Nagelstudio Rechnung

Rechnung schreiben als Nagelstudio: Kompletter Leitfaden für die Schweiz

MWST, QR-Rechnung, AHV-Anmeldung — alles, was du für korrekte Rechnungen im Nagelstudio brauchst.

Magic Heidi Nagelstudio Rechnung

Nagelstudio Rechnung Schweiz: Der komplette Leitfaden

Eine Nagelstudio-Rechnung in der Schweiz muss die Pflichtelemente gemäss OR Art. 469 enthalten, bei MWST-Pflicht 8.1% MWST ausweisen und einen QR-Rechnung-Zahlteil beinhalten, damit deine Kundinnen bequem bezahlen können. Ob du ein Studio in Zürich führst, in Bern als Mobile-Nail-Artistin arbeitest oder in St. Gallen einen kleinen Salon betreibst — eine korrekte Rechnung hält dich MWST-konform und sorgt dafür, dass du schneller bezahlt wirst.

In diesem Leitfaden geht es Schritt für Schritt durch alles, damit deine Nagelstudio-Rechnung vom ersten Tag an stimmt — von der AHV-Anmeldung über die Einzelfirma-Struktur, MWST-Schwellen, QR-Rechnung, Akonto- und Schlussrechnung, typische Preise für Gelnägel und Maniküre bis hin zu einer gebrauchsfertigen Vorlage.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die MWST-Pflicht greift ab einem steuerbaren Jahresumsatz von CHF 100'000 — die meisten Nagelstudios starten darunter.
  • Der MWST-Satz beträgt 8.1% auf alle Nageldienstleistungen (Gelnägel, Acrylnägel, Maniküre, Nail-Art).
  • Die AHV-Anmeldung ist obligatorisch, sobald du selbständig erwerbstätig bist — ab dem ersten Franken.
  • Eine QR-Rechnung gehört auf jede Rechnung, die per Banküberweisung bezahlt wird.
  • Preise setzt du frei — es gibt keinen amtlichen Tarif für Nageldienstleistungen.
  • Eine fertige Rechnungsvorlage mit allen Pflichtangaben gibt es als Word-, Excel- und PDF-Datei.

Rechtliche Grundlagen: Was auf jede Nagelstudio-Rechnung muss

Zwei Gesetzestexte sind für deine Nagelstudio-Rechnung relevant: das Obligationenrecht (OR) und die Mehrwertsteuerverordnung (MWSTV).

OR Art. 469 legt die Mindestangaben fest, die jede Rechnung enthalten muss — unabhängig von der MWST-Pflicht:

  1. Name und Adresse des Rechnungsstellers — dein vollständiger Geschäftsname inkl. Rechtsform (z.B. «Sarah's Nail Studio, Einzelfirma»).
  2. Name und Adresse des Empfängers — Vor- und Nachname, Strasse, PLZ und Ort deiner Kundin.
  3. Rechnungsdatum — der Tag, an dem du die Rechnung ausstellst.
  4. Leistungsbeschrieb — konkret und nachvollziehbar. «Gelnägel mit French-Look, Auffüllen» funktioniert. «Nägel» nicht.
  5. Betrag — Gesamtbetrag, bei mehreren Positionen aufgeschlüsselt.

Art. 26 MWSTG ergänzt diese Anforderungen, sobald du MWST-pflichtig bist oder dich freiwillig registrierst. Dann kommen hinzu:

  • Eine fortlaufende Rechnungsnummer (z.B. 2026-001, 2026-002).
  • Deine UID-Nummer (Unternehmens-Identifikationsnummer).
  • Der MWST-Satz (8.1%) und der ausgewiesene MWST-Betrag in CHF.

Die offiziellen Vorgaben findest du auf der Website der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV). Die rechtlichen Texte kannst du auf admin.ch einsehen.

MWST im Nagelstudio: Ab wann wird's Pflicht?

Die häufigste Frage von Nagelstudio-Besitzerinnen: Muss ich MWST abrechnen? Die Antwort hängt vom Jahresumsatz ab.

