Rechnungsstellung für Tattoo-Künstler in der Schweiz: Der komplette Leitfaden für 2026
QR-Rechnung, MWST bei 8.1%, Depots, Abrechnung über mehrere Sitzungen — alles, was du brauchst, um korrekt zu fakturieren und auf der richtigen Seite des Schweizer Rechts zu stehen.

Rechnungen als Tattoo-Künstler in der Schweiz brauchen einen QR-Zahlteil, alle Pflichtfelder gemäss Art. 26 MWSTG, 8.1% MWST bei Registrierung, eine saubere Depot-Verfolgung über mehrere Sitzungen und ordentliche AHV-Unterlagen. Wenn du in der Schweiz professionell tätowierst und ohne korrekte Rechnungen bezahlt wirst, setzt du dich — rechtlich und finanziell — einem Risiko aus.
Egal, ob du als Solo-Künstler in einem privaten Studio arbeitest oder ein gut besuchtes Studio mit mehreren Künstlern führst: Dieser Leitfaden führt dich durch alles, was du über die Rechnungsstellung für Tattoo-Künstler in der Schweiz wissen musst. Kein Geschwätz, keine Konzern-Sprache — nur das, was du wirklich brauchst, um korrekt bezahlt zu werden und auf der richtigen Seite des Gesetzes zu bleiben.
MWST-Normalsatz 8.1%
Tattoo-Leistungen fallen unter den Normalsatz von 8.1%. Ab CHF 100'000 steuerbarem Jahresumsatz wird die MWST-Registrierung obligatorisch.
QR-Rechnung statt Einzahlungsschein
Die QR-Rechnung hat den roten und orangen Einzahlungsschein abgelöst. Jede Rechnung an Schweizer Kunden braucht einen QR-Zahlteil.
Depots separat fakturieren
Depot bei der Buchung als eigene Rechnung, Endrechnung nach der Sitzung mit ausgewiesener Depot-Gutschrift. Nie stillschweigend abziehen.
AHV vor dem ersten Kunden
Als Selbstständige oder Selbstständiger meldest du dich bei der kantonalen AHV-Ausgleichskasse an, bevor du zahlende Kunden annimmst.
Pro Sitzung abrechnen
Bei mehrteiligen Stücken rechnest du nach jeder Sitzung oder zu vereinbarten Meilensteinen ab — nicht erst nach Monaten am Schluss.
Tattoo-Rechnungen sind in der Theorie einfach — aber die Schweizer Details haben es in sich.
QR-Rechnung, MWST bei 8.1% und Depots über mehrere Sitzungen sind die Stellen, an denen die meisten Tattoo-Künstler Geld verlieren oder nicht konforme Rechnungen ausstellen.
QR-Zahlteil fehlt auf Rechnungen
Die QR-Rechnung hat die alten roten und orangen Einzahlungsscheine abgelöst — ohne QR-Zahlteil bleiben Rechnungen liegen.MWST-Verwirrung bei 8.1%
Über CHF 100'000 musst du dich registrieren, 8.1% berechnen und die MWST auf jeder Rechnung separat ausweisen.Depot-Chaos
Depots, die über mehrere Sitzungen verteilt sind, gehen verloren, werden doppelt gutgeschrieben oder stillschweigend vom Endbetrag abgezogen.Schweizer Rechnungsanforderungen für Tattoo-Künstler (Art. 26 MWSTG)
Wenn du als Tattoo-Studio in der Schweiz eine Rechnung ausstellst, definiert Artikel 26 des MWSTG (Mehrwertsteuergesetz) genau, was deine Rechnung enthalten muss. Fehlt eines dieser Felder, ist deine Rechnung nicht konform — was relevant wird, sobald du MWST-registriert bist und dein Kunde den Vorsteuerabzug geltend machen will.
