Dropshipping in der Schweiz: Der praktische MWST-Leitfaden
für Freelancer
Eine Schweiz-fokussierte Anleitung zu Firmengründung, MWST/TVA inkl. Versandhandelsregelung, Zoll, Lieferanten, Retouren und einer Launch-Checkliste – damit Sie mit Klarheit und Vertrauen starten können.

Dropshipping Schweiz: Der praktische MWST-Leitfaden für Freelancer
Dropshipping kann für Schweizer Freelancer (Selbständigerwerbende / indépendants) ein smarter Weg sein, eine E-Commerce-Einnahmequelle aufzubauen – ohne vorab Lagerbestand zu kaufen. Aber die Schweiz bringt Komplexitäten mit, die die meisten generischen Anleitungen ignorieren: Zoll, Einfuhr-MWST, die Versandhandelsregelung, mehrsprachige Erwartungen und hohe Kundenservice-Standards.
Dieser Leitfaden ist Schweiz-zentriert konzipiert. Sie erfahren, wie Dropshipping funktioniert, was legal ist, wie Sie eine Rechtsform wählen, wie die Schweizer MWST Preise und Lieferung beeinflusst, und wie Sie einen Shop aufbauen, dem Kunden wirklich vertrauen.
Was ist Dropshipping (und wie funktioniert es in der Schweiz)?
Dropshipping ist ein E-Commerce-Modell, bei dem Sie Produkte über Ihren Online-Shop verkaufen, aber ein Drittanbieter das Produkt direkt an Ihren Kunden versendet. Sie lagern kein Inventar; Sie konzentrieren sich auf Produktauswahl, Marketing, Kundenerlebnis und Support.
Typischer Ablauf
- Sie listen Produkte in Ihrem Shop (Shopify/WooCommerce).
- Ein Kunde in der Schweiz bestellt und bezahlt Sie.
- Sie leiten die Bestelldaten an Ihren Lieferanten weiter.
- Der Lieferant versendet an den Kunden.
- Sie übernehmen Kundenkommunikation, Rückgabe-/Erstattungsrichtlinien und After-Sales-Support.
Schweiz-spezifische Realität: Wenn Waren aus dem Ausland (EU/UK/China) versendet werden, können Kunden mit Zollabfertigung, Einfuhr-MWST und Bearbeitungsgebühren konfrontiert werden, plus längeren Lieferzeiten. Diese Faktoren beeinflussen Conversion-Rate, Bewertungen und Rückerstattungsquoten – Sie müssen Ihr Geschäft entsprechend gestalten.
Ist Dropshipping in der Schweiz legal?
Grundsätzlich ist Dropshipping in der Schweiz legal. Entscheidend ist, ob Sie es wie ein regelkonformes Unternehmen führen:
- Sie befolgen Konsumenten- und Werbevorschriften (transparente Preise, Lieferzeiten, Rückgaberichtlinien).
- Sie erfüllen Steuerpflichten (einschliesslich Schweizer MWST/TVA, falls anwendbar).
- Sie respektieren Produktkonformität (besonders bei Kosmetik, Kinderprodukten, Elektronik, Ladegeräten etc.).
- Sie stellen ordnungsgemässe Geschäftsidentifikation auf Ihrer Website bereit (Impressum/Kontaktdaten und klare Verkäuferverantwortung).
Bei Unklarheiten zu Grenzfällen (regulierte Produkte, spezielle Kennzeichnungspflichten, medizinische Aussagen) konsultieren Sie einen qualifizierten Fachmann. Der Punkt ist einfach: Dropshipping ist nicht «illegal» – aber nachlässige Führung kann schnell teuer werden.
Warum Schweizer Freelancer Dropshipping wählen (und wann es nicht passt)
Vorteile für Freelancer in der Schweiz
- Geringe Startkosten: keine Lagerbestandskäufe zu Beginn.
- Flexibles Nebengeschäft: managebar neben der Kundenarbeit.
- Schnelles Produkttesten: Produkte listen, Nachfrage validieren, iterieren.
- Skaliert ohne Lager: Wachstum erfordert keinen Lagerraum.
- Zugang zu globalen Lieferanten: grosser Katalog, viele Nischen.
Wann Dropshipping nicht passt
Dropshipping kann enttäuschen, wenn Sie:
- volle Kontrolle über Verpackung, Unboxing und Versandgeschwindigkeit wollen (ausser Sie wählen lokales/EU-Fulfillment);
- sich nicht zum Kundensupport verpflichten können (Schweizer Käufer erwarten schnelle, präzise Antworten);
- nur über den niedrigsten Preis konkurrieren wollen (Marktplätze und grenzüberschreitende Riesen gewinnen dieses Spiel).
