Schreiner-Rechnung Schweiz
Eine Schreiner-Rechnung in der Schweiz muss 8.1% MWST ausweisen, einen QR-Rechnung-Zahlteil enthalten und die Pflichtangaben nach Art. 26 der Mehrwertsteuerverordnung aufführen. Schreinerarbeiten sind nicht von der MWST befreit — und sobald dein Jahresumsatz CHF 100'000 erreicht, wird die MWST-Registrierung obligatorisch.

Warum korrekte Rechnungsstellung für Schweizer Schreiner wichtig ist
8.1% MWST auf alle Schreiner-Dienstleistungen, QR-Rechnung seit Oktober 2022, Stundensätze je nach Region und Spezialisierung und die Pflichtangaben nach Art. 26 MWSTG — Fehler hier führen zu Rückfragen, verzögerten Zahlungen und Kunden, die nicht zahlen.
8.1% MWST auf alle Dienstleistungen
Schreinerarbeiten sind nicht MWST-befreit (im Gegensatz zu Gesundheit oder Bildung) — 8.1% Normalsatz seit Januar 2024, kein reduzierter SatzQR-Rechnung seit Okt. 2022
Die alten roten und orangen Einzahlungsscheine sind weg — jede Rechnung braucht einen Zahlteil mit QR-IBAN und ReferenzStundensatz sauber kalkulieren
Standardarbeiten und Massanfertigungen unterscheiden sich deutlich im Satz — Material und Arbeitszeit gehören getrennt auf die RechnungPflichtangaben nach Art. 26 MWSTG
MWST-Nummer, Leistungsbeschreibung, Nettobetrag — fehlt etwas, kann der Kunde die Rechnung zurückweisenEine Schreiner-Rechnung Schweiz muss 8.1% MWST ausweisen, einen QR-Rechnung-Zahlteil enthalten und die Pflichtangaben nach Art. 26 der Mehrwertsteuerverordnung aufführen. Das gilt, egal ob du einen massgefertigten Eichentisch geliefert oder eine komplette Einbauküche installiert hast. Schreinerarbeiten sind nicht von der MWST befreit — jede Rechnung, die du stellst, unterliegt dem Normalsatz von 8.1%, und sobald dein Jahresumsatz CHF 100'000 erreicht, wird die MWST-Registrierung obligatorisch.
Das typische Muster: sauberer Betrieb, gute Arbeit, treue Kunden — aber abgerechnet wird mit Stunden und Material auf einem Notizblock und einem PDF ohne QR-Zahlteil. Sobald eine grössere Rechnung offen bleibt, fehlen dem Kunden die Zahlungsinformationen, die Kreditorenabteilung findet keine QR-Referenz, und aus «30 Tage netto» werden mehrere Wochen Wartezeit. Eine fehlende QR-Rechnung und eine fehlende MWST-Zeile kosten dich Cashflow und Nerven.
Dieser Leitfaden erklärt alles, was du als Schreiner in der Schweiz für korrekte Rechnungsstellung brauchst: die Pflichtangaben, den MWST-Satz von 8.1%, wie du deinen Stundensatz kalkulierst, Akonto-Rechnungen für mehrstufige Projekte, Material vs. Arbeitszeit und eine kopierfertige Schreiner-Rechnungsvorlage.
8.1% MWST, keine Ausnahme
Schreiner-Dienstleistungen unterliegen dem Normalsatz von 8.1%. Es gibt keinen reduzierten Satz und keine Branchenbefreiung.
QR-Rechnung seit Oktober 2022
Der QR-Zahlteil mit QR-IBAN hat den orangen und roten Einzahlungsschein abgelöst. Ohne ihn bleiben Rechnungen liegen.
MWST-Pflicht ab CHF 100'000
Ab CHF 100'000 steuerbarem Jahresumsatz ist die Registrierung obligatorisch. Darunter ist sie freiwillig — und wegen des Vorsteuerabzugs auf Holz, Beschläge und Werkzeug oft sinnvoll.
Material und Arbeit trennen
Holz, Beschläge und Oberflächenbehandlung gehören als eigene Positionen auf die Rechnung, getrennt von den verrechneten Stunden.
Akonto statt Vorfinanzierung
Anzahlung, Akonto-Rechnungen zu Meilensteinen und eine Schlussrechnung schützen deinen Cashflow bei mehrwöchigen Projekten.
