Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen müssen zu Preisen erfolgen, denen unabhängige Parteien unter ähnlichen Umständen zustimmen würden. Das klingt einfach, wird aber schnell komplex.
Häufige Verrechnungspreis-Probleme:
- Festlegung von Lizenzgebühren für geistiges Eigentum
- Berechnung von Managementgebühren zwischen Konzerngesellschaften
- Bepreisung von Waren und Dienstleistungen in konzerninternen Transaktionen
- Kostenallokation in Kostenumlagevereinbarungen
Coca-Cola (USA): Der IRS forderte 3,3 Milliarden Dollar zusätzliche Steuern und argumentierte, das Unternehmen habe für Gewinne, die ausländischen Tochtergesellschaften zugeordnet wurden, zu wenig gezahlt.
Facebook Ireland (USA-Irland): Streitigkeiten drehten sich um den angemessenen Wert für nach Irland übertragenes geistiges Eigentum, was Milliarden an Steuerschulden betraf.
Diese Fälle zeigen die Einsätze und die zunehmende Kontrolle durch Steuerbehörden.
Die meisten Jurisdiktionen verlangen heute umfassende Dokumentation:
Master File: Konzernweite Informationen inkl. Organisationsstruktur, immaterielle Vermögenswerte und Finanzierung
Local File: Detaillierte Analyse spezifischer Transaktionen
Country-by-Country Report: Umsatz, Gewinn, gezahlte Steuern und Mitarbeiter für grosse Konzerne
Fehlende oder unzureichende Dokumentation löst Strafen aus und verschiebt die Beweislast auf den Steuerpflichtigen.