Amazon Integration

Amazon Buchhaltung in 2 Minuten mit Magic Heidi

Magic Heidi Übersicht zur Verbuchung von Amazon-Auszahlungen

Du verkaufst über Amazon Seller Central oder FBA aus der Schweiz heraus und brauchst eine Buchhaltung, die mit deiner Realität klarkommt: 14-Tage-Auszahlungen in EUR oder USD, Referral- und FBA-Gebühren, der Pro-Plan auf der Kreditkarte, MWST-Schwelle ab CHF 100'000, Belege organisiert, Steuerexport am Jahresende. Du bist hier richtig.

Hier, wie das in der Praxis aussieht. Amazon sammelt deine Bestellungen, zieht Verkaufsgebühren, FBA-Gebühren und Refunds direkt ab und überweist dir alle 14 Tage einen Netto-Betrag auf dein Bankkonto. Dieser Netto-Disbursement-Betrag ist das, was tatsächlich bei dir ankommt.

Für die vereinfachte Buchführung musst du nicht jede einzelne Amazon-Bestellung manuell nachbauen. Du kannst jede Amazon-Auszahlung als Einnahme bzw. Zahlungseingang erfassen und den "Date Range Summary"-Report aus Seller Central als Beleg anhängen. Wichtig ist: Der Bericht muss nachvollziehbar zeigen, was im Payout steckt, also Verkäufe, Referral-Fees, FBA-Fees, Refunds und Netto-Auszahlung. So bleibt deine Buchhaltung einfach, aber trotzdem prüfbar.

Schnellster Weg

Bank-Statement importieren, Amazon-Eintrag automatisch

Magic Heidi erkennt deine Amazon-Gutschrift direkt aus dem Bank-Import und erstellt den Einnahmen-Eintrag in Sekunden.

Auszahlung in Magic Heidi zu erfassen geht ganz einfach. Du ziehst den "Date Range Summary"-PDF-Report aus Seller Central per Drag-and-Drop in Magic Heidi rein, dann lesen wir Betrag und Datum aus dem PDF aus.

Stell dir Elena vor, eine fiktive Anbieterin von handgefertigten Lederwaren aus Basel. Sie verkauft als Private-Label-Sellerin hauptsächlich über amazon.de, etwa CHF 95'000 Jahresumsatz, als Einzelfirma unterwegs und gerade noch nicht MWST-pflichtig in der Schweiz. Ihre Buchhaltung in Magic Heidi: pro 14-Tage-Auszahlung den Seller-Central-Report reinziehen, Magic Heidi erstellt den Eintrag, der Beleg bleibt angehängt, fertig. Über das Jahr verteilt sind das rund 26 Disbursement-Einträge plus die separat belasteten Pro-Plan- und Werbe-Rechnungen, insgesamt etwa 45 Minuten reine Buchhaltungsarbeit fürs Amazon-Geschäft. Am Jahresende exportiert sie ihre Einnahmen, Ausgaben und Belege für den Treuhänder und hat sich gleichzeitig CHF 500 bis 1'200 an Sync-Tool-Kosten gespart.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vereinfachte Buchführung nach OR Art. 957 gilt für Schweizer Einzelfirmen und Personengesellschaften mit weniger als CHF 500'000 Umsatzerlös im letzten Geschäftsjahr.
  • Du brauchst keine doppelte Buchhaltung und musst nicht jede Amazon-Bestellung einzeln verbuchen.
  • Praktisch kannst du pro Amazon-Disbursement (in der Regel alle 14 Tage) den Netto-Betrag als Zahlungseingang erfassen, solange der "Date Range Summary"-Report aus Seller Central als Beleg und Abstimmung erhalten bleibt.
  • Referral-Fees, FBA-Gebühren und Refunds dürfen nicht einfach verschwinden: Sie müssen über den Disbursement-Report nachvollziehbar bleiben, besonders wenn du MWST-pflichtig bist oder dich der CHF-100'000-Schwelle näherst.
  • Den Amazon Professional Selling Plan (rund CHF 39 pro Monat) und Amazon Advertising verbuchst du separat als Geschäftsausgabe, weil sie meist direkt auf die Kreditkarte belastet werden.
  • Ab MWST-Pflicht, Lager in einem EU-FBA-Warehouse, GmbH/AG-Struktur, effektiver MWST-Methode oder Umsatz Richtung CHF 500'000 lohnt sich eine detailliertere Verbuchung mit Treuhand-Check.
Workflow Demo

Einnahmen verbuchen in unter 90 Sekunden

So sieht der 14-Tage-Workflow für Amazon in Magic Heidi konkret aus.

