Du bist nicht gesetzlich verpflichtet, Pausen zu machen. Warum also?
Weil häufige Unterbrechungen die Produktivität um 20% senken und Arbeiten ohne strategische Erholung direkt zum Burnout führt, der fast die Hälfte aller Freelancer betrifft.
Mit etwa 25% der Schweizer Arbeitnehmenden, die freiberuflich tätig sind (laut Deloitte), ist das kein Nischenthema – es ist eine weitverbreitete Herausforderung, die systematische Lösungen erfordert.
Aktuelle Forschung aus 2025 enthüllt etwas Überraschendes über die populäre Pomodoro-Technik.
Eine Meta-Analyse zeigt, dass Pomodoro-Interventionen konsequent den Fokus verbesserten und mentale Ermüdung reduzierten. Allerdings erlebten Teilnehmende mit dieser Methode einen schnelleren Anstieg der Ermüdung und Motivationsabfall im Vergleich zu selbstregulierten Pausen.
Hier kommt der Twist: Es gab keinen Gesamtunterschied bei Produktivität oder Aufgabenabschluss zwischen beiden Ansätzen.
Der wahre Gewinner? Systematische Pausen jeglicher Art.
Forschung von Biwer et al. (2023) zeigte, dass systematische Pausen – ob Pomodoro oder individuelle Zeitpläne – «Stimmungsvorteile und Effizienzvorteile» brachten im Vergleich zu Pausen «wann immer mir danach ist». Teilnehmende erledigten ähnliche Aufgaben in kürzerer Zeit mit strukturierten Pausensystemen.
Die Erkenntnis: Kurze mentale Pausen regenerieren effektiv kognitive Ressourcen bei anspruchsvollen Aufgaben. Das spezifische Timing (25 Minuten, 50 Minuten, 90 Minuten) ist weniger wichtig als ein konsistentes System.