Die CHF 100'000 Schwelle

In der Schweiz bist du MWST-pflichtig, wenn dein steuerbarer Jahresumsatz CHF 100'000 übersteigt. Für ein typisches Nagelstudio mit 3–4 Behandlungen pro Tag zu durchschnittlich CHF 90.00 bedeutet das:

  • 25 Behandlungen/Woche × CHF 90.00 = CHF 2'250.00/Woche
  • 52 Wochen × CHF 2'250.00 = CHF 117'000.00/Jahr

Bei dieser Auslastung wirst du MWST-pflichtig. Das heisst:

  1. Du musst dich bei der ESTV registrieren
  2. Auf jeder Rechnung 8.1% MWST ausweisen
  3. Vierteljährlich oder jährlich die MWST abrechnen und überweisen
  4. Ab diesem Moment die QR-Rechnung mit MWST-Ausweis verwenden

Die MWST-Regeln für Selbstständige sind übersichtlich. Magic Heidi erledigt die MWST-Abrechnung automatisch — du gibst einfach deinen MWST-Satz ein.

Mini-Story: Sarah aus Zürich

Sarah eröffnet ihr Nagelstudio "Nail Art Zürich" als Einzelfirma. Sie hat monatlich ca. CHF 6'000.00 Umsatz — also rund CHF 72'000.00 pro Jahr. Damit liegt sie unter der MWST-Schwelle von CHF 100'000 und ist nicht MWST-pflichtig. Ihre Rechnungen enthalten keinen MWST-Ausweis, dafür aber alle Pflichtangaben nach OR Art. 469: Name, Adresse, Datum, Rechnungsnummer, Leistungsbeschreibung und Gesamtbetrag. Sie nutzt die Rechnungssoftware von Magic Heidi, die das automatisch erledigt. Sarah hat monatlich 20 Minuten administrativen Aufwand — mehr nicht.

Mini-Story: Nadia aus Bern

Nadia betreibt ein gut laufendes Nagelstudio in Bern. Mit CHF 115'000.00 Umsatz im Jahr 2025 überschreitet sie die MWST-Schwelle. Sie muss sich bei der ESTV registrieren und ab Januar MWST abrechnen. Da sie bisher keine MWST ausgewiesen hat, ändert sich für ihre Kundinnen der Preis: Aus CHF 100.00 werden CHF 108.10 (brutto). Nadia kommuniziert das transparent: ein Aushang im Studio und eine Info auf der nächsten Rechnung reichen. Die MWST-Abrechnung erledigt sie online in wenigen Minuten pro Quartal.

Freiwillige MWST-Registrierung: Lohnt sich das?

Viele Nagelstudio-Besitzerinnen fragen sich, ob sie sich freiwillig bei der MWST registrieren lassen sollen — auch wenn der Umsatz unter CHF 100'000 liegt. Die Antwort: Es kommt auf deine Eingangsrechnungen an.

Vorsteuerabzug: Geld zurück vom Staat

Wenn du dich freiwillig registrierst, kannst du Vorsteuer auf deine Einkäufe zurückfordern. Das heisst: Die MWST, die du für Gelpolish, UV-Lampen, Möbel, Miete oder Ausbildungskurse bezahlst, holst du dir von der ESTV zurück. Bei Materialeinkäufen von CHF 8'000.00 pro Jahr sind das grob gerechnet CHF 600.00.

Der Haken: Du musst 8.1% MWST auf deine Rechnungen aufschlagen. Deine Kundinnen zahlen also mehr — es sei denn, du nimmst den Aufschlag in deine Preise auf. Viele Nagelstudios tun das anfangs, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Die ESTV bietet ein Online-Tool zur MWST-Registrierung. Die Registrierung ist kostenlos — du musst nur jährlich oder quartalsweise abrechnen.

AHV-Anmeldung für dein Nagelstudio

Bevor du die erste Rechnung schreibst, musst du dich bei der AHV anmelden. Das gilt für jedes Nagelstudio — egal wie klein. Die AHV-Anmeldung ist obligatorisch, sobald du selbstständig erwerbstätig bist.

Wann giltst du als selbstständig?

Nach AHVG Art. 2–3 giltst du als selbstständig erwerbend, wenn du:

  • Deine Tätigkeit selbstständig und auf eigene Rechnung ausüben
  • Dein eigenes Nagelstudio führen und das Unternehmensrisiko tragen
  • Deine Preise selbst bestimmen
  • Deine Arbeitszeit frei einteilen können

Das trifft auf fast alle Nagelstudio-Besitzerinnen zu. Auch wer nebenberuflich ein Nagelstudio betreibt (z.B. abends und am Wochenende), muss sich anmelden. Mehr dazu im Leitfaden nebenberuflich selbständig in der Schweiz.