Schweizer Rechnungsvorschriften — die Pflichtangaben nach Art. 26 MWSTG
Jede Schreiner-Rechnung Schweiz muss die Angaben enthalten, die Art. 26 der MWSTV (Mehrwertsteuerverordnung) festlegt. Fehlt eine davon, ist deine Rechnung technisch nicht konform — was die Zahlung verzögern und in seltenen Fällen Rückfragen der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) auslösen kann.
Diese Angaben gehören auf jede Rechnung:
- Vollständiger Name und Adresse des Schreiners — dein Firmenname, Strasse, Postleitzahl und Ort. Wenn du als Einzelfirma arbeitest, gehört hier der eingetragene Firmenname hin.
- Vollständiger Name und Adresse des Kunden — die Person oder Firma, die die Schreinerarbeiten erhält.
- Rechnungsdatum — der Tag, an dem die Rechnung ausgestellt wird.
- Art und Umfang der Dienstleistung — eine klare Beschreibung der ausgeführten Schreinerarbeiten (z. B. «Massgefertigter Eichentisch, 180×90 cm, geölt, inkl. Lieferung»).
- Nettobetrag — die Zwischensumme vor MWST.
- MWST-Satz und MWST-Betrag — für Schreiner sind das 8.1%, als separate Zeile mit dem berechneten Betrag.
- MWST-Nummer (UID mit MWST-Zusatz) — deine Schweizer Mehrwertsteuernummer, erforderlich, sobald du MWST-registriert bist.
Ergänzend regelt das Obligationenrecht die Mindestanforderungen an eine Rechnung. Für MWST-registrierte Schreiner sind die Vorgaben der MWSTV jedoch die strengeren und führen die Pflichtenliste an.
Seit Oktober 2022 hat die QR-Rechnung die alten roten und orangen Einzahlungsscheine (ESR) ersetzt. Wenn du Rechnungen elektronisch oder auf Papier versendest, muss der Zahlteil das QR-IBAN- und QR-Referenzformat verwenden. Viele Schreiner senden noch immer PDFs ohne QR-Zahlteil — eine Lücke, welche die Buchhaltungsabteilungen deiner Kunden sofort bemängeln.
Beispiel aus der Praxis: die verschwundene Zahlung
Ein Schreiner in Bern stellt einem Geschäftskunden ein massgefertigtes Büromöbelsystem in Rechnung — Regale, Schreibtisch und Trennwände. Er listet alles korrekt auf, legt aber eine herkömmliche IBAN ohne QR-Zahlteil bei. Die Kreditorenabteilung des Kunden lässt die Rechnung liegen, weil ihr Zahlungsworkflow einen QR-Scan voraussetzt. Aus einer Rechnung, die nach 30 Tagen bezahlt sein sollte, werden Wochen. Sobald die Vorlage einen QR-Zahlteil enthält, verschwindet dieser Reibungspunkt.
Schreiner-Stundensätze in der Schweiz
Was du pro Stunde verrechnen kannst, hängt von Spezialisierung, Region und Art der Arbeit ab. Einen offiziellen Tarif gibt es nicht — der Satz ergibt sich aus deiner Kostenstruktur und dem lokalen Markt.
Standard- vs. Spezialtarife
- Standard-Schreinerarbeiten: Fenster- und Türeneinbau, Reparaturen, Standardmöbel-Montage, Trockenbau-Holzarbeiten, Bodenaufbau. Das ist das Hauptgeschäft der meisten Wohnungs- und Kleingewerbe-Schreiner und liegt am unteren Ende deiner Tarifspanne.
- Massanfertigungen und Spezialarbeiten: Massgefertigte Möbel (Tische, Schränke, Einbauküchen), historische Fensterrestaurierung, Massivholzmöbel, Intarsienarbeit, Treppenbau. Diese Aufträge erfordern spezialisierte Kenntnisse, höhere Materialqualität und mehr Vorlaufzeit — und rechtfertigen entsprechend höhere Sätze.
Der Stundensatz, den du verrechnest, sollte deine tatsächliche Kostenstruktur widerspiegeln — Werkstatt, Maschinen, Werkzeug, Versicherung, AHV-Beiträge und deinen Ziel-Stundenlohn. Unterpreisung, um Aufträge zu gewinnen, schmälert die Margen schnell; Überpreisung kostet dich wiederkehrende Privatkunden.