Was vereinfachte Buchführung für Amazon-Seller bedeutet

Die Schweizer Gesetzgebung erlaubt Einzelfirmen und Personengesellschaften mit weniger als CHF 500'000 Umsatzerlös im letzten Geschäftsjahr die sogenannte vereinfachte Buchführung. Du führst dabei keine klassische doppelte Buchhaltung wie eine GmbH oder AG. Stattdessen hältst du Einnahmen, Ausgaben und deine Vermögenslage fest.

Einfach heisst aber nicht beliebig. Du brauchst weiterhin nachvollziehbare Aufzeichnungen, Belege und am Jahresende eine Übersicht über deine Aktiven und Passiven, Einnahmen und Ausgaben sowie Privatentnahmen und Privateinlagen. In Alltagssprache: Du musst nicht mit Hauptbuch-Konten arbeiten, aber deine Zahlen müssen erklärbar und belegbar sein.

Praktisch heisst das für Amazon: Wenn Amazon dir am 14. April EUR 4'250 auf dein Bankkonto auszahlt, kannst du diesen Betrag (umgerechnet in CHF zum Wechselkurs des Eingangstags) als Zahlungseingang erfassen. Du musst nicht 180 Bestellungen einzeln in Magic Heidi nachbauen. Der "Date Range Summary"-Report aus Seller Central gehört aber zum Eintrag dazu, weil er zeigt, wie der Betrag entstanden ist: Verkäufe, Refunds, Referral-Fees, FBA-Gebühren, Lagergebühren und Netto-Auszahlung.

Für nicht MWST-pflichtige Einzelfirmen unterhalb der relevanten Schwellen ist das meistens der pragmatischste Weg: ein Eintrag pro Disbursement, sauberer Report als Beleg, Bankabgleich erledigt. Die Referral- und FBA-Gebühren im Payout erfasst du dann nicht nochmals separat als Ausgabe, weil sie im Netto-Disbursement bereits berücksichtigt sind. Die monatliche Pro-Plan-Gebühr, Amazon Advertising und andere separat belastete Tools, Apps oder Versandmaterialien gehören dagegen als eigene Geschäftsausgaben in deine Buchhaltung.

Wichtig wird die Unterscheidung bei der MWST. Für die MWST zählt nicht einfach, was netto in CHF auf deinem Bankkonto landet. Relevant sind die massgebenden Umsätze aus deinen Verkäufen, je nach Markt und Lieferland. Wenn du dich der CHF-100'000-Grenze näherst, bereits MWST-pflichtig bist oder über FBA in EU-Lagern Ware bewegst, solltest du die Brutto-Umsätze, Refunds, Gebühren und allfällige MWST-Beträge aus Seller Central sauber nachvollziehen können. Der Netto-Disbursement bleibt dann dein Bankeingang, aber nicht die alleinige MWST-Grundlage.

Für die Schweizer Steuerbehörden zählt am Ende, dass deine Geldflüsse, Belege und Vermögenslage vollständig nachvollziehbar sind. Wenn du in einem Jahr 26 Amazon-Disbursements erhalten hast, können daraus 26 Einnahmen-Einträge entstehen. Entscheidend ist, dass diese Einträge mit deinem Bankkonto übereinstimmen und die Seller-Central-Reports dazu aufbewahrt sind.

Wenn du ganz neu im Thema bist, hilft dir unser Leitfaden zur Buchhaltungssoftware Schweiz, die Grundlagen für Selbständige zu verstehen, bevor du dich in Marketplace-Details verlierst. Die offizielle Rechtsgrundlage zur vereinfachten Buchführung findest du im Schweizer Obligationenrecht Art. 957.

Amazon-Gebühren, Refunds, Pro-Plan und Advertising: was du zusätzlich verbuchen musst

Hier verwirrt sich am häufigsten, also gehen wir es Punkt für Punkt durch. Die fünf Kategorien findest du als Übersicht direkt unter diesem Abschnitt.