Das gehört auf jede Rechnung:
- Dein vollständiger Name und deine Adresse (oder deine Firmenbezeichnung, wenn du als Einzelfirma eingetragen bist)
- Vollständiger Name und Adresse deines Kunden
- Deine MWST-Nummer (wenn du MWST-registriert bist) — sie beginnt mit «CHE» gefolgt von neun Ziffern
- Rechnungsdatum und eine eindeutige Rechnungsnummer — fortlaufend, ohne Lücken
- Beschreibung der Leistung — z. B. «Individuell gestalteter Tattoo-Ärmel, 6 Stunden» oder «Tattoo-Sitzung, Oberarm, 3 Stunden»
- MWST-Satz und MWST-Betrag — separat ausgewiesen (8.1% seit 2024)
- Nettobetrag und Bruttobetrag — klar ersichtlich
Auch wenn du unter der Grenze von CHF 100'000 liegst und nicht MWST-registriert bist, ist es gute Praxis, alle Felder ausser der MWST-Nummer und der MWST-Zeile anzugeben. Deine Kunden — und dein Buchhalter — werden es dir danken. Eine fertige Struktur dafür findest du in unserer Rechnungsvorlage.
Ein häufiger Fehler von Tattoo-Künstlern? Auf der Rechnung steht nur «Tattoo» ohne weitere Details. Die Beschreibung muss so spezifisch sein, dass jeder, der sie liest, versteht, was geliefert wurde. «Individuell gestaltetes Rücken-Tattoo, 8 Stunden, Schwarz/Grau» ist das Ziel. Nicht einfach nur «Tattoo».
Der vollständige Gesetzestext zu den Rechnungsanforderungen ist auf admin.ch verfügbar (auf Deutsch, Französisch und Italienisch). Trockene Lektüre, aber die massgebliche Quelle.
QR-Rechnung: Warum Schweizer Tattoo-Künstler sie brauchen
Die QR-Rechnung wurde 2020 eingeführt und hat die alten roten und orangen Einzahlungsscheine (ES/ESR) endgültig abgelöst — seit Oktober 2022 werden die alten Scheine nicht mehr verarbeitet. Wenn du Rechnungen an Schweizer Kunden schickst, gehört auf jede ein QR-Zahlteil.
Der QR-Code codiert deine Zahlungsinformationen — IBAN, Betrag, Empfänger und eine Referenznummer — sodass Kunden ihn mit ihrer Banking-App scannen und sofort bezahlen können. Keine manuelle Eingabe, keine Tippfehler, keine «Ich habe es auf das falsche Konto überwiesen»-Geschichten.
Warum das für Tattoo-Künstler besonders zählt:
- Kunden zahlen schneller. Ein QR-Code bedeutet, dass die Zahlung in der Mobile-Banking-App nur zwei Klicks entfernt ist. Kein IBAN-Abtippen, kein manuelles Erfassen des Betrags. Du bekommst dein Geld schneller.
- Es ist der geltende Zahlungsstandard. Die alten Einzahlungsscheine gibt es nicht mehr. Wenn du sie noch verwendest, sind deine Rechnungen nicht mehr verarbeitbar.
- Depots und Teilzahlungen funktionieren genauso. Du kannst eine QR-Rechnung für einen Depotbetrag erstellen und danach eine separate für den Restbetrag. Die Referenznummer verknüpft jede Zahlung mit der richtigen Rechnung.
Eine korrekte QR-Rechnung zu erstellen erfordert keine teure Software. Mit dem Rechnungsprogramm von Magic Heidi erstellst du in unter einer Minute vom Handy aus eine konforme Schweizer QR-Rechnung. QR-Code, IBAN-Formatierung, Referenznummer und Layout-Anforderungen werden automatisch erledigt. Wie der Zahlteil im Detail aufgebaut ist, erklärt unser Leitfaden zum QR-Rechnung erstellen.
Und nein — du musst dafür nicht die teuerste KMU-Suite abonnieren. Für einen Solo-Tattoo-Künstler ist das überdimensioniert. Magic Heidi bietet QR-Rechnungsstellung ab CHF 25/Monat im Jahresabo — weniger, als die meisten Tattoo-Künstler für ein paar Minuten Arbeit verlangen.
MWST für Tattoo-Künstler (8.1% Normalsatz, CHF 100'000 Grenze)
Sprechen wir über die MWST — die Schweizer Mehrwertsteuer. Hier geraten viele Tattoo-Künstler ins Schleudern, also fassen wir es einfach zusammen.
