Buchhaltung für Anfänger

Buchhaltung für Anfänger: Der praktische Schweiz-Guide 2026

Buchhaltung muss nicht kompliziert sein. Dieser Guide zeigt Selbständigen in der Schweiz, wie sie Schritt für Schritt starten — welche Methoden es gibt, was MWST und AHV bedeuten und welche Tools wirklich helfen.

Buchhaltung für Anfänger in der Schweiz — Belege, Rechnungen und Laptop

Buchhaltung für Anfänger: Der praktische Schweiz-Guide 2026

Buchhaltung für Anfänger Schweiz: Grundlagen, MWST & Tools. Praxis Guide mit Schritt-für-Schritt-Anleitung für Selbständige.

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Nathan Ganser

Founder of Magic Heidi

Buchhaltung für Anfänger: Der praktische Schweiz-Guide 2026

Buchhaltung für Anfänger klingt oft nach einem Buch mit sieben Siegeln — Belege, MWST, Kontenrahmen, Jahresabschluss. Dabei ist die Grundlage simpel: Sie erfassen, was herein- und herausgeht, ordnen es richtig zu und reichen die nötigen Formulare ein. In der Schweiz gelten dafür klare Regeln, aber auch grosse Freiheiten für kleine Unternehmen. Wenn Sie sich an die drei wichtigsten Schwellenwerte halten und Ihre Belege sauber führen, ist der Rest Mechanik.

Dieser Guide zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie als Selbständiger oder Einzelfirma starten — ohne Vorwissen, ohne teuren Treuhänder, ohne stundenlanges Grübeln über MWST-Sätzen.

Was Sie in diesem Guide lernen — die wichtigsten Punkte

  • Die MWST-Pflicht greift ab CHF 100'000 Umsatz pro Jahr. Darunter sind Sie von der MWST befreit (Art. 26 MWSTV).
  • Eine einfache Buchhaltungssoftware kostet CHF 25–39 pro Monat — ein Treuhänder verlangt CHF 150–500.
  • Die doppelte Buchhaltung ist erst ab CHF 500'000 Umsatz zwingend (OR Art. 469).
  • Der Vorsteuerabzug lohnt sich ab rund CHF 10'000 Geschäftsausgaben pro Jahr.
  • Saubere Belege sind die halbe Miete — ohne sie wird jeder Jahresabschluss zum Stress.

Was ist Buchhaltung eigentlich?

Buchhaltung für Anfänger beginnt mit einer ehrlichen Frage: Was ist der Unterschied zwischen Buchhaltung und Buchführung? Die beiden Begriffe werden oft synonym verwendet, aber streng genommen ist Buchführung das formelle Erfassen aller Geschäftsfälle in Konten, während Buchhaltung der übergeordnete Begriff ist — er umfasst Buchführung, Belegverwaltung, MWST-Abrechnung und Jahresabschluss.

Für die meisten Selbständigen in der Schweiz reicht zunächst eine einfache Einnahmen-Ausgaben-Rechnung. Sie notieren, was Sie einnehmen und was Sie ausgeben. Das ist Ihre Buchhaltung. Die Idee dahinter ist alt: Schon im alten Rom wussten Händler, dass sie aufschreiben müssen, was sie verkauft und gekauft haben, um am Jahresende zu wissen, ob sie Gewinn gemacht haben.

In der Schweiz verlangt das Obligationenrecht (OR) eine ordnungsmässige Buchführung, aber für kleine Unternehmen gibt es Erleichterungen. Wenn Sie unter bestimmten Umsatzgrenzen bleiben, genügt eine vereinfachte Form. Genau das macht Buchhaltung für Anfänger machbar — Sie müssen nicht gleich Bilanzen ausweisen.

