Kilometergeld Schweiz 2026: wann CHF 0.75 pro km gilt und wann nicht
Viele suchen nur einen Satz pro Kilometer. In der Schweizer Praxis ist es etwas genauer: Arbeitsweg, Dienstfahrt, Selbstständigkeit, TCS-Richtwert und Steuerlogik sind nicht dasselbe. Hier finden Sie die klare Einordnung.

Was Suchende bei Kilometergeld Schweiz meistens wirklich wissen wollen
Die stärksten Treffer beantworten fast immer dieselben drei praktischen Fragen. Genau daran orientiert sich diese Seite.
Wann gibt es überhaupt Kilometergeld?
Nicht für den normalen Arbeitsweg, sondern vor allem für beruflich veranlasste Fahrten.Ist 0.75 CHF pro km jetzt fix?
Es ist ein wichtiger Schweizer Referenzwert 2026, aber nicht die einzige denkbare Berechnungslogik.Wie belege ich das sauber?
Ohne Fahrtenlog, Zweck und konsistente Methode wird aus einer legitimen Ausgabe schnell eine Diskussion.Kurzantwort: In der Schweiz gibt es kein einziges starres Kilometergeld, das immer und überall automatisch gilt. Für geschäftliche Fahrten mit dem Privatfahrzeug ist CHF 0.75 pro Kilometer seit dem 1. Januar 2026 ein wichtiger steuerlich anerkannter Referenzwert in vielen Schweizer Spesen- und Steuerkontexten. Gleichzeitig finden Sie online auch CHF 0.70 oder TCS-basierte Fahrzeugkosten, weil diese Zahlen aus unterschiedlichen Systemen stammen.
Die entscheidenden Fragen sind deshalb:
- Handelt es sich um Arbeitsweg oder um eine Dienstfahrt?
- Sind Sie angestellt oder selbstständig?
- Gehört das Auto zum Privatvermögen oder zum Geschäftsvermögen?
- Arbeiten Sie mit einem Pauschalsatz oder mit effektiven Fahrzeugkosten?
Wenn Sie Kilometergeld nur als Teil Ihrer allgemeinen Reisespesen erfassen wollen, hilft ergänzend auch die Seite Reisespesen in der Schweiz.
Kilometergeld ist in der Schweiz kein Synonym für jeden Autokilometer
Die wichtigste Trennung ist nicht Auto vs. ÖV, sondern privater Arbeitsweg vs. beruflich veranlasste Fahrt.
Arbeitsweg
Der normale Weg von zuhause zum üblichen Arbeitsort ist nicht dasselbe wie eine geschäftliche Fahrt.
Dienstfahrt
Fahrten zu Kunden, Terminen, Projekten, Baustellen oder Lieferorten sind der klassische Kilometergeld-Fall.
Selbstständige
Bei Selbstständigen geht es weniger um eine Lohnspesenregel als um sauber belegten Geschäftsaufwand.
Privatwagen vs. Geschäftsauto
Wer ein Geschäftsfahrzeug hat, arbeitet oft nicht mit demselben Kilometergeld-Modell wie beim Privatwagen.
Wann steht Kilometergeld überhaupt im Raum?
Deutschsprachige Schweizer Beiträge erklären das Thema meist über Art. 327b OR: Nutzt eine angestellte Person mit Zustimmung des Arbeitgebers das eigene Fahrzeug für berufliche Zwecke, müssen die üblichen Fahrzeugkosten im beruflichen Umfang ersetzt werden. Das ist der juristische Kern. Online wird daraus oft verkürzt: „Es gibt 0.75 pro Kilometer.“ So einfach ist es aber nicht.
Für die Praxis hilft diese Kurzlogik:
- Arbeitsweg: meist eigener Aufwand oder nur unter besonderen steuerlichen Bedingungen relevant
- Dienstfahrt mit Privatwagen: hier kommt Kilometergeld bzw. Kilometerentschädigung typischerweise ins Spiel
- Selbstständige mit Privatwagen: oft als geschäftlicher Aufwand oder Betriebsausgabe mit konsistenter Methode
- Geschäftsfahrzeug: eher effektive Fahrzeugkosten plus Privataufteilungs-Logik statt klassischem Kilometergeld
Das wiederholt sich auch in französischen, italienischen und englischen Quellen: Nicht jeder gefahrene Kilometer ist automatisch ersatzfähig. Entscheidend ist immer der geschäftliche Anlass.
