute
Automatisierung aus
Daten von FreshBooks zeigen: Automatische Mahnungen reduzieren Zahlungsverzug im Schnitt um 45%.
Intelligente Erkennung
Erkennt automatisch, wenn eine Rechnung überfällig wird.
- Echtzeit-Zahlungsüberwachung
- Sofortige Überfälligkeits-Alerts
- Kein manuelles Tracking nötig
- Funktioniert für alle Rechnungen
Zeitgesteuerte Mahnungen
Versenden Sie vorformulierte Mahnungen in Ihren gewählten Intervallen.
- Anpassbare Zeitpläne
- Professionelle Vorlagen
- Mehrsprachiger Support
- QR-Zahlungscodes inklusive
Vollständige Nachverfolgung
Wissen Sie genau, welche Mahnungen wann versendet wurden.
- Komplette Mahnhistorie
- Eskalations-Alerts
- Zahlungsbestätigung
- Kundenkommunikations-Log
Ihr automatisierter Mahn-Zeitplan
Die effektivste Mahnsequenz balanciert Hartnäckigkeit mit Professionalität. Hier ist ein Schweiz-spezifischer Zeitplan, der funktioniert.
Tag 0: Rechnung versendet
Sofort versenden mit klaren Bedingungen und QR-Code. Seit 2022 sind QR-Rechnungen der Schweizer Standard.
Tag 7-14: Erste Erinnerung
Freundlicher Hinweis: 'Vielleicht übersehen? Hier nochmals der QR-Code zur einfachen Zahlung.'
Tag 15-20: Zweite Mahnung
Bestimmterer Ton: 'Gemäss Vereinbarung fallen 5% Verzugszins an. Bitte zahlen Sie innert 7 Tagen.'
Tag 30: Letzte Mahnung
Hinweis auf nächste Schritte: 'Bei Nichtzahlung innert 10 Tagen erwäge ich rechtliche Schritte.'
Anpassung an Ihre Kunden
Berücksichtigen Sie Ihre Kundenbeziehungen bei der Einrichtung der Automatisierung:
- Langjährige Stammkunden: Mahnungen später starten mit sanfterem Ton
- Neukunden: Standard-Zeitplan einhalten
- Grossunternehmen: Rechnen Sie mit 30 oder 60 Tagen Standardzahlungsziel
- Internationale Kunden: Zahlungsgepflogenheiten variieren je nach Land
Berücksichtigen Sie auch die Sprache. Die Schweiz hat vier Landessprachen, und Ihre Mahnungen sollten der Präferenz Ihres Kunden entsprechen. Die meisten Schweizer Rechnungsprogramme unterstützen Vorlagen auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.
Die richtige
Schweizer Software wählen
Ihre Buchhaltungssoftware sollte Automatisierung mühelos machen. Achten Sie auf Schweiz-spezifische Funktionen für Compliance und Effizienz.
Unverzichtbar für Schweizer Compliance
DE, FR, IT, EN Vorlagen
Anpassbare Intervalle
Keine Doppelerfassung
Best Practices für wirksame Mahnungen
Die Automatisierung übernimmt das Timing, aber Ihre Formulierung zählt weiterhin.
Bleiben Sie professionell
Automatisierte Mahnungen nehmen die Peinlichkeit. Vermeiden Sie emotionale Sprache.
Rechnung immer beilegen
Original mit QR-Zahlungscode anhängen. Weniger Schritte = schnellere Zahlung.
Auf Ihre AGB verweisen
Vertragsbedingungen zitieren gibt Legitimität. Es ist nicht persönlich – es ist geschäftlich.
Klare nächste Schritte
Offener Betrag, Zahlungsweg, Frist und Kontakt für Fragen.
Wenn Kunden trotzdem nicht zahlen
Automatisierung löst die meisten Fälle, aber manche Kunden brauchen mehr Intervention:
Schritt 1: Persönlicher Kontakt
Nach Ihrer automatisierten Sequenz greifen Sie zum Telefon. Manchmal deckt ein direktes Gespräch Probleme auf – Liquiditätsengpässe, Streitigkeiten oder administrative Fehler.
Schritt 2: Formelles Mahnschreiben
Senden Sie einen eingeschriebenen Brief mit dem offenen Betrag, aufgelaufenen Zinsen, einer 10-Tage-Frist und Ihrer Absicht, rechtliche Schritte einzuleiten.