Stell dir Cédric vor, einen fiktiven Private-Label-Seller in Genf mit rund CHF 220'000 Jahresumsatz, mehrheitlich via amazon.de und amazon.fr, mit FBA. Sein Buchhaltungsjahr sieht so aus: 26 Amazon-Disbursement-Einnahmen, 12 Pro-Plan-Ausgaben, 12 Amazon-Advertising-Rechnungen, etwa 20 Wareneinkäufe und FBA-Inbound-Versand-Belege, dazu rund 25 weitere Geschäftsausgaben wie Fotoshooting, Verpackungsmaterial und Tool-Abos. Insgesamt ungefähr 95 bis 110 Einträge pro Jahr. Das ist machbar in etwa 30 bis 40 Minuten pro Monat, inklusive Belege hochladen.

MWST: was Amazon-Seller in der Schweiz wissen müssen

Unter CHF 100'000 weltweitem Jahresumsatz musst du dich in der Schweiz nicht für die Mehrwertsteuer registrieren. Wenn du in diesem Bereich bist und ausschliesslich aus der Schweiz versendest, kannst du diese Sektion leicht überfliegen. Du verbuchst einfach den Netto-Disbursement, fertig.

Über CHF 100'000 wird es etwas komplexer, aber immer noch machbar. Du hast für CH-Umsätze zwei Methoden zur Auswahl. Mit der Saldosteuersatz-Methode behältst du deine vereinfachte Logik, also Netto-Disbursement als Einnahme. Auf diesen Bruttobetrag wendest du den für deinen Handel festgelegten Saldosteuersatz an. Diese Methode ist ideal für vereinfachte Buchhaltung. Mehr dazu in unserem Leitfaden zur MWST für Freelancer.

Mit der effektiven Methode verbuchst du Brutto-Einnahmen pro Bestellung, separate MWST, und ziehst Vorsteuer auf deinen Ausgaben ab. Das ist deutlich aufwändiger und im Amazon-Kontext eher die Domäne von Sellern über CHF 500'000 oder Sellern mit hohem Anteil an Geschäftskunden, die Vorsteuer geltend machen.

Jetzt der knifflige Teil: Amazon-Marktplätze ausserhalb der Schweiz. Wenn du über amazon.de, amazon.fr, amazon.it oder amazon.com verkaufst, gelten je nach Konstellation EU-Importregeln, OSS, IOSS oder lokale VAT-Registrierungen. In einigen EU-Konstellationen zieht Amazon die VAT bereits als Marketplace-Facilitator vom Endkunden ein und schüttet dir nur den Netto-Betrag aus. Das ändert nichts an deiner Schweizer Pflicht, kann aber bedeuten, dass du EU-seitig eine VAT-Registrierung brauchst, vor allem wenn du Ware in einem EU-FBA-Warehouse lagerst. Das ist der häufigste Stolperstein. Vor dem Skalieren in die EU: kurz mit einem Schweizer Treuhänder oder einem auf grenzüberschreitende VAT spezialisierten Berater sprechen.

Eine kleine Notiz zu Amazon-Gebühren und Bezugssteuer: Amazon stellt deinen Sellern-Account in der Regel über Amazon Services Europe S.à r.l. (Luxembourg) in Rechnung, also aus dem EU-Raum. Wenn du MWST-pflichtig mit der effektiven Methode bist, kommt die Bezugssteuer-Frage ins Spiel, weil du Dienstleistungen aus dem Ausland beziehst. Unter dem Saldosteuersatz ist das in der Regel kein Thema. Im Zweifelsfall kläre das mit deinem Treuhänder, denn die Antwort hängt von deinem konkreten Setup ab. Bei Schweizer Detailfragen sind die ESTV und das kantonale Steueramt überraschend kooperativ.

Wann die einfache Methode an ihre Grenzen kommt

Wir sind hier, um dir Zeit und Geld zu sparen, aber auch um ehrlich zu sein: die 2-Minuten-Methode passt nicht für alle Amazon-Seller. Die vier Situationen, in denen detailliertere Buchhaltung sinnvoll wird, findest du in der Übersicht weiter unten. In jedem dieser Fälle würden wir dir raten, mit einem Schweizer Treuhänder zu sprechen und allenfalls eine spezialisiertere Lösung zu evaluieren. Magic Heidi ist bewusst für Solo-Selbständige unter CHF 500'000 gebaut, nicht für skalierende Amazon-Operationen mit Lagerbeständen in mehreren EU-Ländern. Die Anzahl der Bestellungen pro Auszahlung ist übrigens kein Limit: ob du 30 oder 800 Bestellungen pro Disbursement abwickelst, in Magic Heidi bleibt es eine Einnahme pro Auszahlung, weil Seller Central alle Bestellungs-, Refund- und Gebühren-Details in seinem eigenen Reporting verwaltet.