Warum Sie online 0.70, 0.75 und TCS-Werte finden
Die Zahlen widersprechen sich nicht zwingend. Sie stammen oft aus unterschiedlichen Bezugsrahmen.
CHF 0.75 pro km
Seit 2026 ein wichtiger steuerlich anerkannter Referenzwert in Schweizer Spesen- und Abzugskontexten.
- Taucht in kantonalen und arbeitsrechtlichen Praxisbeiträgen 2026 auf
- Wird oft für geschäftliche Fahrten mit Privatwagen verwendet
- Ist ein Benchmark, nicht automatisch in jedem Vertrag zwingend
- Hilft bei standardisierten Spesenreglementen
CHF 0.70 pro km
Ältere oder noch nicht aktualisierte Quellen verwenden weiterhin den früheren Referenzwert.
- Vor 2026 in vielen Vorlagen üblich
- Kann in älteren Spesenreglementen noch auftauchen
- Erklärt, warum viele Suchergebnisse unterschiedliche Zahlen zeigen
- Nicht blind übernehmen, wenn Sie für 2026 arbeiten
TCS-Fahrzeugkosten
Der TCS rechnet nicht nur mit einer Pauschale, sondern mit fahrzeug- und nutzungsabhängigen Kilometerkosten.
- Kann über oder unter 0.75 liegen
- Besonders relevant bei teureren oder wenig gefahrenen Fahrzeugen
- Hilft, wenn Sie näher an den effektiven Kosten bleiben wollen
- Ist keine einfache Einheitsregel für jeden Einzelfall
Arbeitsrecht vs. Steuerpraxis
Dass 0.75 steuerlich anerkannt ist, bedeutet nicht automatisch, dass jeder Arbeitgeber genau diesen Satz schuldet.
- Vertrag und genehmigtes Spesenreglement bleiben wichtig
- Das OR verlangt Aufwandersatz, aber keinen starren Fixsatz
- Bei Selbstständigen zählt vor allem Konsistenz und Nachweis
- Die falsche Zahl ist weniger gefährlich als die falsche Logik
Die wichtigste Wahrheit: CHF 0.75 ist kein Naturgesetz
Französische und englische 2026-Quellen betonen besonders deutlich: Der neue Referenzsatz ist steuerlich relevant, aber nicht automatisch eine arbeitsrechtliche Pflicht in jedem Vertrag. Gleichzeitig bleibt er in der Praxis oft der ruhigste Standardwert.

Was andere Quellen in DE / FR / IT / EN online betonen
Die Recherche über mehrere Sprachräume zeigt ein erstaunlich klares Muster:
Deutsch
Deutsche Schweizer Inhalte erklären Kilometergeld meist über Arbeitnehmende, Dienstfahrten und Art. 327b OR. Der Fokus liegt stark auf der Frage, wann ein Arbeitgeber bei Nutzung des Privatfahrzeugs Ersatz leisten muss.
Français
Französische Schweizer Quellen sprechen eher von frais kilométriques oder indemnité kilométrique. Dort fällt 2026 oft die Aktualisierung auf 0.75 besonders ins Gewicht. Der Ton ist häufig administrativer: Reglemente, Lohnsysteme, Parametrierung und fiskalisch akzeptierte Normen.
Italiano
Italienische Schweizer Inhalte trennen meist sehr klar zwischen tragitto casa-lavoro und uso professionale. Gerade bei der steuerlichen Betrachtung wird stärker betont, dass das Auto nicht automatisch die erste Wahl ist und dass der ÖV oft anders behandelt wird als das Privatfahrzeug.