Wie funktioniert die AHV-Anmeldung?

  1. Ausgleichskasse finden: Jeder Kanton hat eine zuständige Ausgleichskasse. Die AHV/IV hilft bei der Suche.
  2. Anmeldung einreichen: Füll das Anmeldeformular aus und reich es mit Belegen ein (z.B. erste Rechnungen, Businessplan).
  3. Beitrag festsetzen: Die Ausgleichskasse setzt deinen Beitrag fest — rund 10% des AHV-pflichtigen Einkommens für AHV/IV/EO, bei kleinen Einkommen weniger, dazu Verwaltungskosten.
  4. Rechnung bekommen: Du erhältst eine AHV-Rechnung, die du per QR-Rechnung bezahlst.

Mini-Story: Lisa aus St. Gallen

Lisa betreibt seit sechs Monaten ein kleines Nagelstudio in St. Gallen. Sie wusste nicht, dass sie sich bei der AHV anmelden muss — niemand hatte ihr das gesagt. Nach einem Jahr meldet sich die Ausgleichskasse bei ihr: Nachzahlung der AHV-Beiträge für das ganze Jahr, plus einen Zuschlag für die verspätete Anmeldung. Hätte Lisa sich sofort nach Geschäftsstart angemeldet, hätte sie den Zuschlag gespart. Die Nachzahlung selbst wäre trotzdem fällig gewesen — aber ohne Strafzuschlag. Heute nutzt Lisa die Kundinnenverwaltung von Magic Heidi und hat alle Unterlagen digital an einem Ort.

Nagelstudio-Preise: Was du verrechnen darfst

Die Preisgestaltung im Nagelstudio ist frei — es gibt keine gesetzlichen Tarife wie bei Ärzten oder Zahnärzten. Du setzt deine Preise selbst fest, basierend auf Kosten, Erfahrung und lokalem Markt.

Typische Preisspannen in der Schweiz

LeistungPreisrange
Maniküre (ohne Lack)CHF 40.00–60.00
Maniküre mit LackCHF 50.00–75.00
Gelnägel (Neu)CHF 80.00–120.00
Gelnägel (Auffüllen)CHF 60.00–90.00
Acrylnägel (Neu)CHF 90.00–140.00
Acrylnägel (Auffüllen)CHF 70.00–100.00
Nail Art (pro Nagel)CHF 5.00–15.00
French Look (Aufpreis)CHF 10.00–20.00

Diese Preise variieren je nach Kanton, Studio-Grösse und Erfahrung. In Zürich und Genf liegen die Preise tendenziell höher als in ländlichen Gebieten.

Was nimmst du in die Rechnung auf?

Jede Leistung erscheint als separate Position auf der Rechnung. Das gibt Kundinnen Transparenz und schützt dich bei Streitigkeiten. Ein Beispiel:

Rechnung Nr. 2026-045
Datum: 12. Juli 2026

Nail Art Studio Zürich
Bahnhofstrasse 15, 8001 Zürich

Kundin: Maria Huber
Seestrasse 42, 8002 Zürich

Leistung                        Menge    Preis        Total
────────────────────────────────────────────────────────────
Gelnägel mit Verlängerung       1        CHF 110.00   CHF 110.00
Nail Art (3 Nägel)              3        CHF 8.00     CHF 24.00
────────────────────────────────────────────────────────────
Zwischenbetrag                                         CHF 134.00
MWST (8.1%)                                             CHF 10.85
────────────────────────────────────────────────────────────
Gesamtbetrag                                            CHF 144.85

Dieses Beispiel zeigt eine MWST-pflichtige Rechnung. Wenn du unter CHF 100'000 Umsatz liegst, entfällt der MWST-Ausweis — der Gesamtbetrag ist dann einfach CHF 134.00.

Eine fertige Rechnungsvorlage mit allen Pflichtangaben findest du bei Magic Heidi. Die Vorlage passt sich automatisch an — mit oder ohne MWST.

Akonto und Schlussrechnung im Nagelstudio

Bei grösseren Aufträgen — z.B. einer kompletten Hochzeits-Behandlung für die Brautparty — arbeiten Nagelstudios oft mit Akonto (Anzahlung) und Schlussrechnung.