Die ESTV (Eidgenössische Steuerverwaltung) unterscheidet zwischen meldepflichtigen und nicht meldepflichtigen Unternehmen. Wer unter der MWST-Schwelle bleibt, muss sich nicht bei der ESTV registrieren, keine MWST in Rechnung stellen und keine MWST-Abrechnung einreichen. Das spart Zeit und Nerven — aber Vorsicht: Wenn Sie wachsen, kann sich das ändern.

Die drei Schwellenwerte in der Schweiz

Wenn Sie sich mit Buchhaltung für Anfänger beschäftigen, stolpern Sie früher oder später über drei Zahlen, die alles bestimmen.

1. CHF 100'000 — die MWST-Schwelle

Ab einem Umsatz von CHF 100'000 pro Jahr werden Sie mwst-pflichtig. Das ist in Artikel 26 der Mehrwertsteuerverordnung (MWSTV) geregelt. Unter dieser Grenze sind Sie von der MWST befreit — Sie stellen keine MWST in Rechnung und können auch keinen Vorsteuerabzug geltend machen. Das klingt angenehm, kann aber bedeuten, dass Sie MWST auf Ihre Einkäufe nicht zurückholen. Wenn Sie viel Material einkaufen, lohnt sich die freiwillige MWST-Optionierung trotzdem.

2. CHF 500'000 — die Buchführungsart

Die doppelte Buchhaltung mit Bilanz und Erfolgsrechnung ist erst ab CHF 500'000 Umsatz gesetzlich vorgeschrieben (OR Art. 469). Darunter genügt die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung. Das ist die einfachste Form der Buchhaltung — Sie erfassen Einnahmen und Ausgaben chronologisch und erstellen am Jahresende eine einfache Übersicht. Für die meisten Freelancer, Solo-Selbständigen und kleine Einzelfirmen reicht das völlig aus.

3. CHF 10'000 — der Vorsteuerabzug

Der Vorsteuerabzug ist kein gesetzlicher Schwellenwert, sondern eine Faustregel. Wenn Ihre jährlichen Geschäftsausgaben unter rund CHF 10'000 liegen, ist der administrative Aufwand für die MWST-Abrechnung oft höher als der Vorsteuerabzug, den Sie zurückbekommen. Ab CHF 10'000 Ausgaben lohnt sich die MWST-Optionierung in der Regel — Sie holen sich die MWST auf Computer, Software, Material und Büromiete zurück.

Diese drei Schwellenwerte zu kennen, ist der halbe Weg zum sauberen Buchhaltungsstart. Wenn Sie wissen, wo Sie stehen, wissen Sie auch, was zu tun ist.

Einnahmen-Ausgaben-Rechnung vs. doppelte Buchhaltung

Buchhaltung für Anfänger bedeutet fast immer: Einnahmen-Ausgaben-Rechnung. Aber was genau ist der Unterschied zur doppelten Buchhaltung?

Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (EAR) ist simpel: Sie erfassen alle Einnahmen und Ausgaben in chronologischer Reiholge. Es gibt keine Bilanz, kein Bestandekonto, keine doppelten Buchungen. Am Jahresende summieren Sie die Beträge und sehen, ob Sie Gewinn oder Verlust gemacht haben. Für Solo-Selbständige, Freelancer und kleine Einzelfirmen mit einem Umsatz unter CHF 500'000 ist das die Standardmethode.

Die doppelte Buchhaltung ist komplexer: Jede Buchung wird auf zwei Konten erfasst — Soll und Haben. Sie erstellen eine Bilanz, eine Erfolgsrechnung und einen Anhang. Das ist gesetzlich erst ab CHF 500'000 Umsatz oder für bestimmte Rechtsformen (GmbH, AG) zwingend. Die doppelte Buchhaltung gibt Ihnen tiefere Einblicke in Ihre Liquidität und Ihr Vermögen, aber der Aufwand ist deutlich grösser.