Wenn du gerade erst startest und dich fragst, ob die Einzelfirma in der Schweiz für dich Sinn macht, fang dort an. Die Wahl der Rechtsform beeinflusst nämlich direkt, welche Buchhaltung du brauchst.

Stell dir abschliessend Jonas vor, einen fiktiven Seller in Winterthur. Er startete 2023 mit CHF 70'000 Umsatz auf amazon.de und der 2-Minuten-Methode, wuchs in zwei Jahren auf CHF 290'000, ist jetzt MWST-pflichtig mit Saldosteuersatz, hat seit Kurzem auch FBA-Lager in Deutschland (und entsprechend eine deutsche USt-IdNr.). Trotzdem macht er seine Schweizer Buchhaltung immer noch in Magic Heidi in etwa 35 Minuten pro Monat. Wenn er eines Tages bei CHF 500'000 ankommt oder in mehrere EU-Lager gleichzeitig liefert, wird er auf eine spezialisiertere Lösung wechseln. Bis dahin hat er sich etwa CHF 1'000 pro Jahr an Sync-Tool-Kosten gespart, plus Stunden an Treuhänder-Zeit, weil seine Bücher sauber und einfach sind.

Zusammenfassung: wie deine Amazon-Buchhaltung in der Schweiz aussehen sollte

Drei Dinge, die du dir merken kannst. Unter CHF 500'000 Jahresumsatz reicht es, einmal pro Disbursement den Netto-Betrag aus Amazon als Einnahme zu verbuchen, plus den Pro-Plan und Amazon Advertising separat als Ausgaben. Du sparst dir CHF 500 bis 1'200 pro Jahr an Sync- oder Buchhaltungs-Software, die du als Solo-Seller schlicht nicht brauchst, plus Stunden an Setup- und Korrektur-Aufwand. Sobald du in EU-FBA-Lagern Ware bewegst, MWST-pflichtig in der EU wirst oder eine GmbH gründest, wechselst du auf detailliertere Buchhaltung und sprichst mit einem Treuhänder. Bis dahin: keep it simple.

Magic Heidi ist von zwei Schweizer Freelancern gebaut, die selbst diese Probleme hatten. Wir benutzen unsere eigene Software für unsere Buchhaltung, und sie wurde genau für solche Fälle entworfen: für Einzelfirmen, die mit Amazon, Shopify, Stripe, App Store oder Play Store Umsatz machen und ihre Bücher sauber, schnell und gesetzeskonform halten wollen. Wenn du Rechnungen ausserhalb von Amazon schreibst, zum Beispiel an Geschäftskunden oder Wiederverkäufer direkt, hilft dir unser Rechnungsprogramm mit QR-Rechnungen in unter einer Minute.

FAQ

Häufige Fragen zur Amazon-Buchhaltung in der Schweiz

Wie gehe ich mit dem 14-Tage-Auszahlungs-Rhythmus von Amazon um?

In der Regel zahlt Amazon Seller Central alle 14 Tage aus, mit einer rollenden Reserve. Für die vereinfachte Schweizer Buchhaltung heisst das: rund 26 Einnahmen-Einträge pro Jahr, einen pro Disbursement. Pro Eintrag den Netto-Betrag, das Auszahlungsdatum und den 'Date Range Summary'-Report aus Seller Central als Beleg anhängen. Mehr braucht es nicht, solange du unter CHF 500'000 Umsatz bist.

Was mache ich, wenn Amazon mir in EUR oder USD auszahlt?