Der 8.1%-Satz
Seit dem 1. Januar 2024 beträgt der Normalsatz der MWST in der Schweiz 8.1% (zuvor 7.7%). Tattoo-Leistungen fallen unter den Normalsatz, nicht unter den reduzierten Satz von 2.6% (der für Dinge wie Lebensmittel und Bücher gilt). Der Sondersatz von 3.8% gilt nur für Beherbergung.
Wenn du also CHF 1'000.00 für eine Tattoo-Sitzung verlangst und MWST-registriert bist, zahlt dein Kunde insgesamt CHF 1'081.00. Die CHF 81.00 sind MWST, die du einziehst und an die ESTV (Eidgenössische Steuerverwaltung) abführst.
Die CHF 100'000 Grenze
Du musst dich erst dann für die MWST registrieren, wenn dein Jahresumsatz aus steuerbaren Leistungen CHF 100'000 übersteigt. Darunter ist die Registrierung freiwillig.
Aber Vorsicht — «freiwillig» heisst nicht «brauchst du nicht». Wenn deine Kunden Unternehmen sind (ein Studio, das einem anderen Unternehmen Rechnung stellt, oder Firmenkunden), wollen sie MWST auf deinen Rechnungen sehen, um den Vorsteuerabzug geltend zu machen. In dem Fall ist eine freiwillige Registrierung sinnvoll, auch unterhalb der Grenze.
Für Vollzeit-Tattoo-Künstler ist das Erreichen von CHF 100'000 Jahresumsatz realistisch — bei gut ausgelasteter Agenda oft schneller als gedacht. Plane die MWST-Registrierung also eher früher als später ein.
So handhabst du die MWST auf Rechnungen
Wenn du MWST-registriert bist, muss jede Rechnung Folgendes zeigen:
- den Nettobetrag (vor MWST)
- den MWST-Satz (8.1%)
- den MWST-Betrag
- den Bruttobetrag (netto + MWST)
- deine MWST-Nummer
Wie oft du abrechnest, hängt von deiner Abrechnungsart ab: bei der effektiven Methode in der Regel quartalsweise, bei Saldosteuersätzen halbjährlich. Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch eine jährliche Abrechnung möglich. Welche Variante für dich gilt, siehst du in deiner Unterstellungsverfügung der ESTV.
Das manuell zu verwalten ist mühsam. Die MWST-Verwaltung von Magic Heidi erledigt Berechnungen, Erinnerungen und Berichte automatisch. Du konzentrierst dich aufs Tätowieren; die App erledigt das Rechnen.
Halte deine Tattoo-Rechnungen sauber und konform
Eine einfache Gewohnheit: Stell nach jeder Sitzung eine korrekte QR-Rechnung aus, verfolge Depots separat und dokumentiere Korrekturen. Das verwandelt Chaos in verteidigbare Buchhaltung.

Preise festlegen und Tattoo-Sitzungen abrechnen
Bei der Preisgestaltung wird die Rechnungsstellung für Tattoo-Künstler interessant. Es gibt nicht den einen «richtigen» Weg, Tattoo-Arbeiten in der Schweiz zu bepreisen, aber es gibt drei gängige Modelle.
Stundensatz
Der häufigste Ansatz. Was du pro Stunde verlangen kannst, hängt ab von:
- Erfahrung (Lernende vs. Künstler mit zehn und mehr Jahren Praxis)
- Stilspezialisierung (Fine Line, Realismus, Traditional und so weiter)
- Standort (Zürich und Genf liegen tendenziell höher)
- Nachfrage (wer eine Warteliste hat, verlangt mehr)
Stundenabrechnung: Notiere Start- und Endzeit der Sitzung, multipliziere mit deinem Stundensatz und stelle den Gesamtbetrag in Rechnung. Deine Rechnung sollte zeigen: «Tattoo-Sitzung, X Stunden à CHF Y/Stunde.»
Pauschalpreis (pro Stück)
Für individuell gestaltete Designs mit klarem Rahmen — ein bestimmtes Tattoo in einer bestimmten Grösse — kannst du einen Pauschalpreis verlangen. Das funktioniert gut für kleinere Stücke, bei denen du genau weisst, wie lange es dauert.