Für die meisten Anfänger gilt: Starten Sie mit der EAR. Wenn Sie wachsen und sich der CHF 500'000-Grenze nähern, können Sie immer noch umsteigen. Die doppelte Buchhaltung erfordert entweder teure Software oder einen Treuhänder — das ist für kleine Unternehmen oft Geldverschwendung.

Für mehr Details zur Buchführungspflicht bei Einzelunternehmen lesen Sie unseren ausführlichen Guide zur Buchhaltung Einzelunternehmen Schweiz.

Schritt-für-Schritt: Buchhaltung in 5 Schritten starten

Buchhaltung für Anfänger ist kein Hexenwerk. Hier ist der Fahrplan, den Sie befolgen können — von Tag 1 bis zum Jahresabschluss.

1. Belege sammeln

Der wichtigste Schritt kommt zuerst: Jeder Beleg muss gesammelt werden. Rechnungen, Quittungen, Kontoauszüge, QR-Rechnungen — alles, was eine Zahlung belegt. Bewahren Sie die Belege chronologisch auf. Digitale Belege (PDFs, E-Mail-Rechnungen) sind in der Schweiz voll zulässig, solange sie manipulationssicher gespeichert sind.

Tipp: Scannen Sie Papierbelege sofort mit Ihrem Handy und speichern Sie sie in einem Cloud-Ordner. So haben Sie alles an einem Ort und finden es wieder.

2. Kontenrahmen wählen

Der Kontenrahmen ist das Gerüst Ihrer Buchhaltung. Er definiert, welche Konten es gibt und wie sie heissen — zum Beispiel "Erlöse Dienstleistungen", "Büromaterial", "Reisekosten". In der Schweiz ist der Schweizer Kontenrahmen KMU der gängigste für kleine Unternehmen. Er ist auf die Bedürfnisse von Solo-Selbständigen und kleinen Einzelfirmen zugeschnitten.

Wenn Sie eine Buchhaltungssoftware nutzen, ist der Kontenrahmen oft schon voreingestellt. Mehr dazu lesen Sie in unserem Kontenrahmen KMU Guide.

3. Buchungen erfassen

Jetzt wird es praktisch: Sie erfassen Ihre Buchungen. Für jede Transaktion notieren Sie Datum, Betrag, Konto und einen kurzen Text. Bei mwst-pflichtigen Unternehmen kommen noch MWST-Satz und MWST-Betrag dazu.

Beispiel: Sie kaufen Büromaterial für CHF 200.00 netto. Bei 8.1% MWST zahlen Sie CHF 216.20. Sie buchen CHF 200.00 auf das Konto "Büromaterial" und CHF 16.20 auf "Vorsteuer". Wenn Sie später eine Rechnung über CHF 1'000.00 netto stellen, buchen Sie CHF 1'000.00 auf "Erlöse" und CHF 81.00 auf "geschuldete MWST".

Detaillierte Formeln und Praxisbeispiele zur MWST-Berechnung finden Sie in unserem MWST Schweiz Guide.

4. MWST abrechnen

Wenn Sie mwst-pflichtig sind, reichen Sie viertel- oder halbjährlich eine MWST-Abrechnung bei der ESTV ein. Das Formular heisst "MWST-Abrechnung" und kann online über das ESTV-Portal ausgefüllt werden.

Sie erfassen die Gesamteinnahmen (mit MWST), die steuerbaren Leistungen, den geschuldeten MWST-Betrag und den abziehbaren Vorsteuerbetrag. Die Differenz ist entweder zu zahlen (Umsatzsteuer > Vorsteuer) oder Sie erhalten eine Gutschrift (Vorsteuer > Umsatzsteuer).

Für Freelancer gibt es zusätzlich das vereinfachte Abrechnungsverfahren (PAVA), bei dem der steuerbare Umsatz aus dem Gesamtumsatz herausgerechnet wird. Mehr dazu auf unserer Seite MWST für Freelancer.