Eine sicherere Positionierung für die Schweiz ist: Klarheit + Vertrauen + planbare Lieferung, nicht «am billigsten».
Schritt 1: Rechtsform wählen (Einzelfirma vs GmbH/Sàrl)
Wenn Sie bereits freiberuflich tätig sind, haben Sie möglicherweise bereits eine Struktur. Falls nicht, hier eine praktische Entscheidungshilfe.
Option A: Einzelfirma (Einzelunternehmen / raison individuelle)
Geeignet, wenn Sie:
- klein anfangen und Nachfrage validieren;
- mit einfacherer Administration zufrieden sind;
- mit persönlicher Haftung einverstanden sind (wichtige Überlegung).
Vorteile: schnelle Gründung, niedrigere laufende Kosten, unkompliziert in der Frühphase.
Nachteile: weniger Trennung zwischen privatem und geschäftlichem Risiko; Glaubwürdigkeit kann für manche Zielgruppen niedriger sein.
Option B: GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung / Sàrl)
Geeignet, wenn Sie:
- klarere Trennung von privatem und geschäftlichem Risiko wollen;
- planen zu skalieren und anzustellen;
- höhere Volumen, mehr Lieferanten, mehr Streitigkeiten/Retouren erwarten.
Vorteile: wahrgenommene Glaubwürdigkeit, Haftungstrennung.
Nachteile: mehr Administration und Kosten.
Praktischer Tipp: Viele Gründer validieren den Product-Market-Fit unter einer einfacheren Struktur und formalisieren dann weiter, wenn das Geschäft wiederholbar ist.
Schritt 2: Schweizer MWST + Zoll – was Dropshipper verstehen müssen
Dies ist der Teil, den die meisten «Dropshipping Schweiz»-Anleitungen überspringen, obwohl es das grösste operative Risiko ist.
Das Kernproblem: Grenzüberschreitender Versand erzeugt Reibung
Wenn Ihr Lieferant aus dem Ausland direkt an Ihren Schweizer Kunden versendet, kann das Paket auslösen:
- Einfuhr-MWST,
- mögliche Zollgebühren (je nach Produkttyp/Wert),
- Bearbeitungs-/Verzollungsgebühren von Spediteuren,
- Lieferverzögerungen durch Verzollung.
Wenn Kunden überrascht werden, sehen Sie:
- abgebrochene Warenkörbe («Warum ist der Versand so kompliziert?»),
- Rückerstattungsanfragen,
- Chargebacks und schlechte Bewertungen.
Die Versandhandelsregelung (konzeptionelle Übersicht)
Die Schweiz hat spezifische MWST-Regeln für den Versandhandel und grenzüberschreitenden Distanzverkauf. Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) gibt offizielle Hinweise, wie die MWST-Registrierung durch Lieferungen in die Schweiz unter bestimmten Bedingungen ausgelöst werden kann – häufig im Zusammenhang mit einer CHF 100'000-Schwellenlogik für grenzüberschreitende Verkäufer je nach Umständen diskutiert.
Quelle: ESTV-Leitfaden zu Versandhandel und MWST-Pflichten:
https://www.estv.admin.ch/estv/de/home/mehrwertsteuer/mwst-steuerpflicht/mwst-versandhandel.html
Was das für Freelancer bedeutet:
Sie können MWST nicht als «optionales Später»-Thema behandeln. Ihre Preisgestaltung, Checkout-Kommunikation und Lieferantenwahl müssen darauf abgestimmt sein, wie Steuern und Importprozesse Ihren Kunden betreffen.
Wichtig: MWST-Pflichten können davon abhängen, wie Ihr Geschäft strukturiert ist (wer der eingetragene Verkäufer ist, wer importiert, Rechnungsflüsse, Schwellenwerte und ob Plattformen involviert sind). Im Zweifelsfall bestätigen Sie Ihr spezifisches Szenario anhand offizieller Quellen oder professioneller Beratung.
Wer zahlt Importkosten beim Dropshipping?
Bei vielen Dropshipping-Setups zahlt der Kunde letztendlich Einfuhr-MWST/-Gebühren bei Lieferung, es sei denn, Sie gestalten bewusst einen «delivered duty paid»-Versand (bei dem Kosten vorausbezahlt/gehandhabt werden). Wenn Sie dies nicht kontrollieren, müssen Sie es klar kommunizieren vor dem Kauf.
Best Practice in der Schweiz:
- Zeigen Sie Gesamtkosten so transparent wie möglich.