Regionale Unterschiede
Stundensätze in Zürich, Genf und Basel tendieren zum oberen Ende der Spanne. In ländlichen Kantonen wie Thurgau, Jura oder Wallis liegen die Tarife eher am unteren Ende. Pass deinen Satz an deinen Markt an — ein Tarif, der in der Stadt selbstverständlich ist, kostet dich in einer ländlichen Region Aufträge.
Beispiel aus der Praxis: Akonto-Rechnungen für besseren Cashflow
Eine Schreinerin in St. Gallen baut ein Massivholz-Esszimmerensemble — Tisch, sechs Stühle und eine Anrichte. Bisher schickte sie eine einzige Schlussrechnung am Ende des Projekts und finanzierte das Material wochenlang aus eigener Tasche. Mit einer dreistufigen Phasenabrechnung — Anzahlung bei Auftragserteilung, eine Akonto-Rechnung nach der Rohbau-Phase, Schlussrechnung nach Lieferung und Montage — kommt während der Arbeit Geld herein. Genau dafür ist Phasenabrechnung da.
Material vs. Arbeitszeit — was auf die Schreiner-Rechnung gehört
Trenne auf jeder Schreiner-Rechnung die Materialkosten von den Arbeitskosten. Kunden und deren Buchhalter erwarten zu sehen, welcher Anteil auf Material (Holz, Beschläge, Oberflächenbehandlung) und welcher auf deine Zeit entfällt. Material wird typischerweise zum Listenpreis oder mit einem branchenüblichen Aufschlag berechnet. Arbeit wird mit deinem Stundensatz multipliziert mit den geleisteten Stunden verrechnet.
Beispiel einer Positions-Aufschlüsselung für einen Eichentisch:
- Material: Eichenholz massiv, 180×90 cm — CHF 680.00
- Material: Tischbeine, Edelstahlbeschläge — CHF 120.00
- Material: Oberflächenbehandlung, Hartwachsöl — CHF 45.00
- Arbeit: 14 h × CHF 95.00/h — CHF 1'330.00
- Anfahrtskosten: 18 km × CHF 0.80 — CHF 14.40
Die Beträge sind Platzhalter, die den Aufbau der Rechnung zeigen — keine Preisempfehlung.
Typische Materialpositionen auf einer Schreiner-Rechnung
- Holz: Eiche, Buche, Nussbaum, Lärche, Esche, Fichte — der Kubikmeterpreis hängt stark von Holzart und Qualität ab
- Beschläge: Scharniere, Schienen, Griffe, Verbindungsbeschläge
- Oberflächenbehandlung: Öl, Lack, Wachs, Beize
- Zwischenmaterial: Leim, Schrauben, Dübel, Schleifpapier — kleinere Posten, oft als Pauschale
Anfahrtskosten (Fahrtkosten)
Die meisten Schweizer Schreiner berechnen Anfahrtskosten als Kilometerpauschale oder als pauschale Anfahrtsgebühr innerhalb eines definierten Radius. Weit entfernte Einsätze — etwa die Fahrt von Bern zu einem Kunden im Engadin — rechtfertigen eine höhere Pauschale. Gib deinen Anfahrtstarif klar in der Offerte und auf der Rechnung an, damit die Kunden wissen, was sie erwartet.
Transport und Montage
Grosse Möbelstücke und Einbauschränke erfordern Transport und Montage vor Ort. Die meisten Schreiner verrechnen das als separate Position — entweder pauschal oder als zusätzliche Arbeitsstunden zum regulären Stundensatz. Wenn du einen Drittdienst oder spezielle Hebeausrüstung benötigst, weise das als eigene Zeile aus.
Akonto-Rechnungen und Phasen bei Schreiner-Projekten
Die meisten Schreinerprojekte sind mehrstufig. Eine komplette Einbauküche, ein Treppenbau oder ein massgefertigtes Möbelsystem erstreckt sich über Wochen. Eine einzelne Schlussrechnung am Ende belastet deinen Cashflow. Akonto-Rechnungen sorgen dafür, dass während des Arbeitsfortschritts Geld hereinkommt.
Typische Phasenabrechnung
- Offerte / Kostenvoranschlag: Bevor der Auftrag erteilt wird, schickst du einen Kostenvoranschlag. Das ist keine Rechnung — es ist die Preisvereinbarung. Wenn der Kunde akzeptiert, gilt die Offerte als Grundlage für die anschliessende Rechnungsstellung.