5. Jahresabschluss

Am Ende des Jahres erstellen Sie eine Zusammenfassung aller Buchungen. Bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ist das eine einfache Aufstellung von Gesamteinnahmen, Gesamtausgaben und dem daraus resultierenden Reingewinn. Diesen Wert geben Sie in Ihrer Steuererklärung an.

Bei der doppelten Buchhaltung erstellen Sie Bilanz und Erfolgsrechnung. Für Einzelfirmen ab CHF 500'000 Umsatz oder für GmbH und AG ist das gesetzlich vorgeschrieben.

Der Jahresabschluss ist auch der Zeitpunkt, an dem die meisten Selbständigen einen Treuhänder hinzuziehen — sei es für die Prüfung oder für die Steuererklärung.

Welche Kosten sind absetzbar?

Buchhaltung für Anfänger ist auch die Frage: Was darf ich von der Steuer absetzen? Die Antwort: Alle geschäftsmässig veranlassten Kosten. Hier sind die wichtigsten Kategorien mit Beispielen:

Büromaterial und Equipment

  • Laptop: CHF 1'500.00
  • Büromöbel: CHF 800.00
  • Drucker und Tinte: CHF 300.00
  • Software-Abos: CHF 25–50 pro Monat

Reisekosten

  • Öffentliche Verkehrsmittel: CHF 150.00 für ein Monatsabonnement
  • Geschäftsreisen: Flug, Hotel, Verpflegung (Pauschalen gelten)
  • Privatfahrzeug: CHF 0.70 pro Kilometer (Geschäftsfahrten)

Werbung und Marketing

  • Website-Hosting: CHF 20.00 pro Monat
  • Google Ads: variabel
  • Druckkosten für Flyer: CHF 200.00

Aus- und Weiterbildung

  • Fachkurse: CHF 500–2'000 pro Kurs
  • Fachliteratur: CHF 50–200 pro Buch

Übriges

  • Telefon- und Internetkosten (geschäftlicher Anteil)
  • Miete für Büro oder Anteil der Wohnung (Homeoffice)
  • Versicherungen (Haftpflicht, Berufshaftpflicht)
  • Beiträge an die AHV (siehe AHV-Informationen)

Wichtig: Halten Sie für jeden absetzbaren Posten einen Beleg bereit. Ohne Beleg kein Abzug — das gilt sowohl bei der MWST-Abrechnung als auch bei der Steuererklärung.

Für die Rechnungsstellung an Ihre Kunden können Sie unsere Rechnungsvorlage verwenden, die alle MWST-Pflichtangaben enthält — inklusive QR-Rechnung.

Buchhaltungssoftware: Excel vs. Tool vs. Treuhänder

Buchhaltung für Anfänger endet oft bei der Frage: Welches Tool soll ich nutzen? Hier ist der direkte Vergleich der drei gängigsten Optionen.

Excel-Tabelle (kostenlos)

Excel ist die häufigste Lösung für Buchhaltung für Anfänger — und die gefährlichste. Sie ist kostenlos und flexibel, aber Sie müssen alles selbst definieren: Konten, Formeln, MWST-Sätze, Abrechnungen. Excel rechnet nicht nach, warnt Sie nicht bei Fehlern und generiert keine QR-Rechnungen. Wenn Sie einmal einen MWST-Satz falsch eingeben, rechnet das durch alle folgenden Monate.

Sarahs Geschichte: Sarah, eine Grafikerin aus Bern, startete ihr Freelancing mit Excel. Die ersten Monate liefen gut — sie hatte eine einfache Tabelle mit Einnahmen und Ausgaben. Nach acht Monaten wurde es chaotisch: MWST-Sätze waren falsch zugeordnet, Rechnungsnummern hatten Lücken, und sie wusste nicht mehr, welche Belege bereits gebucht waren. Sie wechselte zu einer einfachen Buchhaltungssoftware für CHF 25 pro Monat. Das Ergebnis: Sie sparte fünf Stunden pro Monat und hatte endlich wieder einen Überblick. Die CHF 300 pro Jahr waren die beste Investition, die sie je gemacht hatte.