So funktioniert's

  1. Akonto-Rechnung: Du stellst eine Anzahlung in Rechnung, bevor die Leistung erbracht wird. Typisch sind 30–50% des Gesamtpreises.
  2. Schlussrechnung: Nach Abschluss der Arbeit stellst du die restliche Summe in Rechnung. Auf der Schlussrechnung muss der bereits bezahlte Akonto-Betrag abgezogen und ausgewiesen werden.

Beispiel: Brautparty-Nägel für 5 Personen, Gesamtpreis CHF 450.00.

  • Akonto-Rechnung: CHF 200.00 (bei Buchung)
  • Schlussrechnung: CHF 250.00 (nach Behandlung)
  • Die Schlussrechnung zeigt: "Akonto CHF 200.00 — bereits bezahlt"

Die QR-Rechnung funktioniert für Akonto- und Schlussrechnungen gleich. Der einzige Unterschied ist der Rechnungstyp und der Betrag.

Häufige Fehler bei Nagelstudio-Rechnungen

Fehler 1: MWST ausweisen, ohne MWST-pflichtig zu sein

Wenn du nicht MWST-pflichtig bist, darfst du auch keine MWST ausweisen. MWST auf der Rechnung auszuweisen, ohne bei der ESTV registriert zu sein, ist nicht zulässig und kann zu Rückforderungen führen.

Lösung: Prüf deinen Jahresumsatz. Unter CHF 100'000 = keine MWST, dafür ein Hinweis wie «Kein MWST-Ausweis». Über CHF 100'000 = bei der ESTV registrieren.

Fehler 2: QR-IBAN und normale IBAN verwechseln

Für eine QR-Rechnung mit strukturierter 27-stelliger QR-Referenz brauchst du eine QR-IBAN — eine spezielle IBAN, die dir deine Bank ausstellt. Für eine QR-Rechnung ohne Referenz reicht deine normale IBAN vollkommen. Verwechselst du beides, passt die Referenz nicht zur IBAN und die Bank weist die Zahlung zurück.

Lösung: Nutz die Rechnungssoftware von Magic Heidi — sie erzeugt den QR-Code passend zu deiner hinterlegten IBAN. Die technischen Vorgaben für die QR-Rechnung werden von Swiss Payment Standards definiert.

Fehler 3: Rechnungsnummer nicht fortlaufend

Rechnungsnummern sollten fortlaufend und lückenlos sein. Wenn du Rechnung 001, 002, 004 ausstellst — aber 003 fehlt — kann das Steueramt bei einer Prüfung nachfragen.

Lösung: Magic Heidi vergibt Rechnungsnummern automatisch und fortlaufend.

Fehler 4: Leistungen nicht klar beschrieben

"Behandlung" reicht als Beschreibung nicht. Schreib stattdessen: "Gelnägel mit Verlängerung, inkl. French Look". Je präziser die Beschreibung, desto weniger Missverständnisse bei Kundinnen — und desto besser bei einer allfälligen Steuerprüfung.

Fehler 5: AHV-Beiträge ignorieren

Viele Nagelstudio-Gründerinnen vergessen die AHV-Anmeldung. Die Konsequenz: Nachzahlungen mit Zuschlägen. Die AHV ist keine freiwillige Versicherung — sie ist gesetzlich verankert (AHVG Art. 2–3). Auch wer nebenberuflich selbständig ist, muss sich anmelden.

Nagelstudio als Einzelfirma gründen

Die meisten Nagelstudios in der Schweiz werden als Einzelfirma gegründet. Das ist die einfachste Rechtsform — kein Kapital, kein Handelsregistereintrag nötig (unter CHF 100'000 Umsatz), minimale Administrationskosten.

Schritte zur Einzelfirma

  1. Namen wählen: Der Firmenname einer Einzelfirma muss deinen Familiennamen enthalten. Einen Fantasiezusatz wie «Nail Art Zürich» darfst du daneben führen.
  2. AHV anmelden: Wie oben beschrieben — obligatorisch vor dem ersten Kunden.
  3. Gewerbeversicherung prüfen: Eine Betriebshaftpflicht ist ratsam — die Prämie hängt von Deckung und Umsatz ab.
  4. Lokale Vorschriften: Prüf kantonale Vorschriften für Nagelstudios (Hygienevorschriften, Raumnutzung).
  5. QR-IBAN einrichten: Bei deiner Bank eine QR-IBAN eröffnen für QR-Rechnungen.