Die Rechnung lautet dann: «Individuell gestalteter Tattoo-Entwurf, Beschreibung, Pauschalpreis: CHF X.» Wenn du registriert bist, gehört der MWST-Ausweis dazu.
Pro Sitzung (Tagessatz)
Manche Künstler verlangen einen festen Tagessatz unabhängig von den Stunden, zum Beispiel «Tagessatz, mindestens vier Stunden». Das ist üblich für grosse, individuell gestaltete Stücke, bei denen du den Kunden für eine volle Sitzung buchst.
Depots und Buchungsgebühren
Fast jeder Tattoo-Künstler in der Schweiz nimmt ein Depot, um einen Termin zu sichern. Dieses Depot:
- reserviert den Terminslot
- entschädigt dich bei Nichterscheinen des Kunden
- wird auf der Endabrechnung angerechnet
So handhabst du Depots auf Rechnungen:
- Stell eine Depot-Rechnung aus, wenn der Kunde bucht. Das ist eine separate Rechnung für den Depotbetrag mit eigener Rechnungsnummer.
- Stell die Endrechnung aus, nachdem die Sitzung stattgefunden hat: Gesamtbetrag, abzüglich des bereits bezahlten Depots, mit dem noch offenen Restbetrag.
Zieh das Depot nicht einfach stillschweigend ab. Beide Transaktionen müssen für eine saubere Buchhaltung dokumentiert werden — und für die MWST, wenn du registriert bist.
Buchungsgebühren (nicht erstattungsfähig)
Eine Buchungsgebühr unterscheidet sich von einem Depot: Sie ist eine nicht erstattungsfähige Gebühr für die Reservierung des Termins, getrennt von den Tattoo-Kosten. Wenn du eine erhebst, weise sie als separate Position aus: «Buchungsgebühr (nicht erstattungsfähig): CHF X.»
Tattoo-Abrechnung über mehrere Sitzungen
Grosse, individuell gestaltete Stücke — volle Ärmel, Rücken-Tattoos, Bein-Ärmel — erstrecken sich oft über mehrere Sitzungen über Wochen oder Monate. Hier wird die Rechnungsstellung kompliziert.
Das Problem
Du beginnst einen Ärmel im Januar. Der Kunde kommt alle zwei Wochen. Jede Sitzung dauert vier bis sechs Stunden. Wenn das Stück im Mai fertig ist, hast du zehn Sitzungen durchgeführt. Wie rechnest du das ab?
Die Lösungen
Option 1: Nach jeder Sitzung abrechnen
Stell nach jeder Sitzung eine separate Rechnung aus. Jede Rechnung deckt die Stunden und den Satz dieser Sitzung ab. Sauber, einfach, und die Kunden zahlen laufend. Nachteil: mehr Rechnungen zu verwalten.
Option 2: Abschlagszahlungen bei Meilensteinen
Vereinbare vorab Meilensteinzahlungen — etwa nach Sitzung 1 und nach Sitzung 4. Stell bei jedem Meilenstein eine Rechnung aus. Das funktioniert gut für grosse Stücke, bei denen die Gesamtkosten vorab geschätzt werden.
Option 3: Depot plus Restbetrag
Nimm vorab ein grösseres Depot (zum Beispiel einen definierten Anteil des geschätzten Gesamtbetrags) und rechne den Restbetrag über die Sitzungen oder bei Abschluss ab.
Depot-Verfolgung über mehrere Sitzungen
Hier verlieren die meisten Tattoo-Künstler Geld. Wenn ein Kunde ein Depot bezahlt hat und du pro Sitzung abrechnest, musst du:
- den Depotbetrag separat verfolgen
- ihn der richtigen Sitzung zuordnen (in der Regel der ersten, oder anteilig auf alle verteilt)
- die Depotgutschrift auf der Endrechnung ausweisen
Magic Heidi erledigt das für dich — du erfasst das Depot einmal, und die App verfolgt, wie viel bereits angerechnet wurde und wie viel noch offen ist. Keine Excel-Tabelle, keine Klebezettel, kein «Warte, habe ich das Depot schon gutgeschrieben?»