Buchhaltungssoftware (CHF 25–39 pro Monat)

Eine moderne Buchhaltungssoftware wie Magic Heidi nimmt Ihnen die Mechanik ab: MWST wird automatisch berechnet, Belege können fotografiert und zugeordnet werden, QR-Rechnungen werden generiert, der Jahresabschluss ist einen Klick entfernt. Die Software warnt Sie bei Fehlern und hält Sie auf dem Laufenden.

Der Preisrahmen: CHF 25–39 pro Monat, je nach Plan. Vergleichen Sie die Magic Heidi Preise und sehen Sie, was im jeweiligen Plan enthalten ist. Eine gute Alternative zu bexio (CHF 52 pro Monat) bietet mehr Funktionalität für weniger Geld — siehe unseren bexio Alternative Vergleich.

Treuhänder (CHF 150–500 pro Monat)

Ein Treuhänder macht die gesamte Buchhaltung für Sie — Buchungen, MWST-Abrechnung, Jahresabschluss, Steuererklärung. Das ist die stressfreiste Variante, aber auch die teuerste. Für kleine Unternehmen mit einem Umsatz unter CHF 200'000 ist das oft überdimensioniert.

Lisas Geschichte: Lisa, eine Yogalehrerin aus Luzern, versuchte ihren Jahresabschluss selbst zu erstellen. Sie hatte ihre Einnahmen und Ausgaben in Excel erfasst, aber die MWST-Abrechnung war falsch. Am Ende ging sie zu einem Treuhänder, der die Fehler korrigierte — die Konsultation kostete CHF 400. Jetzt nutzt Lisa eine Buchhaltungssoftware und lässt nur noch den Jahresabschluss vom Treuhänder gegenchecken, für CHF 300 pro Jahr. Das ist ein Bruchteil der früheren Kosten.

Die beste Strategie für die meisten Anfänger: Nutzen Sie eine Software und holen Sie sich beim Jahresabschluss Unterstützung. Das kombiniert Kontrolle mit Sicherheit.

Häufige Anfängerfehler vermeiden

Buchhaltung für Anfänger ist ein Lernprozess — und Fehler sind normal. Hier sind die häufigsten, die Sie von Anfang an vermeiden sollten.

1. Belege wegwerfen

Der Klassiker: Sie kaufen etwas, die Quittung verschwindet in der Hosentasche und landet schliesslich im Abfall. Ohne Beleg kein Abzug. Bewahren Sie jeden Beleg auf — digital oder physisch — für mindestens zehn Jahre.

2. MWST-Schwelle übersehen

Marcos Geschichte: Marco, ein Schreiner aus Zürich, machte im ersten Jahr CHF 85'000 Umsatz — unter der MWST-Schwelle von CHF 100'000. Er stellte keine MWST in Rechnung und registrierte sich nicht bei der ESTV. Im zweiten Jahr explodierte sein Umsatz: Er erreichte CHF 120'000. Er hatte die MWST-Pflicht überschritten, aber die ersten Monate hatte er weiterhin ohne MWST fakturiert. Die ESTV verlangte eine Nachmeldung — und eine Nachzahlung von CHF 2'400. Marco hätte die Schwelle frühzeitig erkennen und sich freiwillig optionieren müssen. Seitdem rechnet er seine MWST monatlich nach.

3. Privat und geschäftlich vermischen

Wenn Sie das gleiche Bankkonto für private und geschäftliche Transaktionen nutzen, wird jede Buchhaltung zum Alptraum. Eröffnen Sie ein separates Geschäftskonto. In der Schweiz ist das bei den meisten Banken kostenlos oder sehr günstig für kleine Unternehmen.

4. Rechnungsnummern lückenhaft

Jede Rechnung braucht eine fortlaufende Nummer. Wenn Sie Lücken lassen oder Nummern doppelt vergeben, kann die MWST-Abrechnung angefochten werden. Eine gute Software generiert diese automatisch.