- Anzahlung / Vorausrechnung (Akonto): Ein vereinbarter Anteil des offerierten Gesamtbetrags, verrechnet vor Arbeitsbeginn. Deckt das vorbestellte Material (Holz, Beschläge, Oberflächenbehandlung) und sichert das Engagement des Kunden.
- Akonto-Rechnungen: Zu definierten Meilensteinen ausgestellt — z. B. nach der Holztrocknung, nach dem Rohbau, nach der Oberflächenbehandlung. Jede deckt den Wert der bis zum Datum erbrachten Arbeit ab, abzüglich der bereits bezahlten Anzahlung.
- Schlussrechnung: Wird nach Projektabschluss ausgestellt. Sie stellt alle Akonto-Rechnungen und die Anzahlung gegen und verrechnet den Restbetrag mit allem Material und aller Arbeit final.
Auf der Schlussrechnung listest du jede bereits bezahlte Akonto-Rechnung klar auf, damit der Kunde einen sauberen Abgleich sieht. Das vermeidet Streitigkeiten und «Ich dachte, das hätte ich schon bezahlt?»-Gespräche.
Praxistipp: Zahlungsfrist bei Akonto-Rechnungen
Setz auf Akonto-Rechnungen die gleiche Zahlungsfrist wie auf Schlussrechnungen — typischerweise 30 Tage netto. Wenn du bei der Anzahlung 14 Tage setzt und bei der Schlussrechnung 30 Tage, signalisierst du Inkonsequenz. Kunden zahlen schneller, wenn die Bedingungen konsistent sind. Eine klare Offerte mit definierten Meilensteinen und Zahlungsbedingungen schafft Vertrauen, bevor das erste Stück Holz geschnitten wird.
QR-Rechnung für Schreiner — seit Oktober 2022 obligatorisch
Die QR-Rechnung hat seit Oktober 2022 die alten roten und orangen Einzahlungsscheine (ESR) ersetzt. Jede Rechnung, die du als Schreiner ausstellst — egal ob auf Papier oder als PDF — sollte einen QR-Zahlteil enthalten. Der Zahlteil besteht aus:
- QR-IBAN: Eine spezielle IBAN, die mit «CH» beginnt und von deiner Bank für QR-Rechnungen mit strukturierter Referenz bereitgestellt wird. Sie ist nicht identisch mit deiner normalen Geschäfts-IBAN.
- QR-Referenz: Eine 27-stellige numerische Referenz, die deine Rechnung eindeutig identifiziert. Sie ermöglicht das automatische Verbuchen der Zahlung.
- QR-Code: Der visuelle Code nach dem Schweizer Zahlungsstandard. Kunden scannen ihn mit ihrer Banking-App oder zahlen am Schalter.
Häufige Fehler bei der QR-Rechnung
- Normale IBAN statt QR-IBAN verwendet — die QR-IBAN ist eine separate Nummer, die deine Bank für QR-Rechnungen mit Referenz reserviert.
- QR-Referenz fehlt oder ist unvollständig — ohne sie kann die Zahlung nicht automatisch verbucht werden.
- Alter ESR-Code noch auf der Vorlage — die roten und orangen Einzahlungsscheine sind seit Oktober 2022 nicht mehr gültig.
- QR-Code generiert, aber nicht auf das PDF gelegt — der Code muss auf der Rechnung oder als separater Zahlteil sichtbar sein.
Wenn du noch Fragen zur QR-Rechnung hast, findest du in unserem Leitfaden zum QR-Rechnung erstellen alles Wichtige. Schreiner, die noch alte Vorlagen verwenden, riskieren verzögerte Zahlungen und verärgerte Kunden.
MWST-Registrierung für Schreiner — ab CHF 100'000 Umsatz
Schreiner-Dienstleistungen in der Schweiz sind nicht von der MWST ausgenommen. Im Gegensatz zu medizinischen, zahnmedizinischen oder Bildungsleistungen sind Schreinerarbeiten eine standardbesteuerte gewerbliche Dienstleistung. Jede Rechnung, die du als MWST-registrierter Schreiner ausstellst, enthält 8.1% MWST.