Best Practices für mehrere Sitzungen
- Halte es schriftlich fest. Eine unterzeichnete Offerte oder Projektvereinbarung vor Sitzung 1 erspart dir später Kopfschmerzen.
- Stell Rechnungen umgehend aus. Warte nicht, bis das Stück fertig ist, um Sitzung 1 zu verrechnen. Rechne innerhalb von 48 Stunden nach jeder Sitzung ab.
- Erfasse die Zeit genau. Nutze eine Timer-App, um die genauen Sitzungsstunden zu protokollieren. «Ich glaube, es waren etwa fünf Stunden» führt dazu, dass du zu wenig verrechnest.
- Kommuniziere Änderungen. Wenn eine Sitzung länger dauert oder sich das Design ändert, sag es dem Kunden, bevor du weitermachst. Überraschungspreise zerstören Kundenbeziehungen.
Korrekturen, Nachbesserungen und Rückerstattungen
Nicht jedes Tattoo verläuft perfekt. So handhabst du die heiklen Fälle auf deinen Rechnungen.
Kostenlose Nachbesserungen
Viele Schweizer Tattoo-Künstler bieten eine kostenlose Nachbesserung innerhalb der ersten Monate an. Das ist eine Kulanz, keine gesetzliche Pflicht. So handhabst du es in der Buchhaltung:
- Stell eine Rechnung über CHF 0.00 aus mit der Leistung beschrieben als «Kostenlose Nachbesserung (Garantie)». Das dokumentiert, dass die Leistung erbracht wurde, auch wenn kein Geld geflossen ist.
- Oder stell gar keine Rechnung aus — erfasse es einfach in deiner Kundenverwaltung als kostenlose Sitzung. In jedem Fall gilt: führe eine Aufzeichnung.
Warum eine kostenlose Nachbesserung dokumentieren? Weil du, falls der Kunde später behauptet, das Tattoo sei nie fertiggestellt worden, den Beweis hast, dass du die Arbeit erbracht hast. Es ist ein Papiertrail, nicht nur ein Gefallen.
Korrekturen (kostenpflichtig)
Wenn die Nachbesserung über das hinausgeht, was du kostenlos anbietest (etwa weil der Kunde Änderungen am ursprünglichen Design wünscht oder viel Zeit vergangen ist), verrechnest du sie normal:
«Tattoo-Korrektur, Beschreibung, X Stunden à CHF Y/Stunde.»
Rechne es ab wie jede andere Sitzung. Keine spezielle Behandlung nötig.
Rückerstattungen und Gutschriften
Wenn ein Kunde eine Rückerstattung verlangt (Qualitätsstreit, Komplikation und so weiter), gehst du so vor:
- Stell eine Gutschrift aus — sie storniert die ursprüngliche Belastung und referenziert die ursprüngliche Rechnungsnummer.
- Erstatte die Zahlung — wenn du bereits Geld erhalten hast, sende es über denselben Kanal zurück, über den es gekommen ist.
- Dokumentiere alles — bewahre Aufzeichnungen darüber auf, was schiefgegangen ist, die Kommunikation dazu und die Lösung.
Wenn du MWST-registriert bist, korrigieren Gutschriften auch die eingezogene MWST. Deine MWST-Abrechnung für diese Periode sollte die Korrektur widerspiegeln.
Die meisten Abrechnungs-Apps erledigen Gutschriften automatisch. In Magic Heidi erstellst du mit wenigen Klicks eine Gutschrift aus einer bestehenden Rechnung — MWST, Referenzen und Verbuchung inklusive.
Anforderungen an die Selbstständigkeit für Tattoo-Künstler in der Schweiz
Bevor du deine erste Rechnung ausstellst, stell sicher, dass du als selbstständiger Tattoo-Künstler in der Schweiz rechtlich korrekt aufgestellt bist. Hier ist die Checkliste.
1. AHV-Anmeldung
Die AHV-Ausgleichskasse verwaltet die Alters- und Hinterlassenenversicherung. Als Selbstständige oder Selbstständiger meldest du dich bei deiner kantonalen Ausgleichskasse an, bevor du zahlende Kunden annimmst.