5. MWST-Satz falsch angewendet

Der Normalsatz in der Schweiz beträgt 8.1%. Es gibt auch reduzierte Sätze (2.6% für Nahrungsmittel, Bücher; 3.8% für Beherbergung). Wenn Sie den falschen Satz anwenden, stimmt Ihre ganze Abrechnung nicht. Prüfen Sie den Satz vor jedem Angebot. Details finden Sie auf der ESTV-Website (estv.admin.ch).

6. Keine Akonto-Rechnung

Wenn Sie bei grösseren Projekten Akonto-Rechnungen stellen (Teilrechnungen), müssen diese MWST-pflichtig sein und eine Rechnungsnummer haben. Viele Anfänger vergessen das und stellen nur eine Schlussrechnung — das führt zu Verwirrung in der MWST-Abrechnung.

Die rechtlichen Grundlagen dazu finden Sie in den OR-Texten auf admin.ch — insbesondere OR Art. 469 zur Buchführungspflicht und AHVG Art. 2–3 zur AHV-Pflicht für Selbständige.

Häufige Fragen zur Buchhaltung für Anfänger

Kann man Buchhaltung selbst lernen?

Ja. Buchhaltung ist keine schwarze Magie — sie ist ein Handwerk, das man lernen kann. Für die meisten Solo-Selbständigen in der Schweiz genügt die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, die mit etwas Übung in wenigen Stunden pro Monat erledigt ist. Es gibt kostenlose Kurse der ESTV, YouTube-Tutorials und Bücher. Eine gute Buchhaltungssoftware führt Sie Schritt für Schritt und nimmt die Mechanik ab.

Was ist ein Jahresabschluss in der Buchhaltung?

Der Jahresabschluss ist die Zusammenfassung aller Buchungen am Ende des Geschäftsjahres. Bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung besteht er aus einer einfachen Aufstellung der Gesamteinnahmen, Gesamtausgaben und dem Reingewinn. Bei der doppelten Buchhaltung umfasst er Bilanz, Erfolgsrechnung und gegebenenfalls einen Anhang. Der Jahresabschluss ist die Grundlage für die Steuererklärung und für die MWST-Endabrechnung.

Kann ich die Buchhaltung mit Excel machen?

Technisch ja — aber es ist nicht empfehlenswert. Excel rechnet nicht nach, warnt nicht bei Fehlern und generiert keine QR-Rechnungen. Für die ersten Wochen kann es reichen, aber sobald Sie mwst-pflichtig werden oder mehr als 20 Buchungen pro Monat haben, wird es mühsam. Eine einfache Buchhaltungssoftware ab CHF 25 pro Monat nimmt Ihnen diesen Stress und spart Stunden.

Wer darf die Buchhaltung machen?

In der Schweiz darf jeder Selbständige seine eigene Buchhaltung führen — es gibt keine Zulassungspflicht für die einfache Buchhaltung. Für die doppelte Buchhaltung empfiehlt sich ein Treuhänder, aber es ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, solange Sie sich an die Vorgaben halten. Wenn Sie eine AG oder GmbH haben, muss der Jahresabschluss unter Umständen durch eine zugelassene Revisionsstelle geprüft werden — aber das betrifft erst grössere Unternehmen.

Was kostet Buchhaltung als Selbständiger?

Das hängt von der Methode ab. Excel ist kostenlos, aber fehleranfällig. Eine Buchhaltungssoftware kostet CHF 25–39 pro Monat, also rund CHF 300–470 pro Jahr. Ein Treuhänder verlangt CHF 150–500 pro Monat, je nach Aufwand und Umsatz — das sind CHF 1'800–6'000 pro Jahr. Für die meisten kleinen Unternehmen ist die Software-Lösung der beste Kompromiss.