Der 8.1%-Satz (seit Januar 2024)
Seit dem 1. Januar 2024 liegt der Schweizer MWST-Normalsatz bei 8.1% (zuvor 7.7%). Für Schreiner bedeutet das:
- Jede Rechnung für Arbeiten ab dem 1. Januar 2024 verwendet 8.1%
- Massgebend ist grundsätzlich der Zeitpunkt der Leistungserbringung, nicht das Rechnungsdatum — bei Arbeiten über den Jahreswechsel lohnt sich ein Blick in die Übergangsregeln der ESTV
- Veraltete 7.7%-Vorlagen sind einer der häufigsten MWST-Fehler in der Praxis
Stell sicher, dass deine Rechnungsvorlage und deine Software auf 8.1% konfiguriert sind. Die aktuellen MWST-Sätze der ESTV bestätigen den Normalsatz von 8.1%, den reduzierten Satz von 2.6% und den Sondersatz für Beherbergung von 3.8%.
CHF 100'000 Grenze — wann die Registrierung obligatorisch wird
Du musst dich für die MWST registrieren, sobald dein steuerbarer Jahresumsatz CHF 100'000 übersteigt. Unterhalb dieser Grenze ist die Registrierung freiwillig. Viele Vollzeit-Schreiner überschreiten CHF 100'000 schnell — zwischen Holz, Beschlägen, Arbeit und Anfahrt kann ein einziges grosses Küchen- oder Möbelbauprojekt dich bereits deutlich in Richtung Grenze bringen.
Eine freiwillige Registrierung unterhalb der Grenze ist es wert, geprüft zu werden. Sie erschliesst den Vorsteuerabzug: Du bekommst die MWST zurück, die du auf Geschäftseinkäufe zahlst — Werkstattmaterial, Maschinen, Holz, Beschläge und Werkzeug von Lieferanten. Je mehr du einkaufst, desto eher überwiegt dieser Rückfluss den administrativen Aufwand der MWST-Abrechnung.
AHV und Selbstständigkeit
Als selbstständiger Schreiner bist du bei der AHV angemeldet und zahlst Beiträge auf dein Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit. Halte deine Einnahmen und Ausgaben sauber nach — deine MWST-Abrechnung und deine AHV-Deklaration stützen sich auf dieselben Unterlagen. Wenn du eine Einzelfirma gründen möchtest, findest du in unserem Leitfaden die wichtigsten Schritte.
Lies unseren MWST-Leitfaden für Freiberufler für eine vollständige Anleitung zur MWST-Registrierung, Quartalsabrechnung und zum Vorsteuerabzug.
So weist du die MWST korrekt auf einer Schreiner-Rechnung aus
Deine Rechnung sollte drei klare Zeilen aufweisen:
- Nettobetrag — Zwischensumme aus Material, Arbeit und Anfahrt vor MWST
- MWST 8.1% — der berechnete MWST-Betrag (netto × 0.081)
- Total (brutto) — netto + MWST, der Betrag, den der Kunde bezahlt
Beispiel:
- Nettototal: CHF 2'000.00
- MWST 8.1%: CHF 162.00
- Total: CHF 2'162.00
Runde MWST-Beträge auf die nächsten 5 Rappen (Schweizer Konvention). Die meisten Fakturierungstools erledigen das automatisch.
Kopierfertige Schreiner-Rechnungsvorlage
Nachfolgend eine kopierfertige Schreiner-Rechnungsvorlage mit allen Pflichtangaben, QR-Rechnung-Zahldaten und der 8.1% MWST-Zeile. Ersetze die Platzhalter durch deine Angaben.
RECHNUNG
[Schreinerei Firmenname] [Deine Adresse]
[Strasse, PLZ, Ort] [Dein Telefon]
[UID: CHE-XXX.XXX.XXX MWST] [Deine E-Mail]
Rechnungs-Nr.: 2026-027
Datum: 14. Juli 2026
Rechnung an:
[Kundenname]
[Kunden-Strasse, PLZ, Ort]
Leistungsbeschreibung: Massgefertigter Eichentisch, 180×90 cm,
massiv, geölt, inkl. Lieferung und Montage.