English
Englischsprachige Schweizer Fachbeiträge heben stärker hervor, dass 0.75 zwar steuerlich anerkannt sein kann, aber nicht automatisch jeder arbeitsrechtlichen Situation vorgeschrieben ist. Sie erklären die Differenz zwischen tax-recognized benchmark und contractual reimbursement duty oft am klarsten.
Die gemeinsame Linie bleibt gleich: beruflicher Zweck, saubere Abgrenzung und konsistente Methode sind wichtiger als das blosse Wiederholen einer Zahl.
Welche Logik passt zu Ihrem Fall in der Schweiz?
Nicht jede Person sollte Kilometergeld gleich behandeln.
| Situation | Typische Logik | Worauf achten? |
|---|---|---|
| Angestellt, Privatwagen für Kundentermin | Kilometerentschädigung / Spesenersatz | Vertrag, Spesenreglement, Dienstfahrt klar dokumentieren |
| Angestellt, normaler Arbeitsweg | Kein klassisches Kilometergeld für Dienstfahrt | Steuerabzug und Pendlerlogik separat prüfen |
| Selbstständig, Privatwagen im Privatvermögen | Geschäftsaufwand mit konsistenter Kilometer- oder Kostenmethode | Fahrtenbuch, Zweck, Kilometerzahl, gleiche Logik durchs Jahr |
| Selbstständig, Fahrzeug im Geschäftsvermögen | Eher effektive Fahrzeugkosten plus Privatanteil | Nicht einfach zusätzlich pauschales Kilometergeld draufrechnen |
| Teures Auto mit wenig Geschäftskilometern | TCS-/effektive Kosten prüfen | Einheitssatz kann reale Kosten stark unter- oder überschätzen |
So rechnen Sie Kilometergeld praktisch
Die Beispiele sollen Logik geben, nicht blindes Copy-Paste.
Beispiel 1: Kundentermin
Sie fahren 86 km mit dem Privatwagen zu einem externen Kundentermin.
Rechnung
86 km × CHF 0.75 = CHF 64.50 Kilometerentschädigung.
Beispiel 2: Selbstständig
Sie erfassen im Jahr 2'200 geschäftliche Kilometer mit dem Privatwagen.
Rechnung
2'200 km × CHF 0.75 = CHF 1'650 geschäftlicher Fahrzeugaufwand nach gewählter Benchmark-Methode.
Wann CHF 0.75 sinnvoll ist und wann Sie genauer hinschauen sollten
CHF 0.75 pro km ist oft eine gute, pragmatische Wahl, wenn:
- Sie ein normales Privatfahrzeug gelegentlich für Geschäftsfahrten nutzen
- Sie eine einfache, nachvollziehbare Standardmethode brauchen
- Ihr Spesenreglement oder Ihre Steuerlogik mit diesem Referenzwert arbeitet
Genauer hinschauen sollten Sie, wenn:
- Ihr Fahrzeug ungewöhnlich teuer oder ungewöhnlich günstig ist
- Sie sehr wenige oder sehr viele Geschäftskilometer fahren
- das Auto im Geschäftsvermögen steckt
- Ihr Vertrag oder kantonaler Kontext eine andere genehmigte Logik vorgibt
Der TCS arbeitet mit fahrzeug- und nutzungsabhängigen Kosten. Deshalb kann es völlig plausibel sein, dass Ihr realistischer Kilometerpreis nicht genau bei CHF 0.75 liegt. Für viele Freelancer ist der grössere Fehler aber nicht ein leicht ungenauer Satz, sondern gar keine saubere Methode.
Wenn Sie die Fahrten zusammen mit anderen Geschäftsreisen verbuchen möchten, hilft Ihnen die übergeordnete Spesenlogik auf Reisespesen in der Schweiz.
Welche Unterlagen Sie für Kilometergeld aufbewahren sollten
Die Zahl allein reicht nie. Sie brauchen eine nachvollziehbare Prüfspur.
Datum und Strecke
Wann sind Sie wohin gefahren?
- Start- und Zielort
- Gefahrene Kilometer
- Datum
- Optional Tacho- oder App-Nachweis
Geschäftlicher Zweck
Warum war die Fahrt beruflich nötig?