- Versprechen Sie realistische Lieferzeiten (kopieren Sie nicht generische «5–8 Werktage»-Angaben).
- Platzieren Sie «Zoll-/Importgebühren können anfallen»-Hinweise dort, wo sie gesehen werden (Produktseite + Versandrichtlinie + Checkout).
Schritt 3: Eine Lieferantenstrategie wählen, die für die Schweiz funktioniert
Ihre Lieferantenwahl geht nicht nur um Produktkosten – es geht um Lieferzuverlässigkeit, Retourenabwicklung und Compliance.
EU vs China vs «lokales» Fulfillment: Was zu erwarten ist
EU-Lieferanten (oft der beste Startpunkt für Schweizer Vertrauen)
- typischerweise schnellerer Versand als Übersee,
- einfachere Retourenlogistik (immer noch grenzüberschreitend, aber machbar),
- konsistentere Produktstandards.
China/Übersee-Lieferanten (hohes Margenpotenzial, höheres Risiko)
- längere Lieferzeit,
- höhere Variabilität,
- mehr Zollreibung,
- höhere Rückerstattungsquoten, wenn Erwartungen nicht gemanagt werden.
Lokales/nahes Fulfillment (Premium-Ansatz)
- bessere Liefervorhersagbarkeit,
- weniger Überraschungen für Kunden,
- stärkere Markenwahrnehmung,
- oft niedrigere Margen, aber bessere Conversion und Wiederholungskäufe.
Lieferanten-Checkliste (nutzen Sie diese, bevor Sie ein Produkt listen)
- Versand-SLAs: realistische Lieferzeiten in die Schweiz, Tracking-Qualität.
- Retourenablauf: wohin gehen Retouren, wer zahlt, wie schnell Rückerstattungen möglich sind.
- Mängelquoten-Handling: Ersatzrichtlinie, Nachweisanforderungen.
- Compliance: Dokumentation für Elektronik/Kosmetik/Kinderartikel wenn relevant.
- Verpackung und Branding: neutrale Verpackung? Rechnungen im Paket? (kann Kunden verwirren).
- Lagerkonsistenz: vermeidet den Verkauf von Artikeln, die nach Kauf ausverkauft sind.
Faustregel: In der Schweiz performt «billig aber langsam» oft schlechter als «etwas teurer aber planbar».
Schritt 4: Ihren Online-Shop aufbauen (Plattformen, Kosten und was Schweizer Käufer erwarten)
Plattformoptionen: Shopify vs WooCommerce (kurzer Kosten-Realitätscheck)
Shopify (Geschwindigkeit und Einfachheit)
Shopify ist beliebt für Dropshipping, weil es schnell zu lancieren und App-freundlich ist. Die offiziellen Preise werden öffentlich publiziert (Pläne variieren nach Region und Abrechnungszeitraum).
Preisreferenz (global): https://www.shopify.com/pricing
Geeignet für: Freelancer, die schnell mit minimalem technischen Aufwand starten wollen.
WooCommerce (Kontrolle und Flexibilität)
WooCommerce ist ein WordPress-Plugin, das günstig starten kann, aber die wahren Kosten sind meist:
- Hosting,
- Theme,
- kostenpflichtige Erweiterungen,
- Performance-/Sicherheitswartung,
- gelegentliche Entwicklungsarbeit.
Kostenaufschlüsselung: https://wise.com/us/blog/woocommerce-pricing
Geeignet für: Gründer, die maximale Kontrolle wollen und technische Wartung bewältigen (oder auslagern) können.
Schweizer Vertrauens-Essentials für Ihren Shop
Schweizer Kunden suchen typischerweise nach Vertrauenssignalen, bevor sie bei einem neuen Shop kaufen. Priorisieren Sie:
- klare Firmenidentität und Kontaktoptionen,
- transparente Lieferzeiten (nicht vage),
- klare Rückgabe-/Erstattungsrichtlinie,
- sicherer Checkout und erkennbare Zahlungsmethoden,
- Produktseiten mit spezifischen Informationen (Materialien, Grössen, Kompatibilität).
Wenn Sie mehrere Regionen bedienen, erwägen Sie Sprachlokalisierung:
- Deutsch / Français / Italiano (mindestens DE/FR bei begrenztem Budget).
Schritt 5: Versandversprechen, Lieferzeiten und Retouren (wo Dropshipping gelingt oder scheitert)
Liefererwartungen setzen, die Rückerstattungen reduzieren
Dropshipping-Rückerstattungen kommen oft von einer Sache: die Kundenerfahrung entspricht nicht dem, was Sie impliziert haben.