- Der Beitragssatz für Selbstständige liegt bei rund 10% des Einkommens aus selbstständiger Erwerbstätigkeit (AHV, IV und EO zusammen); bei tiefen Einkommen gilt eine degressive Skala und ein Mindestbeitrag
- Du zahlst Akontobeiträge und erhältst nach der definitiven Steuerveranlagung eine Schlussabrechnung
- In den ersten Jahren rechnet die Ausgleichskasse mit einem geschätzten Einkommen
Lass das aus, und du riskierst Nachzahlungen plus Zinsen. Und deine späteren Rentenleistungen leiden für jedes Jahr, in dem du nicht einzahlst. Die aktuellen Sätze und Mindestbeiträge stehen auf ahv-iv.ch.
2. Gewerbe anmelden
In vielen Kantonen meldest du dein Tattoo-Gewerbe bei der zuständigen Stelle an. Der Prozess variiert je nach Kanton, umfasst aber typischerweise:
- ein Registrierungsformular
- eine kleine Gebühr
- den Ausweis und gegebenenfalls einen Strafregisterauszug
Einige Kantone verlangen eine Betriebsbewilligung für Tattoo-Studios, insbesondere wenn du ein physisches Ladenlokal betreibst. Erkundige dich bei deiner Gemeinde und beim kantonalen Amt.
3. Einzelfirma
Die meisten Solo-Tattoo-Künstler starten als Einzelfirma. Es ist die einfachste Rechtsform:
- kein Mindestkapital erforderlich
- du haftest persönlich (keine beschränkte Haftung)
- ab CHF 100'000 Jahresumsatz ist der Eintrag im Handelsregister obligatorisch, darunter freiwillig
- Besteuerung als persönliches Einkommen
Du brauchst keine GmbH oder AG, es sei denn, du hast Angestellte, erhebliche Vermögenswerte oder spezifische Haftungsbedenken. Wie du startest, zeigt unser Leitfaden zum Einzelfirma gründen.
4. Gesundheits- und Hygienevorschriften
Tattoo-Studios in der Schweiz unterliegen kantonalen Gesundheits- und Hygienevorschriften. Die meisten Kantone verlangen:
- ein Hygienekonzept beziehungsweise einen Infektionsschutzplan
- sterile Geräte (Einwegnadeln, Autoklav für wiederverwendbare Materialien)
- sachgerechte Entsorgung von kontaminierten Materialien
- gegebenenfalls eine Inspektion durch das Gesundheitsamt
Der VST (Verband Schweizerischer Berufstätowierer) unterstützt bei der Erfüllung dieser Anforderungen und stellt Vorlagen für Hygienekonzepte zur Verfügung. Wenn du es mit dem Tätowieren in der Schweiz ernst meinst, ist der Beitritt eine Überlegung wert.
5. Versicherungen
Zieh diese Versicherungsarten in Betracht:
- Betriebshaftpflichtversicherung — deckt Schäden an Kunden
- Rechtsschutzversicherung — für Vertragsstreitigkeiten
- Krankentaggeldversicherung — wenn du wegen Krankheit oder Verletzung nicht arbeiten kannst (deine Hände sind deine Existenzgrundlage)
- Sachversicherung für Studio, Einrichtung und Geräte
Die Tool-Frage
Sobald du registriert bist, musst du das Geschäft tatsächlich führen — Rechnungen, Ausgaben, MWST, Belege. Hier werden viele Tattoo-Künstler zu teuren Lösungen überredet.
Klassische KMU-Suiten sind für Betriebe mit Angestellten, Lagerverwaltung und Lohnbuchhaltung gebaut. Für einen Solo-Tattoo-Künstler ist das viel Funktion, die du nie brauchst. Magic Heidi deckt die Schweizer Kernaufgaben — Rechnung, QR-Zahlteil, MWST, Belege — ab CHF 25/Monat im Jahresabo ab, mobile-first gebaut, sodass du zwischen zwei Kunden eine Rechnung vom Handy senden kannst. Die aktuellen Konkurrenztarife stehen auf unserer Seite zu den bexio Preisen.