- Kundentermin
- Lieferung oder Beschaffung
- Projektbesuch
- Konferenz oder externer Termin
Projekt- oder Kundenbezug
Je konkreter die Zuordnung, desto ruhiger die Buchhaltung.
- Kundenname
- Projektname
- Auftragsnummer
- Kalendereintrag oder E-Mail bei Bedarf
Gleiche Methode durchs Jahr
Nicht einmal pauschal und einmal nach Gefühl rechnen.
- Einen Satz oder eine Kostenlogik wählen
- Konsequent anwenden
- Änderungen begründen
- Privatfahrten sauber draussen lassen
Die zwei Schweizer Fragen, die
am häufigsten vergessen werden
Genau hier kippt saubere Praxis oft in halbrichtige Bauchlogik.
Viele rechnen den normalen Arbeitsweg intuitiv mit. Genau dort beginnt der Ärger.
Davon hängt ab, ob Kilometergeld oder effektive Fahrzeugkosten besser passen.
Diese beiden Ebenen sollten nicht unbemerkt miteinander vermischt werden.
Viele alte Vorlagen und Blogposts stehen noch auf 0.70 oder auf älteren Annahmen.
Häufige Fragen zu Kilometergeld Schweiz
Gilt in der Schweiz 2026 immer CHF 0.75 pro km?
Nein. CHF 0.75 ist 2026 ein wichtiger steuerlich anerkannter Referenzwert, aber nicht automatisch in jedem arbeitsrechtlichen oder buchhalterischen Kontext zwingend.
Bekomme ich Kilometergeld für den normalen Arbeitsweg?
Typischerweise nicht als klassische Dienstfahrtentschädigung. Arbeitsweg und geschäftlich veranlasste Fahrt sind in der Schweizer Praxis unterschiedliche Themen.
Was ist der Unterschied zwischen CHF 0.75 und TCS-Werten?
CHF 0.75 ist ein verbreiteter Referenzsatz. Der TCS rechnet fahrzeug- und nutzungsabhängige Kilometerkosten. Das kann zu höheren oder tieferen Werten führen.
Wie sollten Selbstständige Kilometergeld behandeln?
Bei Selbstständigen geht es meist um sauberen Geschäftsaufwand. Wer den Privatwagen geschäftlich nutzt, sollte eine konsistente Methode wählen, Fahrten dokumentieren und Privatnutzung trennen.
Kann mein Arbeitgeber weiterhin CHF 0.70 zahlen?
Das kann von Vertrag, Spesenreglement und arbeitsrechtlicher Einordnung abhängen. Fachbeiträge 2026 weisen ausdrücklich darauf hin, dass der steuerlich anerkannte Referenzwert nicht automatisch jede vertragliche Pflicht neu festlegt.
Was brauche ich als Nachweis?
Mindestens Datum, Strecke, Kilometerzahl und beruflichen Zweck. Noch besser sind Kunden- oder Projektbezug sowie ein einfaches Fahrtenbuch oder App-Log.
Wann passt Kilometergeld nicht gut?
Wenn das Fahrzeug im Geschäftsvermögen geführt wird oder wenn effektive Fahrzeugkosten die sauberere Methode sind. Dann sollte man nicht blind eine Privatwagen-Pauschale anwenden.
Kilometer korrekt erfassen statt am Jahresende schätzen
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Quellen für diese Seite:
- bexio – Kilometergeld in der Schweiz berechnen (+ Beispiele)
- Fedlex / OR Art. 327b – Nutzung des Motorfahrzeugs für die Arbeit
- TCS – Calculer les frais kilométriques en ligne
- Canton de Genève – prise en charge des frais kilométriques dès 2026
- MME – Increase in travel expense deductions as of January 1, 2026
- Taxea – spese di viaggio e auto privata in Svizzera
Geprüft im April 2026. Diese Seite ist eine praktische Orientierung, keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung. Bei Spezialfällen wie Geschäftsfahrzeugen, gemischter Nutzung, kantonalen Besonderheiten oder abweichenden Spesenreglementen lohnt sich eine kurze Rücksprache mit Treuhänder, Lohnspezialist oder Steuerberater.