Der komplette Leitfaden zur Einzelfirma-Gründung in der Schweiz hilft dir Schritt für Schritt. Die Preise von Magic Heidi starten bei CHF 25.00/Monat im Jahresabo, die ersten drei Rechnungen sind gratis — deutlich schlanker als eine KMU-Suite, siehe bexio Preise und den bexio-Alternative-Vergleich.

Nagelstudio-Rechnung als Mobile-Nail-Artistin

Immer mehr Nageldesignerinnen arbeiten mobil — sie kommen zur Kundin nach Hause. Das ändert an der Rechnungsstellung nichts Grundlegendes, aber ein paar Punkte sind wichtig:

  • Reisekosten: Du kannst eine Anfahrtspauschale in Rechnung stellen — üblicherweise gestaffelt nach Distanz. Kommunizier sie vor dem Termin.
  • Leistungsort: Der Leistungsort kann auf der Rechnung stehen — das ist aber keine Pflicht.
  • QR-Rechnung: Auch mobil erstellst du die Rechnung am besten digital — mit der Magic Heidi App direkt nach der Behandlung am Handy.

Mobile Nagelstudios profitieren besonders von einer cloudbasierten Lösung: Keine Papierrechnungen, keine Excel-Listen, alles in einer App. Ebenso wie Friseure und Tattoo-Künstlerinnen brauchen Nagelstudios eine einfache, korrekte Rechnungsstellung — egal ob im Salon oder mobil. Auch Personal Trainer in der Schweiz stehen vor ähnlichen Fragen: Paketpreise, Akontozahlungen, nebenberuflicher Start.

Software für deine Nagelstudio Rechnung: Warum Excel nicht reicht

Viele Nagelstudios starten mit einer Excel-Vorlage oder einem Word-Dokument. Das funktioniert für die ersten paar Rechnungen, wird aber schnell unübersichtlich. Du verlierst den Überblick über offene Rechnungen, vergisst Mahnungen, kannst keine QR-Rechnung generieren und verbringst mehr Zeit mit Admin als mit Kundinnen.

Eine bessere Lösung: eine Schweizer Rechnungssoftware, die speziell für Selbständige und kleine Unternehmen entwickelt wurde. Magic Heidi erstellt korrekte Rechnungen mit QR-Rechnung in unter 30 Sekunden, verwaltet deine Kundinnen automatisch und liefert steuerfertige Berichte für deine MWST- und AHV-Abrechnung. Alles vom Handy aus — ideal, wenn du zwischen zwei Terminen schnell eine Rechnung schreiben willst.

Wenn du andere Tools vergleichen willst, wirf einen Blick auf unseren Vergleich von Magic Heidi als bexio-Alternative — für Solo-Nagelstudios ist Magic Heidi meist die einfachere Wahl, weil es auf Schweizer Selbständige zugeschnitten ist und nicht auf KMU mit Mitarbeitenden. Und falls dich die MWST-Abrechnung online interessiert, führt dich ein separater Leitfaden durch den Prozess.

Fazit: Deine Nagelstudio-Rechnung — sicher und korrekt

Eine korrekte Nagelstudio-Rechnung in der Schweiz ist kein Hexenwerk. Die wichtigsten Punkte:

  1. Pflichtangaben nach OR Art. 469 auf jeder Rechnung — egal wie klein.
  2. MWST ab CHF 100'000 steuerbarem Jahresumsatz (8.1%). Darunter: keine MWST, freiwillige Registrierung möglich.
  3. AHV-Anmeldung vor dem ersten Kunden — sonst drohen Nachzahlungen.
  4. QR-Rechnung für alle Banküberweisungen — der alte ESR ist nicht mehr gültig.
  5. Akonto und Schlussrechnung für grössere Aufträge.
  6. Preise frei setzen — es gibt keinen amtlichen Tarif; orientier dich an Kosten, Erfahrung und lokalem Markt.

