UID-Nummer Format & Beispiel: CHE-123.456.789 entschlüsselt

Das UID-Format erklärt am Beispiel CHE-123.456.789: Was CHE bedeutet, wozu die Prüfziffer dient und wann die Zusätze MWST, TVA, IVA und HR dazukommen.

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Nathan Ganser

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Die UID-Nummer hat immer das Format CHE-123.456.789: der Ländercode «CHE» für die Schweiz, gefolgt von neun Ziffern in drei Dreierblöcken, wobei die letzte Ziffer eine Prüfziffer ist. Vergeben wird sie vom Bundesamt für Statistik, und sie identifiziert jedes Unternehmen in der Schweiz eindeutig.

Was die einzelnen Teile bedeuten, wann Zusätze wie «MWST» dazukommen und wie sich das Format von der alten sechsstelligen MWST-Nummer unterscheidet, schlüsseln wir hier kurz und konkret auf. Den grossen Überblick über Suche, Vergabe und Rechnungspflichten findest du im Hauptartikel zur UID-Nummer Schweiz.

Das Wichtigste in Kürze

  • Format: CHE + 9 Ziffern, geschrieben mit Punkten als CHE-123.456.789.
  • «CHE» ist der ISO-Ländercode der Schweiz, die neun Ziffern sind zufällig und ohne versteckte Bedeutung.
  • Die letzte Ziffer ist eine Prüfziffer (Modulo-11 über die ersten acht Ziffern), sie fängt Tippfehler ab.
  • Zusätze zeigen die Funktion: «MWST» (deutsch), «TVA» (französisch), «IVA» (italienisch) bei Mehrwertsteuerpflicht.
  • Die UID löste ab 2011 die alte sechsstellige MWST-Nummer ab, die Übergangsfrist endete 2013.

Das UID-Format auf einen Blick

Eine UID besteht aus zwei Teilen: dem Präfix «CHE» und neun Ziffern. Geschrieben wird sie in der Standardform mit Bindestrich und Punkten (CHE-123.456.789), in der maschinenlesbaren Form ohne Trennzeichen (CHE123456789). Beide bezeichnen dieselbe Nummer.

Die drei Bausteine im Detail:

  • CHE ist der dreistellige ISO-Ländercode der Schweiz. Er stellt sicher, dass die Nummer international eindeutig einem Schweizer Unternehmen zugeordnet werden kann.
  • Die ersten acht Ziffern sind reine Zufallszahlen. Sie verraten weder Gründungsjahr noch Kanton noch Branche, das ist Absicht: Die Nummer soll neutral bleiben, auch wenn die Firma umzieht oder den Namen ändert.
  • Die neunte Ziffer ist die Prüfziffer. Sie wird nach dem Modulo-11-Verfahren aus den ersten acht Ziffern berechnet. Vertippst du dich bei einer Ziffer, geht die Rechnung nicht mehr auf, und Software erkennt die Nummer als ungültig.

Ein Beispiel komplett entschlüsselt

Nehmen wir die (fiktive) UID CHE-123.456.789 MWST, wie sie auf der Rechnung einer mehrwertsteuerpflichtigen Firma stehen könnte:

BestandteilWertBedeutung
LändercodeCHEISO-Code der Schweiz
Ziffern 1–812345678Zufällige, bedeutungsfreie Kennzahl
Ziffer 99Prüfziffer (Modulo-11 über die ersten acht Ziffern)
Schreibweise123.456.789Drei Dreierblöcke, mit Punkten gegliedert
MaschinenformatCHE123456789Ohne Bindestrich und Punkte, z. B. für Software
ZusatzMWSTFirma ist mehrwertsteuerpflichtig registriert

Ob eine konkrete Nummer wirklich existiert und aktiv ist, prüfst du gratis im offiziellen UID-Register auf uid.admin.ch. Rechtliche Details wie Zeichnungsberechtigte findest du ergänzend im Handelsregisterportal Zefix.

Die Zusätze MWST, TVA, IVA und HR

Die Zusätze hinter der UID ändern nichts an der Nummer selbst, sie zeigen nur die Funktion an, in der sie gerade auftritt:

  • MWST: Die Firma ist bei der Mehrwertsteuer registriert (deutschsprachige Schweiz). Die UID mit diesem Zusatz ist die offizielle MWST-Nummer und gehört auf jede Rechnung eines steuerpflichtigen Unternehmens.
  • TVA: Dieselbe Funktion in der Romandie (taxe sur la valeur ajoutée).
  • IVA: Dieselbe Funktion im Tessin (imposta sul valore aggiunto).
  • Handelsregister: Im Handelsregisterkontext wird die UID ohne eigenen Zusatz als Identifikator des Eintrags verwendet.