Ab wann brauche ich eine Buchhaltungssoftware?

Sobald Sie mehr als 20–30 Buchungen pro Monat haben, mwst-pflichtig werden oder mehr als ein paar Kunden haben, lohnt sich eine Software. Excel reicht für die ersten Wochen, aber es wird schnell chaotisch. Eine Software zahlt sich auch aus, weil Sie MWST, QR-Rechnungen und Belegverwaltung in einem Tool haben — und nicht drei verschiedene Systeme pflegen müssen.

Fazit: Buchhaltung für Anfänger ist machbar

Buchhaltung für Anfänger ist kein Hindernis — sie ist ein Handwerk, das Sie lernen können. Die Schweiz macht es kleinen Unternehmen mit den drei Schwellenwerten einfach: Unter CHF 100'000 bleiben Sie von der MWST befreit, unter CHF 500'000 reicht die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, und der Vorsteuerabzug lohnt sich ab rund CHF 10'000 Ausgaben.

Der Schlüssel ist Disziplin: Belege sammeln, Buchungen zeitnah erfassen, MWST sauber abrechnen. Wenn Sie das tun, wird die Buchhaltung zur Routine statt zum Stress. Eine gute Software wie Magic Heidi nimmt Ihnen die Mechanik ab — für CHF 25–39 pro Monat haben Sie MWST, QR-Rechnungen, Belegverwaltung und Jahresabschluss in einem Tool. Probieren Sie es aus und sehen Sie, wie einfach Buchhaltung sein kann.

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FAQ

Häufig gestellte Fragen zur Buchhaltung

Kann man Buchhaltung selbst lernen?

Ja. Buchhaltung ist ein erlernbares Handwerk. Für die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung genügen wenige Stunden pro Monat. Die ESTV bietet kostenlose Kurse, und gute Buchhaltungssoftware wie Magic Heidi (ab CHF 25/Monat) führt Sie Schritt für Schritt durch den Prozess.

Was ist ein Jahresabschluss in der Buchhaltung?

Der Jahresabschluss fasst alle Buchungen eines Geschäftsjahres zusammen. Bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung besteht er aus einer einfachen Übersicht von Einnahmen, Ausgaben und Gewinn/Verlust. Bei der doppelten Buchhaltung umfasst er Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang.

Kann ich die Buchhaltung mit Excel machen?

Ja, aber nur für sehr einfache Fälle. Excel eignet sich für Einnahmen-Ausgaben-Rechnungen mit wenigen Buchungen pro Monat. Ab rund CHF 50'000 Umsatz oder bei MWST-Pflicht wird Excel fehleranfällig. Eine Buchhaltungssoftware kostet ab CHF 25/Monat und spart deutlich Zeit und Nerven.

Wer darf die Buchhaltung machen?

Bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung dürfen Sie die Buchhaltung selbst machen. Für die doppelte Buchhaltung (ab CHF 500'000 Umsatz oder bei GmbH/AG) ist ein Treuhänder mit Fachausweis empfohlen. Solo-Selbständige und kleine Einzelfirmen können ihre Buchhaltung vollständig selbst erledigen.

Was kostet Buchhaltung als Selbständiger?

Selbst gemacht: CHF 0 (Excel) oder CHF 25–39/Monat (Software wie Magic Heidi). Mit Treuhänder: CHF 150–500/Monat je nach Aufwand. Für die meisten Solo-Selbständigen reicht eine Kombination aus Software (CHF 25–39) und jährlicher Treuhänder-Kontrolle (CHF 200–400).

Ab wann brauche ich eine Buchhaltungssoftware?

Spätestens ab der MWST-Pflicht (CHF 100'000 Umsatz). Davor hilft Software ab dem ersten Tag: Sie sparen Zeit, haben alle Belege an einem Ort und vermeiden Fehler. Excel reicht für die ersten Monate, wird aber bei wachsendem Geschäft schnell unübersichtlich.

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