Schritt 3: Betreibung
Das Schweizer Betreibungssystem ermöglicht Ihnen, Forderungen ohne Gerichtsurteil einzutreiben:
- Antrag beim lokalen Betreibungsamt stellen
- Schuldner hat 20 Tage zum Zahlen oder Rechtsvorschlag erheben
- Eintrag beeinträchtigt die Bonität des Kunden für 5 Jahre
- Nur als letztes Mittel einsetzen
Schritt 4: Wissen, wann man loslässt
Bei kleinen Beträgen können die Inkassokosten den Forderungswert übersteigen. Schreiben Sie uneinbringliche Forderungen ab und finden Sie Kunden, die zuverlässig zahlen.
Zahlungsverzug verhindern, bevor er entsteht
Die beste Inkassostrategie ist, keine zu brauchen. Diese Praktiken reduzieren Zahlungsverzug von Anfang an.
- 📅Kürzere Zahlungsfristen
10-14 Tage statt 30
- 💵Anzahlungen verlangen
25-50% im Voraus bei Grossprojekten
- ⚡Sofort fakturieren
Rechnung versenden bei Projektabschluss
- 🎁Skonto anbieten
2% Rabatt bei Zahlung innert 10 Tagen
- Rechnung #3
Magic Heidi
CHF 500
Jan 29
- Rechnung #2
Webbiger LTD
CHF 2000
Jan 24
- Rechnung #1
John Doe
CHF 600
Jan 20
Klare Verträge haben
Ihr Vertrag sollte spezifizieren:
- Zahlungsbedingungen (Fälligkeit, akzeptierte Zahlungsmethoden)
- Verzugszinsen (5% ist Standard, höher erfordert Vereinbarung)
- Mahngebühren (falls vorhanden)
- Konsequenzen bei Nichtzahlung
Neukunden prüfen
Fragen Sie beim Onboarding nach Zahlungsprozessen. Grossunternehmen haben oft feste Zahlungszyklen. Das zu verstehen hilft Ihnen, realistische Erwartungen zu setzen.

Übernehmen Sie die Kontrolle über Ihren Cashflow
Die Automatisierung Ihres Mahnwesens eliminiert Stunden manueller Nachverfolgung, beschleunigt Zahlungseingänge um 45% und wahrt professionelle Beziehungen. Die Einrichtung dauert eine Stunde. Die Zeitersparnis bleibt für immer.
Häufig gestellte Fragen
Sind Zahlungserinnerungen in der Schweiz gesetzlich vorgeschrieben?
Nein. Nach Schweizer Recht können Sie technisch gesehen sofort nach Ablauf der Zahlungsfrist eine Betreibung einleiten. Ein strukturierter Mahnprozess ist jedoch besser für die Kundenbeziehung und löst meist die meisten Zahlungsverzüge.
Welchen Zinssatz kann ich bei Zahlungsverzug verlangen?
Gemäss Schweizer Obligationenrecht können Sie ab dem ersten Mahndatum 5% Jahreszins verlangen. Höhere Sätze sind nur gültig, wenn sie ausdrücklich im Vertrag festgelegt sind.
Um wie viel reduzieren automatische Mahnungen den Zahlungsverzug?
Daten von FreshBooks zeigen, dass automatische Mahnungen den Zahlungsverzug im Schnitt um 45% reduzieren. Das ist fast die Hälfte Ihrer Zahlungsprobleme, gelöst mit einer einmaligen Einrichtung.
Welche Zahlungsfristen sollte ich als Schweizer Freelancer verwenden?
Während 30 Tage in der Schweiz üblich sind, nutzen Freelancer oft 10-14 Tage Fristen. Kürzere Fristen erzeugen Dringlichkeit und verbessern den Cashflow.
Was, wenn ein Kunde nach allen Mahnungen immer noch nicht zahlt?
Wenn automatische Mahnungen scheitern, versuchen Sie zuerst persönlichen Kontakt. Falls das nicht funktioniert, senden Sie ein formelles Mahnschreiben per Einschreiben. Als letztes Mittel können Sie beim lokalen Betreibungsamt ein Betreibungsverfahren einleiten.