Schreiben Sie Versandinformationen so:
- «Versand von: EU/UK/Übersee»
- «Geschätzte Lieferung in die Schweiz: X–Y Werktage»
- «Tracking verfügbar: Ja/Nein»
- «Zoll-/Importgebühren: wer zahlt, was zu erwarten ist»
Retouren: Legen Sie Ihre Richtlinie fest, bevor Sie Werbung schalten
Eine starke Richtlinie ist nicht «grosszügig» oder «streng» – sie ist klar und operativ umsetzbar.
Entscheiden Sie:
- wohin Retouren gesendet werden (Schweiz? EU-Adresse? Lieferant?),
- wer Rücksendekosten zahlt,
- wie Sie beschädigte oder falsche Artikel handhaben,
- Rückerstattungs-Timelines.
Schweiz-spezifische Realität: Wenn Retouren nach Übersee müssen, können Kosten den Produktwert übersteigen. Viele erfolgreiche Shops:
- wählen EU-Fulfillment,
- wählen Produkte mit höherem AOV,
- oder bieten Teilerstattungen/Artikel-behalten-Lösungen für niedrigwertige Artikel (innerhalb einer klaren Richtlinie).
Schritt 6: Ihren Dropshipping-Shop in der Schweiz vermarkten (SEO + Ads + Vertrauen)
SEO: Schweiz-Intent-Keywords anvisieren (DE + FR + EN)
Wenn Sie konsistenten organischen Traffic wollen, bauen Sie Content rund um High-Intent-Suchanfragen wie:
- Dropshipping Schweiz / dropshipping Suisse / dropshipping Switzerland
- Dropshipping MWST Schweiz / TVA Suisse dropshipping / dropshipping VAT Switzerland
- Zoll Schweiz Dropshipping / Versandhandelsregelung MWST Schweiz
- Online-Shop gründen Schweiz / création boutique en ligne Suisse
Verwenden Sie Fragen-Überschriften auf Produktkategorieseiten und Blogbeiträgen:
- «Muss ich Schweizer MWST auf Dropshipping erheben?»
- «Wie funktionieren Zollgebühren für Schweizer Kunden?»
- «Wie lange dauert die Lieferung in die Schweiz?»
Bezahlte Werbung: Nicht skalieren, bevor die Unit Economics bewiesen sind
Bevor Sie Werbeausgaben erhöhen, verifizieren Sie:
- Bruttomarge nach Rückerstattungen,
- versandbezogene Beschwerderate,
- Kundensupport-Aufwand,
- Zahlungsgebühren und Plattformkosten.
Schweizer Vertrauenssignale, die die Conversion-Rate erhöhen
Fügen Sie diese früh hinzu:
- echte Kundensupport-E-Mail + Antwortzeit-Versprechen,
- klare «Über uns»-Seite (wer Sie sind, wo Sie operieren),
- Produktbewertungen (authentisch, nicht generisch),
- transparente Steuer-/Versandkommunikation.
Häufige Fehler beim Schweizer Dropshipping (und wie Sie sie vermeiden)
1) MWST/Zoll ignorieren, bis Bestellungen eingehen
Lösung: Mappen Sie Ihren Ablauf vorab – wer verkauft, wer importiert, was Kunden zahlen und wie Sie es kommunizieren. Nutzen Sie die offizielle ESTV-Anleitung als Basis.
2) Lieferantenlieferzeiten kopieren
Lösung: Veröffentlichen Sie Lieferfenster basierend auf tatsächlicher Performance, nicht auf Lieferantenangaben.
3) Eine Nische mit hohem Compliance-Risiko wählen
Lösung: Beginnen Sie mit Produktkategorien mit niedriger Regulierung, dann erweitern Sie, wenn der Betrieb stabil ist.
4) Kein realistischer Retourenplan
Lösung: Entscheiden Sie Retourenlogistik und Kostenverteilung, bevor Sie Werbung schalten.
5) Schwache Buchhaltung von Tag eins
Lösung: Erfassen Sie Umsatz, Gebühren, Rückerstattungen und Werbeausgaben sauber. Dropshipping-Margen können gut aussehen – bis Chargebacks und Rückerstattungen eintreffen.
FAQ: Dropshipping in der Schweiz (Recht, MWST, Betrieb)
Ist Dropshipping in der Schweiz erlaubt?
Ja, grundsätzlich. Sie müssen Schweizer Geschäfts-, Konsumenten-, Produkt- und Steuerregeln einhalten.
Muss ich eine Firma gründen, um mit Dropshipping zu starten?