Amazon zahlt amazon.de in der Regel in EUR aus, amazon.com in USD. Auf deinem Schweizer Bankkonto kommt entweder direkt der Fremdwährungsbetrag an (wenn du ein EUR/USD-Subkonto hast) oder der bereits in CHF konvertierte Betrag. Verbuche den CHF-Wert, der effektiv auf deinem Konto landet. Wenn du in Fremdwährung hältst, nutze den Tageskurs des Eingangstags zur Umrechnung. Wichtig ist, dass du die gleiche Logik übers ganze Jahr anwendest.

Wie verbuche ich Amazon Advertising und den Pro-Plan?

Beide laufen separat: Amazon zieht den Professional Selling Plan (rund CHF 39 pro Monat) und Sponsored-Ads-Rechnungen direkt von deiner hinterlegten Kreditkarte ab, nicht aus deinem Disbursement. In Magic Heidi legst du diese als separate Geschäftsausgaben an, mit der jeweiligen Amazon-Rechnung (PDF aus Seller Central → Reports → Tax Document Library) als Beleg.

Wie behandle ich FBA-Gebühren in meiner Buchhaltung?

FBA-Gebühren (Pick&Pack, Lagerung, Long-Term-Storage, Removal) werden direkt im Disbursement verrechnet. Du musst sie also nicht separat als Ausgabe erfassen, da sie im Netto-Auszahlungsbetrag bereits abgezogen sind. Der 'Date Range Summary'-Report zeigt sie aufgeschlüsselt, damit alles nachvollziehbar bleibt. Separate Einträge brauchst du nur für Kosten, die ausserhalb von Amazon anfallen, zum Beispiel der Inbound-Versand aus der Schweiz ins FBA-Lager oder Wareneinkauf bei deinem Lieferanten.

Was ist mit der MWST auf meinen Amazon-Verkäufen an Schweizer Kunden?

Unter CHF 100'000 weltweitem Jahresumsatz bist du in der Schweiz nicht MWST-pflichtig, dann musst du nichts ausweisen. Über CHF 100'000 empfehlen wir die Saldosteuersatz-Methode, weil sie kompatibel mit vereinfachter Buchführung ist. Weitere Details findest du in unserem MWST-Leitfaden für Freelancer. Für Verkäufe an EU-Kunden gelten zusätzliche Regeln, siehe nächste Frage.

Und MWST/VAT bei Verkäufen über amazon.de oder amazon.fr an EU-Kunden?

Das ist der heikelste Bereich. In vielen EU-Konstellationen zieht Amazon die VAT als Marketplace-Facilitator direkt vom Endkunden ein und schüttet dir nur den Netto-Betrag aus. Das bedeutet aber nicht, dass du EU-seitig nichts tun musst, vor allem wenn du über FBA Ware in einem EU-Lager hältst. In diesem Fall brauchst du in der Regel eine lokale VAT-Registrierung im Lagerland (z. B. Deutschland). Vor dem Einstieg in FBA-EU: kurz mit einem auf grenzüberschreitende VAT spezialisierten Schweizer Treuhänder sprechen. Das kann dir später viel Ärger ersparen.

Was passiert, wenn Amazon meine Ware in einem EU-FBA-Lager einlagert?

Sobald deine Ware physisch in einem EU-Lager liegt (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen, Tschechien), giltst du dort grundsätzlich als steuerlich relevant präsent und brauchst in der Regel eine lokale VAT-Registrierung in jedem Lagerland. Das ist unabhängig von deinem Schweizer MWST-Status. Wenn du das Pan-EU-FBA-Programm aktiv hast, wird das schnell zu mehreren Registrierungen gleichzeitig. Spätestens hier ist die 2-Minuten-Methode an ihrer Grenze und ein Treuhänder mit EU-VAT-Erfahrung sollte dazu kommen.

Sollte ich vor dem Wechsel zu Magic Heidi meinen Treuhänder fragen, besonders bei EU-Sales?

Wenn du nur an Schweizer Kunden verkaufst und unter CHF 100'000 bist, ist Magic Heidi unkompliziert. Sobald du grenzüberschreitend mit Amazon EU oder FBA-Lagern arbeitest, ja, unbedingt einen kurzen Treuhand-Check machen. Die meisten Treuhänder begrüssen es, wenn ihre Klient sauber organisierte digitale Belege und Disbursement-Reports liefern, statt unsortierter Seller-Central-Exporte. Du wirst wahrscheinlich grünes Licht für die Schweizer Seite bekommen und gleichzeitig die EU-VAT-Frage seriös abklären.

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