MATERIAL
- Eichenholz massiv, 180×90 cm — CHF 680.00
- Tischbeine, Edelstahlbeschläge — CHF 120.00
- Oberflächenbehandlung, Hartwachsöl — CHF 45.00
ARBEIT
- 14 h × CHF 95.00/h — CHF 1'330.00
ANFAHRT (Fahrtkosten)
- 18 km × CHF 0.80/km — CHF 14.40
Netto-Zwischensumme: CHF 2'189.40
MWST 8.1%: CHF 177.35
Total fällig (brutto): CHF 2'366.75
Zahlungsfrist: 30 Tage netto
QR-IBAN: CH00 0000 0000 0000 0000 0
QR-Referenz: 00 00000 00000 00000 00000 00000
[QR-Rechnung-Zahlteil mit QR-Code beiliegend]
Vielen Dank für den Auftrag.
Hinweise zu dieser Vorlage:
- Alle Pflichtangaben sind vorhanden — Firmenname/Adresse, Kundenname/Adresse, Rechnungsdatum, Leistungsbeschreibung, Nettobetrag, MWST-Satz und -betrag, UID/MWST-Nummer.
- QR-IBAN und QR-Referenz — erforderlich für den QR-Zahlteil. Generiere den QR-Code mit deinem Fakturierungstool oder dem QR-Rechnung-Generator deiner Bank.
- Zahlungsbedingungen — 30 Tage netto sind in der Schweiz üblich. Bei neuen Kunden kannst du 14 Tage oder Zahlung bei Lieferung für den ersten Auftrag vereinbaren.
- Material und Arbeit getrennt ausgewiesen — damit Kunden die Aufschlüsselung sehen und deine Buchhaltung sauber abstimmen kann.
Wenn du diese Vorlage vorkonfiguriert mit QR-Rechnung, 8.1% MWST und deinen Firmendaten willst, generiert sie unser Rechnungsprogramm direkt vom Handy aus. Eine generische Rechnungsvorlage hilft beim Start, aber eine branchenspezifische Struktur spart dir das manuelle Zusammenbasteln jedes Mal. Und wenn du deine Belege für Holz, Beschläge und Werkzeug gleich digital erfassen willst, hilft dir der Beleg-Scanner.
Beispiel aus der Praxis: von Excel zur App
Ein Möbelschreiner in Winterthur führte seine Rechnungsstellung mit Excel und einem kostenlosen QR-Code-Generator: mehrere Abende pro Monat für PDF-Basteln und die Frage, wer schon bezahlt hat. Mit einer Fakturierungs-App schrumpft dieser Verwaltungsaufwand auf einen Bruchteil. Rechnungen gehen vom Handy raus, bevor die Werkstatt zugeschlossen wird, und Kunden zahlen schneller, weil die QR-Rechnung direkt auf der Rechnung ist. Das gleiche Muster gilt für verwandte Gewerbe: die Dachdecker-Rechnung und die Elektriker-Rechnung zeigen ähnliche Fallstricke bei der Schweizer Fakturierung.
Schweizer Konformität
für Schreiner entwickelt
Magic Heidi erledigt jede Schweizer Besonderheit für Schreiner-Rechnungen automatisch — QR-Rechnung-Generierung, 8.1% MWST, projektbasierte Phasenabrechnung und Offerte-Funktion.
Schweizer QR-Code automatisch aus QR-IBAN und Referenz generiert — kein Drittanbieter-Generator
Normalsatz voreingestellt — MWST-Nummer zentral gespeichert, jede Rechnung korrekt ausgewiesen
Pro Projekt Akonto-Rechnungen, Fortschrittsrechnungen und Schlussrechnung verfolgen
Kostenvoranschlag erstellen und mit einem Klick bei Auftragserteilung in eine Rechnung umwandeln
Wie Magic Heidi die Schreiner-Rechnungsstellung vereinfacht
Die meisten Schweizer Schreiner brauchen keine vollständige Buchhaltungssuite. Du musst eine korrekte Rechnung aus der Werkstatt schicken, bezahlt werden und zum nächsten Auftrag weiterziehen. Diese Lücke füllt Magic Heidi.
Schlankes Pricing
Magic Heidi kostet CHF 25 pro Monat im Jahresabo (CHF 39 bei monatlicher Zahlung), und du kannst mit dem Gratis-Plan starten. Klassische KMU-Suiten liegen darüber und bringen Projektbuchhaltung, Lohnverwaltung und CRM-Module mit, die ein Solo-Schreiner oder ein Zweipersonenbetrieb kaum nutzt. Magic Heidi reduziert den Fakturierungsworkflow auf das, was Schreiner tatsächlich brauchen: Kundenliste, projektbasierte Fakturierung, QR-Rechnung, MWST 8.1% voreingestellt, Akonto-Rechnungen und Zahlungsüberwachung. Die Details findest du auf der Preisübersicht; die aktuellen Konkurrenztarife stehen auf unserer Seite zu den bexio Preisen, und wenn du eine schlanke Alternative suchst, findest du sie im bexio-Alternative-Vergleich.