Oft ja – zumindest sobald Sie kommerziell operieren. Die richtige Struktur (Einzelfirma vs GmbH/Sàrl) hängt von Risiko, Skalierungsplänen und Administrationspräferenzen ab.
Muss ich Schweizer MWST (MWST/TVA) erheben?
Das hängt von Ihrem Setup, Volumen und wie die grenzüberschreitenden Versandhandelsregeln zutreffen, ab. Prüfen Sie die ESTV-Anleitung und bestätigen Sie Ihr Szenario.
Quelle: https://www.estv.admin.ch/estv/de/home/mehrwertsteuer/mwst-steuerpflicht/mwst-versandhandel.html
Was ist die Versandhandelsregelung?
Es ist das Schweizer MWST-Framework, das grenzüberschreitende Verkäufer unter bestimmten Bedingungen für die Schweizer MWST verantwortlich machen kann (oft im Zusammenhang mit Schwellenlogik wie CHF 100'000 in der Praxis diskutiert). Nutzen Sie die ESTV-Anleitung für Details und Definitionen.
Wer zahlt Zoll und Einfuhr-MWST beim Dropshipping in die Schweiz?
Bei Versand aus dem Ausland können Einfuhr-MWST/-Gebühren während der Lieferung berechnet werden – oft dem Empfänger – es sei denn, Ihre Versandbedingungen/Prozesse handhaben es anders. Ihr Shop sollte klar kommunizieren, was Kunden erwarten sollten.
Kann ich an Kunden ausserhalb der Schweiz dropshippen?
Ja, aber Sie müssen MWST/Steuerregeln in diesen Märkten auch berücksichtigen – besonders EU-MWST, wenn Sie in die EU verkaufen.
Ist Dropshipping in der Schweiz 2026 noch profitabel?
Es kann sein, aber die Konkurrenz ist intensiv und Kunden vergleichen Sie mit grossen Marktplätzen. Profitabilität hängt oft von Differenzierung, Vertrauen, planbarer Lieferung und straffer Kontrolle von Rückerstattungen und Werbeausgaben ab.
Welche Lieferzeit tolerieren Schweizer Kunden?
Schweizer Käufer sind schnellen Inlandsversand gewohnt, aber viele akzeptieren längere Lieferung, wenn Sie transparent sind und der Wert klar ist. Das Problem ist nicht langsamer Versand – es ist überraschender Versand.
Sollte mein Shop auf Deutsch oder Französisch sein?
Wenn Sie national verkaufen, ist zweisprachig (DE/FR) ein starker Vorteil. Mindestens passen Sie die Region, die Sie anvisieren, mit lokalisierten Produktseiten, Richtlinien und Support-Vorlagen an.
Welche Produkte sollte ich als Anfänger vermeiden?
Vermeiden Sie Kategorien mit hohem Sicherheits-/Compliance-Risiko oder hoher Retourenwahrscheinlichkeit (z.B. bestimmte Elektronik/Ladegeräte, Kinderartikel, Kosmetik mit Werbeaussagen) bis Sie Compliance und Retouren verstehen.
Welche Tools brauche ich neben Shopify/WooCommerce?
Mindestens: Analytics, Kundensupport-Workflows und ein zuverlässiges System für Rechnungsstellung, Ausgaben und Buchhaltung – damit Sie immer Ihre wahre Marge nach Gebühren, Rückerstattungen und MWST kennen.
Launch-Checkliste: Dropshipping in der Schweiz (schnell, realistisch)
- Nische wählen und Nachfrage validieren (nicht auf Vermutungen verlassen)
- Rechtsform entscheiden (Einzelfirma vs GmbH/Sàrl)
- MWST-/Zollablauf mappen (eingetragener Verkäufer, Importprozess, Kundenkommunikation)
- Lieferanten mit klaren Versand- + Retourenfähigkeiten für die Schweiz auswählen
- Shop mit Schweizer Vertrauens-Basics aufbauen (Richtlinien, Kontakt, Lieferzeiten, Sprachen)
- Versand- & Retourenrichtlinie definieren, die Sie tatsächlich umsetzen können
- Unit Economics tracken (COGS, Werbung, Rückerstattungen, Gebühren, MWST-Auswirkungen)
- Marketing langsam starten, Conversion optimieren, dann skalieren
Nächster Schritt: Ihre Dropshipping-Finanzen von Tag eins «sauber» halten (CTA)
Dropshipping-Geschäfte scheitern nicht nur wegen Marketing – sie scheitern, weil Gründer die echten Zahlen nicht sehen können: Rückerstattungen, Gebühren, MWST-Auswirkungen, Werbeausgaben und Gewinn pro Bestellung.
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