Wenn du Rechnungen zwischen Sitzungen vom Handy ausstellst (und seien wir ehrlich, die meisten Tattoo-Künstler arbeiten vom Handy), brauchst du eine App, die wirklich für Mobile gebaut ist. Kein Desktop-Tool mit einer klobigen Mobile-Hülle. Deine Belege für Farben, Nadeln und Studiomaterial erfasst du unterwegs mit dem Beleg-Scanner.
FAQ: Rechnungsstellung für Tattoo-Künstler in der Schweiz
Müssen Tattoo-Künstler in der Schweiz MWST berechnen?
Nur wenn dein Jahresumsatz aus steuerbaren Leistungen CHF 100'000 übersteigt. Darunter ist die MWST-Registrierung freiwillig. Wenn deine Kunden aber Unternehmen sind, die den Vorsteuerabzug geltend machen wollen, kann eine freiwillige Registrierung sinnvoll sein. Vollzeit-Tattoo-Künstler überschreiten die Grenze oft schneller als gedacht — plane also vor.
Wie schreibe ich eine Tattoo-Rechnung in der Schweiz?
Deine Rechnung muss deinen Namen und deine Adresse, den Namen und die Adresse des Kunden, das Rechnungsdatum, eine eindeutige Rechnungsnummer, eine Beschreibung der Leistung, die MWST-Nummer (falls registriert), MWST-Satz und -Betrag sowie Netto- und Bruttobeträge enthalten. Dazu kommt ein Schweizer QR-Zahlteil für die Zahlung. Mit einem Tool wie Magic Heidi erstellst du konforme QR-Rechnungen direkt vom Handy — die Formatierung passiert automatisch.
Kann ich Tattoo-Depots separat in Rechnung stellen?
Ja, und das solltest du auch. Stell bei der Buchung eine separate Depot-Rechnung aus, danach nach der Sitzung die Endrechnung, die das Depot als Gutschrift ausweist. Beide Transaktionen müssen dokumentiert werden — für die Buchhaltung und für die MWST, falls du registriert bist. Zieh das Depot nicht einfach stillschweigend vom Endbetrag ab.
Wie setze ich meinen Stundensatz als Tattoo-Künstler in der Schweiz fest?
Es gibt keinen offiziellen Tarif. Dein Satz ergibt sich aus Erfahrung, Stilspezialisierung, Standort und Nachfrage — Zürich und Genf liegen tendenziell höher als ländliche Regionen, und wer eine Warteliste führt, kann mehr verlangen. Rechne deine Fixkosten (Studio, Material, Versicherungen, AHV) auf deine tatsächlich fakturierbaren Stunden um, das ergibt deine Untergrenze. Für den Kunden gilt: immer vorab eine schriftliche Offerte einholen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Tattoo-Studio-Rechnung und der Rechnung eines Solo-Künstlers?
Rechtlich nichts — beide müssen den Anforderungen von Art. 26 MWSTG folgen. Der Unterschied ist strukturell: Ein Studio mit mehreren Künstlern muss unter Umständen verfolgen, wer welche Sitzung durchgeführt hat, Erlöse aufteilen und Löhne abwickeln. Ein Solo-Künstler verrechnet einfach die eigene Arbeit. Die Rechnungsanforderungen sind in beiden Fällen gleich.
Brauche ich spezielle Software für die Tattoo-Rechnungsstellung, oder reicht Excel?
Excel geht, aber du verbringst Stunden damit, QR-Zahlteile zu formatieren, MWST zu berechnen und Depots über Sitzungen hinweg zu verfolgen. Ein dediziertes Tool wie Magic Heidi ab CHF 25/Monat im Jahresabo erledigt QR-Rechnung, MWST, Depots und Belegerfassung automatisch — und funktioniert vom Handy aus. Wenn du eine klassische Finanzbuchhaltung mit doppelter Buchführung brauchst, findest du die Optionen in unserer Übersicht zur Buchhaltungssoftware.
Bring deine Tusche — und deine Rechnungen — auf den Punkt
Konforme Schweizer QR-Rechnungen, MWST-Verwaltung, Depot-Verfolgung über Sitzungen und KI-Belegscan — alles vom Handy, ab CHF 25/Monat im Jahresabo. In der Schweiz gebaut, für Schweizer Selbstständige.