Mobile-first — Rechnung aus der Werkstatt
Schreiner sitzen nicht am Schreibtisch. Du beendest einen Möbelbau um 17:00 Uhr in der Werkstatt, ziehst dein Handy hervor und schickst die Rechnung, bevor du nach Hause fährst. Magic Heidi ist mobile-first aufgebaut — der Rechnungsworkflow läuft sauber auf dem Handybildschirm, mit der QR-Rechnung automatisch generiert und beigefügt. Kein Laptop, keine Tabellenkalkulation, kein «Ich mache das, wenn ich wieder im Büro bin».
QR-Rechnung nativ
Der QR-Zahlteil wird auf jeder Rechnung automatisch generiert — QR-IBAN, Referenz, QR-Code, alles nach Schweizer Zahlungsstandard formatiert. Keine manuelle QR-IBAN-Eingabe, kein Drittanbieter-Generator, kein PDF-Zusammensetzen. Wenn du noch Fragen zur QR-Rechnung hast, findest du im Leitfaden zur QR-Rechnung alles Wichtige.
Projektbasierte Fakturierung mit Akonto-Rechnungen
Magic Heidi verknüpft Rechnungen mit Projekten, sodass du eine Anzahlung, Akonto-Rechnungen und eine Schlussrechnung schicken kannst, die alles gegen denselben Auftrag abstimmt. Die Offerte-Funktion wandelt einen Kostenvoranschlag mit einem Klick in die erste Rechnung um.
MWST 8.1% voreingestellt
Der 8.1% MWST-Satz ist voreingestellt. Kein Risiko, versehentlich mit dem alten 7.7%-Satz abzurechnen. Vorsteuerabzug und Quartals-MWST-Abrechnung erklärt unser MWST-Leitfaden für Freiberufler. Die aktuellen MWST-Sätze der ESTV bestätigen den Normalsatz von 8.1%.
Branchenspezifische Vorlagen statt Bastellösungen
Schreiner brauchen keine allgemeine Rechnungsvorlage, die sie selbst anpassen müssen. Magic Heidi liefert eine Struktur, die Material und Arbeit sauber trennt, die 8.1% MWST-Zeile automatisch setzt und den QR-Zahlteil generiert. Das Gleiche gilt für verwandte Gewerbe — die Florist-Rechnung und die Nagelstudio-Rechnung zeigen, wie branchenspezifische Fakturierung in der Praxis funktioniert.
FAQ: Schreiner-Rechnungen in der Schweiz
Wie kalkuliere ich meinen Stundensatz als Schreiner in der Schweiz?
Einen offiziellen Schweizer Schreinertarif gibt es nicht. Dein Satz ergibt sich aus deiner Kostenstruktur — Werkstatt, Maschinen, Werkzeug, Versicherung, AHV-Beiträge und Ziel-Stundenlohn — und aus deinem Markt. Standardarbeiten wie Fenster- und Türeneinbau, Reparaturen und Möbelmontage liegen am unteren Ende deiner Spanne, Massanfertigungen, Treppenbau und historische Restaurierungen am oberen. Städtische Regionen tendieren zu höheren Sätzen als ländliche. Transport- und Montagekosten verrechnest du separat.
Sind Schreiner-Dienstleistungen in der Schweiz MWST-befreit?
Nein. Schreiner-Dienstleistungen unterliegen dem Normalsatz von 8.1% MWST. Im Gegensatz zu medizinischen oder Bildungsleistungen ist Schreinerarbeit eine standardbesteuerte gewerbliche Dienstleistung. Jede Schreiner-Rechnung Schweiz muss 8.1% MWST auf den Nettobetrag ausweisen, sofern du MWST-registriert bist (obligatorisch ab CHF 100'000 steuerbarem Jahresumsatz).
Was muss auf einer Schreiner-Rechnung in der Schweiz stehen?