Merksatz: Eine Firma, eine Nummer, mehrere Rollen. Eine GmbH aus Lausanne mit der UID CHE-123.456.789 schreibt auf ihre Rechnungen «CHE-123.456.789 TVA», im UID-Register steht dieselbe Nummer ohne Zusatz.

Von der alten MWST-Nummer zur UID (2011–2013)

Bis 2010 hatten mehrwertsteuerpflichtige Firmen eine eigene, sechsstellige MWST-Nummer (z. B. 123 456). Mit der Einführung der UID im Jahr 2011 wurde dieses System abgelöst: Seither gibt es nur noch die UID, die alle Funktionen bündelt. Die Übergangsfrist, in der beide Nummern parallel gültig waren, endete 2013.

Praktisch heisst das: Stösst du heute auf eine sechsstellige «MWST-Nummer» in einer alten Vorlage oder einem Uraltvertrag, ist sie längst ungültig. Aktuell ist ausschliesslich das Format CHE-123.456.789 MWST.

Wo dir die UID begegnet

Die UID taucht überall dort auf, wo ein Unternehmen eindeutig identifiziert werden muss:

  • Auf Rechnungen: als MWST-Nummer, sobald die Firma steuerpflichtig ist (Sätze 2026: 8,1 %, 2,6 %, 3,8 %).
  • Im Handelsregister und auf Zefix: als Identifikator des Firmeneintrags.
  • In Verträgen und Offerten: als eindeutige Referenz, welche juristische Einheit unterschreibt.
  • Im Behördenverkehr: bei AHV, ESTV, Zoll und Statistik läuft die Kommunikation über die UID.

Häufige Fragen

Wie lautet ein Beispiel für eine UID-Nummer?

Ein typisches Beispiel ist CHE-123.456.789. Bei einer mehrwertsteuerpflichtigen Firma steht auf der Rechnung zusätzlich der Zusatz: CHE-123.456.789 MWST (bzw. TVA oder IVA je nach Sprachregion).

Was bedeutet CHE am Anfang der UID?

CHE ist der dreistellige ISO-Ländercode der Schweiz. Er zeigt an, dass die Nummer von einer Schweizer Behörde, dem Bundesamt für Statistik, vergeben wurde.

Wie viele Ziffern hat eine UID-Nummer?

Neun. Sie werden in drei Dreierblöcken mit Punkten geschrieben (123.456.789). Die neunte Ziffer ist eine Prüfziffer, die nach dem Modulo-11-Verfahren aus den ersten acht berechnet wird.

Schreibt man die UID mit oder ohne Punkte?

Beides ist korrekt, je nach Zweck: Die Standardschreibweise für Rechnungen und Briefe ist CHE-123.456.789 mit Punkten, das Maschinenformat für Software und Schnittstellen ist CHE123456789 ohne Trennzeichen.

Kann ich aus der UID das Gründungsjahr oder den Kanton ablesen?

Nein. Die neun Ziffern sind zufällig vergeben und enthalten keine versteckten Informationen. Wer mehr über eine Firma wissen will, schlägt die Nummer im UID-Register oder auf Zefix nach.

Fazit: Ein Format, das du dir einmal merkst

CHE plus neun Ziffern, die letzte davon eine Prüfziffer, plus Zusatz je nach Funktion: Mehr steckt nicht hinter dem UID-Format. Wenn du deine eigene Nummer einmal korrekt notiert hast, brauchst du dir über Schreibweise und Format nie wieder Gedanken zu machen.

Am einfachsten geht das, wenn du die Nummer gar nicht mehr von Hand tippst: In Magic Heidi hinterlegst du deine MWST-Nummer einmal, danach erscheint sie automatisch richtig formatiert auf jeder Rechnung. Der Gratis-Plan umfasst 3 Rechnungen und 3 Ausgaben, ohne Kreditkarte und ohne Zeitlimit.

Dieser Artikel bietet allgemeine Orientierung, keine Steuer- oder Rechtsberatung.