Der grösste Fehler, den wir sehen, ist nicht die Rechnungsstellung selbst. Es ist, alles manuell mit Excel und Word zu machen. Das kostet dich Zeit, die du bei deinen Kundinnen verbringen könntest, und führt früher oder später zu Fehlern — eine vergessene Rechnungsnummer, eine falsche MWST-Berechnung, eine nicht zugestellte Mahnung. Eine Software wie Magic Heidi nimmt dir diesen Aufwand ab, damit du dich auf das konzentrieren kannst, was du am besten kannst: wunderschöne Nägel gestalten.

Häufige Fragen zu Nagelstudio-Rechnungen

Muss ich als Nagelstudio in der Schweiz MWST berechnen?

Du musst 8.1% MWST berechnen, wenn dein jährlicher steuerbarer Umsatz CHF 100'000 übersteigt. Unterhalb dieser Schwelle ist die MWST-Registrierung freiwillig. Manche Nagelstudios registrieren sich freiwillig, um Vorsteuer auf Material, Lampen und Equipment zurückzufordern — ob sich das lohnt, hängt von deinen Einkäufen ab.

Was muss auf einer Nagelstudio Rechnung stehen?

Jede Rechnung muss gemäss OR Art. 469 folgende Elemente enthalten: Name und Adresse des Rechnungsstellers und der Kundin, Rechnungsdatum, konkreter Leistungsbeschrieb (z.B. «Gelnägel neu, French-Look, 10 Nägel»), Betrag sowie — bei MWST-Pflicht — MWST-Satz (8.1%) und MWST-Betrag. Bei MWST-Pflicht kommen gemäss Art. 26 MWSTG noch eine fortlaufende Rechnungsnummer und deine UID hinzu.

Brauche ich eine QR-Rechnung als Nagelstudio?

Die QR-Rechnung hat den alten ESR seit dem 1. Oktober 2022 abgelöst. Jede Rechnung, die per Banküberweisung bezahlt wird, sollte einen QR-Zahlteil enthalten. Das erleichtert deinen Kundinnen die Zahlung und ermöglicht dir das automatische Matching von Zahlungen über die 27-stellige QR-Referenz.

Wie melde ich mich als Nagelstudio bei der AHV an?

Du meldest dich bei der zuständigen Ausgleichskasse deines Kantons an — das geht online oder per Post. Die Anmeldung ist ab dem ersten Franken Umsatz Pflicht, es gibt keine Untergrenze. Die Ausgleichskasse berechnet deinen Beitrag (rund 10% für AHV/IV/EO, bei kleinen Einkommen weniger) anhand deines selbständigen Einkommens. Bei einem Reingewinn von CHF 50'000.00 sind das grob gerechnet rund CHF 5'000.00 pro Jahr, plus Verwaltungskosten.

Kann ich als Nagelstudio nebenberuflich starten?

Ja, das ist möglich und häufig. Du meldest dein Gewerbe an, eröffnest eine Einzelfirma und registrierst dich bei der AHV. Solange dein Umsatz unter CHF 100'000 liegt, bist du nicht MWST-pflichtig. Achte darauf, deine Preise realistisch zu kalkulieren — auch nebenberuflich solltest du deine Kosten decken und einen angemessenen Stundenansatz erzielen.

Wie funktioniert eine Akontorechnung im Nagelstudio?

Bei aufwendigen Behandlungen wie Hochzeits-Nägeln stellst du bei der Buchung eine Akontorechnung über 30–50% des Gesamtpreises. Nach der Dienstleistung folgt die Schlussrechnung, die alle Leistungen auflistet, das Akonto anrechnet und den Restbetrag ausweist. Bei MWST-Pflicht weist du 8.1% MWST auf den Gesamtbetrag aus, nicht nur auf den Restbetrag.

Welche Software eignet sich für Nagelstudio-Rechnungen in der Schweiz?

Magic Heidi ist speziell für Schweizer Selbständige und kleine Geschäfte entwickelt: QR-Rechnung-Generierung, 8.1% MWST-Berechnung, automatische Rechnungsnummerierung, Kundinnenverwaltung und steuerfertige Berichte — alles vom Handy aus, ab CHF 25.00/Monat im Jahresabo. Der Fokus liegt auf Solo-Professionals statt auf KMU mit Mitarbeitenden.

Rechnungen für dein Nagelstudio in 5 Minuten erstellen

Magic Heidi erstellt korrekte Schweizer Rechnungen mit QR-Zahlteil — ab CHF 25/Monat, die ersten drei gratis.