Die Pflichtangaben nach Art. 26 der Mehrwertsteuerverordnung: (1) dein vollständiger Name und deine Geschäftsadresse, (2) der vollständige Name und die Adresse des Kunden, (3) das Rechnungsdatum, (4) Art und Umfang der Schreiner-Dienstleistung, (5) der Nettobetrag, (6) der MWST-Satz (8.1%) und der MWST-Betrag sowie (7) deine MWST-Nummer (UID mit MWST-Zusatz). Seit Oktober 2022 gehört zudem ein QR-Rechnung-Zahlteil mit QR-IBAN und Referenz auf jede Rechnung.
Muss ich mich als Schreiner für die MWST registrieren?
Die Registrierung ist obligatorisch, sobald dein steuerbarer Jahresumsatz CHF 100'000 übersteigt. Unterhalb dieser Grenze ist sie freiwillig — aber viele Vollzeit-Schreiner überschreiten die Grenze schnell, besonders bei hohen Materialkosten für Holz und Beschläge. Eine freiwillige Registrierung lohnt sich wegen des Vorsteuerabzugs für Holz, Beschläge, Werkzeug und Fahrzeug. Die Schritte findest du in unserem Leitfaden zur MWST für Selbstständige.
Kann ich als Schreiner Akonto-Rechnungen stellen?
Ja. Akonto-Rechnungen sind bei mehrstufigen Schreiner-Projekten gängige Praxis. Eine typische Struktur: eine Anzahlung zur Materialvorbestellung (Holz, Beschläge, Oberflächenbehandlung), eine oder mehrere Fortschrittsrechnungen zu definierten Meilensteinen (Rohbau abgeschlossen, Oberflächenbehandlung abgeschlossen) und eine Schlussrechnung, die alle vorherigen Akonto-Rechnungen abstimmt. So finanzierst du das Material nicht aus eigener Tasche vor.
Brauche ich als Schreiner eine volle Buchhaltungssoftware?
Für die reine Fakturierung nicht. Magic Heidi deckt ab, was ein Schreiner täglich braucht: QR-Rechnung-Generierung, 8.1% MWST voreingestellt, projektbasierte Akonto-Fakturierung, Kundenverwaltung, Belegerfassung und Zahlungsstatus — mobile-first, ab CHF 25/Monat im Jahresabo. Wenn du eine klassische Finanzbuchhaltung mit doppelter Buchführung brauchst, vergleiche die Optionen in unserer Übersicht zur Buchhaltungssoftware. Und wenn du dein Geschäft erst aufbaust, führt dich der Leitfaden zur Einzelfirma gründen zuerst durch die Registrierung.
Fazit
Eine Schreiner-Rechnung in der Schweiz braucht drei Dinge, um konform zu sein: den 8.1% MWST-Satz, einen QR-Rechnung-Zahlteil mit QR-IBAN und Referenz sowie die Pflichtangaben nach Art. 26 der Mehrwertsteuerverordnung. Deine Rechnung sollte Material von Arbeit trennen, Anfahrtskosten transparent ausweisen und bei mehrstufigen Projekten Akonto-Rechnungen verwenden, um deinen Cashflow zu schützen.
Bei mehrstufigen Aufträgen schützt eine phasenbasierte Abrechnung — Offerte, Anzahlung, Akonto-Rechnungen, Schlussrechnung — deine Liquidität. Finanziere keinen dreiwöchigen Möbelbau aus eigener Tasche; rechne im laufenden Fortschritt ab. Viele Schweizer Schreiner überschreiten die CHF 100'000-Grenze früh. Plane MWST-Registrierung und Quartalsabrechnung also von Anfang an in deinen Workflow ein.
Magic Heidi bietet dir den Fakturierungsworkflow, den Schreiner tatsächlich brauchen — QR-Rechnung nativ, 8.1% MWST voreingestellt, Akonto-Rechnungen, mobile-first. Wenn du immer noch QR-Rechnung-PDFs von Hand zusammenstellst oder Rechnungen ohne QR-Zahlteil verschickst, ist es an der Zeit, damit aufzuhören.
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Stand: September 2026. Quellen: Art. 26 MWSTG; Schweizerisches Obligationenrecht; ESTV-Rechnungsstellung; ESTV MWST-Sätze; AHV/IV; Schweizer QR-Rechnung-Standard (seit Oktober 2022); MWST-Satzänderung auf 8.1% per 1. Januar 2024.
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